Audio-Mitschnitt des Vortrags

Einleitung

Wie wir bereits erfahren haben (siehe Vortrag, jährte sich letztes Jahr das Geschenk des Throns von König Njoya an Kaiser Wilhelm II zum 100. Mal. Gleichzeitig fand die Kamerun-Ausstellung in Zürich statt, zu der auch Berlin eine Reihe von Leihgaben, darunter einige Bamum-Stücke, beigetragen hat. So entstand in Berlin die Idee, die bisher nur zum Teil bekannte Bamum-Sammlung in ihrer Ganzheit zu bearbeiten und die Ergebnisse in einer Ausstellung sowie in Publikationen und Vorträgen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Ausstellung wird Mitte August 2009 in Berlin eröffnet.

Ich begann also Mitte letzten Jahres, in dem über 75.000 Objekte umfassenden Afrika-Magazin die heute noch vorhandenen Bamum-Stücke zu verorten. Das war insofern eine schwierige und langwierige Aufgabe, als dass viele Objekte noch nicht in die Datenbank MuseumPlus eingearbeitet waren und das Afrika-Magazin nicht nach regionalen Kriterien, sondern nach Objektgruppen geordnet ist, die Bamum-Objekte also in zahlreichen Schränken verstreut lagern. Zugleich suchte ich die gesamten Bände des Hauptkatalogs nach Bamum-Sachen durch, so dass man nun mit Bestimmtheit sagen kann, wie viele Bamum-Exponate einmal vorhanden waren, welche Stücke davon noch vorhanden sind und was Verluste in Folge des Zweiten Weltkrieges sind.

Während des Krieges wurden zahlreiche Afrika-Objekte, darunter auch der Großteil der Bamum-Sammlung, außerhalb Berlins in Sicherheit gebracht. Von den nach Osten, präziser nach Schräbsdorf in Schlesien (heutiges Polen), verfrachteten Kisten wusste man lange Zeit nicht, was mit ihnen nach dem Krieg passiert war. Noch Anfang der 1970er Jahre ging man davon aus, dass sie Kriegsverluste waren. Tatsächlich hatte die Rote Armee die Berliner Museumsobjekte aus Afrika als Kriegsbeute nach Leningrad in das Museum für Ethnographie transportiert. Ende der 1970er Jahre übergab die UdSSR der DDR bzw. dem Museum für Völkerkunde in Leipzig diese Bestände. Erst nach der Wiedervereinigung gelangten diese wieder in das Berliner Museum zurück.

Tabelle Bamum-Sammlung des Ethnologischen Museums Berlin

Tabelle: Bamum-Sammlung des Ethnologischen Museums Berlin

Von den heute vorhandenen Bamum-Sachen gehört etwa die Hälfte zu diesen so genannten Leipzig-Rückführungen. Von den ehemals 929 Bamum-Objekten, die laut Hauptkatalog vor dem Zweiten Weltkrieg existierten (insgesamt 955), sind nur noch 572 Stück vorhanden, das heißt, dass 383 Gegenstände oder 40 % des ehemaligen Bestandes als vermisst oder verschollen gelten müssen. In diesem Vortrag konzentriere ich mich bei meinen Beispielen von Bamum-Objekten auf solche, die zur Leipzig-Rückführung gehören und seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr öffentlich gezeigt wurden.

In diesem Vortrag will ich mich aber auf eine andere Frage konzentrieren, nämlich die, wie die Sammler die Objekte in Bamum erwarben und welche Vorstellungen dabei die Sammeltätigkeit beeinflussten. Dabei komme ich auch zu der Frage, welche Objekte aus welchen Gründen nicht gesammelt wurden. Meine These ist, dass das Sammeln ein Interaktionsprozess zwischen Europäern und Bamum war, bei dem auch die Bamum eine aktive Rolle spielten.

1. Historischer Rahmen: Bamum in der Kolonialzeit

Die Bamum-Sammlung im Ethnologischen Museum ist eng mit der deutschen Kolonialzeit in Kamerun verbunden, die von der Berliner Kongo-Konferenz bis zum Ersten Weltkrieg dauerte (1884-1914). Obwohl die Deutschen bereits 1892 in Bali im Kameruner Grasland eine Kolonialstation eröffnet hatten, trafen die ersten Weißen unter Leitung von Hans Ramsay[1] erst 1902 in Fumban ein.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte bereits König Njoya seit einigen Jahren (1885-1924).

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König Njoya vor dem Eingang seines Palastes. Fotografin Marie Pauline Thorbecke 1912, Inv.-Nr. 19336, Rautenstrauch-Joest Museum Köln
Bildquelle: Bildarchiv der Deutschen Kolonialgesellschaft, http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/9f/Njoja.jpg
Original-Foto laut Angabe auf Folie: M.P.Thorbecke, 1912, Inv.-Nr. 19336, Rautenstrauch-Joest Museum Köln

König Njoya zeichnete sich durch seine Offenheit gegenüber Neuem aus. Noch vor der Ankunft der ersten Europäer entwickelte er eine eigene Schrift des Bamum. Auf sein Geheiß hin wurden zahlreiche Neuerungen in den Bereichen Administration, Landwirtschaft, Technik und Militär eingeführt. Die größten Auswirkungen hatten jedoch die Innovationen in Kunst, Architektur und Design. Dafür wurden indigene Formen mit islamischen und europäischen Elementen kombiniert.

