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Who is Ulrich Godenschweger?

- Ulrich Godenschweger während seines Vortrags
Ulrich Godenschweger ist Kulturmanager, Direktor, Museumsleiter des Deutschen Elfenbeinmuseums Erbach im Odenwald.
Einleitung
Die begleitenden Bilder (Andreas Schlothauer) zum Vortrag wurden "bunt zusammengewürfelt" und haben keinen direkten Bezug zum daneben dargestellten Text.
Nachtrag von Herrn Ulrich Godenschweger, Kulturmanagement, Deutsches Elfenbeinmuseum Erbach, 02/2008:
"Der Name unseres Gestalters ist Johannes Kessel, Jg. 1969, Inhaber des Designer-Studios "studio lebensform GmbH" in Erbachs Nachbargemeinde 64756 Mossautal.
Herr Kessel hatte auch die vorangegangenen Sonderausstellungen für uns gestaltet:
- 2001 "Das Grab des Tutanchamun",
- 2003 "Auferstehung des Ötzi",
- 2004 "Aufbruch ins Nirvana",
- 2005 "Mammut - Riesen aus der Unterwelt".
Die Umgestaltung unseres Elfenbeinmuseums 2006 ist sein bisher größtes Projekt. Die Vitrinen mit den ausziehbaren Läden gehen auf seine Entwürfe zurück.
Probleme mit dem Licht in den Vitrinen gibt es nicht, da es sich um Kaltlicht handelt. Die Spots, die von vorn auf die Objekte gerichtet sind, befinden sich außerdem zwischen dem äußeren Holzrahmen und einem inneren Glasrahmen."
Einzigartig ...
… aber nicht nur, weil es tatsächlich das einzige Museum seiner Art auf der Welt ist, sondern vielmehr wegen seiner einmaligen Erlebniswelten. Die vielen Figuren aus den unterschiedlichsten Epochen und Ländern laden den Betrachter ein, in die für sie geschaffenen Welten einzutauchen.
Einzigartig ... (2)
Nicht nur die Elfen scheinen in der unbeschreiblichen Licht- und Raumatmosphäre der Vitrinen, die wie kleine Theaterbühnen ausgestattet sind, zum Leben zu erwachen. Auch Buddhas und Dämonen, Heilige und Sünder, Bettler und Könige, sowie Mädchenakte und prunkvoll gekleidete Damen sind Bestandteile der vielschichtigen Inszenierungen.
Streiflichtartige Einblicke in die Elfenbeinkunst der Welt
Hell und licht wie an einem Frühlingsmorgen erscheint die Vitrine mit den betörenden Frauenfiguren des Art Déco-Künstlers Ferdinand Preiss. Nur wenige Vitrinen weiter steht, umgeben von tiefroten Samtstoffen, ein Faun, der gerade vom Liebreiz einer Nymphe verzaubert wird. In radikalem Gegensatz dazu zeigt eine weitere Bühnenwelt, die in fahles Licht getaucht ist, die schlicht-ausdrucksstarken Schnitzereien Karl Schmidt-Rottluffs, die er in der Zeit seines Berufsverbots nach 1933 im Geheimen angefertigt hat.
Streiflichtartige Einblicke... (3)
Dezent leuchtet unterhalb des Vitrinenfensters eine Beschriftung mit den wichtigsten Angaben zu den Figuren. Vertiefende Informationen sowie Abbildungen erhält der Besucher, wenn er dann eine hinterleuchtete Schublade herauszieht. Manch Erstaunliches, Wissenswertes und durchaus auch Amüsantes verbirgt sich hier.
Stille und Andacht, aber auch Qual und Höllenfeuer…
In der sakralen Abteilung kann der Besucher die ganze Bandbreite der christlichen Glaubenswelt vom Mittelalter bis in die Neuzeit durch figürliche Darstellungen und kirchliches Gerät in Elfenbein erfassen. Die Gegenüberstellung von Madonnen aus verschiedenen Kunstepochen verdeutlicht beispielhaft, wie unterschiedlich die Künstler das gleiche Thema übersetzten.
Tauchen Sie ein... (2)
Lichtdurchflutete japanische Wände, goldene Säulen und ein wie von Meereswellen getragenes Schiff, das gerade an einem Steg anlegt, beherrschen den ersten Teil des Raums. Auf diesem großen Schiff entdeckt man sieben Glücksgötter, die den Besucher heiter anlächeln. Im Umfeld stehen Vitrinen, in denen sich Alltagsszenen abspielen. Hier begegnet man Brettspielern, Fischern oder Muschelverkäufern, die sichtlich entspannt ihren Betätigungen nachgehen - so als hätten sie alle Zeit der Welt.
Tauchen Sie ein... (3)
Gegenüber dem Glücksgötterschiff erblickt der Besucher einen mächtigen goldenen Buddha, der den zweiten Bereich der Abteilung ankündigt. Das Licht in den tiefer liegenden Bereichen wird geheimnisvoll bläulich. Fern ab vom Hier und Jetzt erscheinen die Gestalten, denen man nun begegnet: Tief in Meditation versunkene Buddhas, grimmige Himmelskönige, eine tausendarmige Gottheit, aber auch liebliche Göttinnen beherrschen die Szenerie.
Als das Elfenbein nach Erbach kam …

- "Frühlingserwachen"
Eine Multimedia-Präsentation leitet die Erbacher Abteilung ein. Hier wird erklärt, wie ein Odenwälder Städtchen zu einem Zentrum der Elfenbeinverarbeitung wurde. Dass der Landesherr selbst, Graf Franz I. zu Erbach-Erbach (1754–1823), hierbei eine bedeutende Rolle gespielt hat, zeigt der anschließende Bereich.
Als das Elfenbein... (2)
Die Höhen und Tiefen des Elfenbeinhandwerks in Erbach zwischen Kunst und Kommerz beleuchtet ein weiterer Teil der Ausstellung. Hier wird auch räumlich verdeutlicht, dass die Erbacher Schnitzer ab 1920 gestalterisch ganz unterschiedliche Wege gingen. Ein roter Kubus umfängt die beiden Abteilungen, in denen das künstlerische und kunsthandwerkliche Schaffen in Erbach radikal gegenüber gestellt wird. Traditionalismus und Moderne sind die Gestaltungsrichtungen, die unterschiedlicher kaum sein können.
Als das Elfenbein... (3)

- "Tausendarmige"
Am Ende des Erbacher Bereichs führen aktuelle Arbeiten der Berufsfachschule Holz/Elfenbein in die heutige Zeit zurück. Sie zeigen, welche künstlerische Haltung sich bis heute durchgesetzt hat.
Weitere Impressionen von Eric Makin
©2007 Deutsches Elfenbeinmuseum Erbach&Eric Makin
Vielen Dank an Ulrich Godenschweger !
Vielen Dank an Eric Makin für die Bilder !