Welches Verhältnis hatte König Njoya zur deutschen Kolonialmacht? Njoya hatte von Strafexpeditionen und Racheakten der Deutschen gegen rebellierende Gruppen wie den Bafut gehört und entschied sich für einen anderen Umgang mit der deutschen Kolonialmacht. Njoya hieß die Fremden willkommen und arbeitete in bestimmten Bereichen mit ihnen zusammen. So führte er gemeinsam mit der deutschen Armee Krieg gegen Feinde wie die Nso (1906 mit Hans Glauning).

2. Wie entstand die Berliner Bamum-Sammlung? Wer sammelt auf was für eine Art und Weise?

Von der engen Beziehung zwischen Njoya und den deutschen Kolonialherren profitierten auch die Sammler von ethnographischen Objekten. Der Großteil der Bamum-Sammlung in Berlin wurde in den Jahren 1905 bis 1913 zusammengetragen. In den ersten Jahren sandten vor allem Kolonialoffiziere wie Hans Casper Gans Edler Herr zu Putlitz (55 Objekte)[2] sowie Hans Glauning (43 Objekte) ihre Erwerbungen nach Berlin. Im Gegensatz zu anderen Fällen im Kameruner Grasland sind diese Objekte gewaltfrei in die Hände der Kolonialoffiziere geraten, was sicherlich mit der kooperativen Haltung Njoyas gegenüber den Deutschen zu begründen ist. Zu diesen ersten, von Kolonialoffizieren gesammelten Objekten gelangten jedoch wenige Hintergrundinformationen in die Museen.

Diese Informationslücke schürte das wissenschaftliche Interesse auf Seiten der Museumsethnologen und war der Anlass für systematische Sammelexpeditionen. Die für die Bamum-Sammlung in Berlin wichtigste Sammelreise führte Bernhard Ankermann (1859-1943) durch.

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Prof. Dr. Bernhard Ankermann (1859-1943). Assistent und späterer Kustos der afrikanisch-ozeanischen Abteilung im Museum für Völkerkunde Berlin.

Im Auftrag des Museums begab sich der damalige Direktions-Assistent und spätere Kustos der afrikanisch-ozeanischen Abteilung in Begleitung seiner Ehefrau nach Kamerun (Stelzig 2004: 128f). Während seiner finanzierten Forschungsreise von Oktober 1907 bis Mai 1909 verbrachte er zwei Mal 1 ½ Monate in Fumban. Wie andere Europäer auch war er von Bamum und Njoya aufs Tiefste beeindruckt und brachte von dort die, wie er es formuliert, "grössten und schönsten Sammlungen" nach Hause (Ankermann 1910: 290). Insgesamt handelte es sich dabei um 761 Objekte aus Bamum, das entspricht 80 % des gesamten Bamum-Bestandes der Afrika-Abteilung.[3] Heute sind davon noch 441 Stück d.h. knapp 60 % erhalten.[4]

Neben Ankermann führte auch der Geograph Franz Thorbecke Anfang des 20. Jahrhunderts zwei Forschungsreisen im Kameruner Grasland durch.[5] Bei seiner zweiten 15-monatigen Reise wurde er von seiner Ehefrau Marie Pauline begleitet. Insgesamt erwarb Thorbecke 33 Bamum-Objekte für das Berliner Museum.

Wie und wo erwarben die deutschen Sammler die Ethnographica?

Alltagsgegenstände wurden gegen mitgebrachte Tauschartikel wie Spiegel, Löffel, Vorhängeschlösser mit Schlüssel, Tabak, Parfum oder Baumwollstoff (Kattun) eingehandelt. Die Tauschgegenstände waren zum Teil nicht von sehr hohem Wert. Auch die Geschenke, die die Fremden den Bamum mitbrachten, waren in europäischen Augen nicht sehr wertvoll. Ankermann spricht zum Beispiel davon, sich "noch ein paar Kisten von dem billigen Sekt kommen zu lassen, den ich eigens für durstige Häuptlinge mitgenommen habe" (Brief vom 2. März 1908 an den Direktor der afrikanisch-ozeanischen Abteilung des Museums für Völkerkunde in Berlin, Herrn Prof. Dr. v. Luschan E 879/08, I/MV 798).

Für wertvollere Gegenstände mussten die Sammler hingegen viel Geld bezahlen. Die Bamum waren sich des Werts bestimmter Objekte sehr wohl bewusst und verlangten einen von Ankermann, dessen Budget nicht so hoch war wie das von Thorbecke, manchmal als zu hoch beklagten Preis (z.B. 40-50 Mark für einen Halsring aus Messing ).[6]

Wie gelangten die Sammler an die Objekte?

Einige Gegenstände, darunter vor allem Naturalien (Salz, Indigo, Tabak), Armringe, Schwertscheide und Rohstoffe zur Weiterverarbeitung (Stoff), erwarben die Sammler auf dem Markt. Der Großteil wurde ihnen aber direkt in ihr Quartier gebracht.

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Verkauf von Ethnographica in der Mission. Fotograf Bernhard Ankermann 1908, Inv.-Nr. VIII A 5329, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin

Mit was für einen Ansturm dabei die Sammler konfrontiert waren, veranschaulicht das Zitat von Marie Pauline Thorbecke während ihres Aufenthalts in Fumban im Jahre 1912:

"Unser Haus ist das reine Museum; wir haben fabelhafte Schätze eingehandelt, meist von Weibern, die uns das Haus förmlich gestürmt haben, als sie merkten, dass sie bei uns Geld, Tabak, Parfums, Spiegel für ihre Töpfe, Körbe, Schmucksachen und Pfeifen bekämen; es waren wohl 300 bis 400 Weiber auf einmal da, alle schrieen zu gleicher Zeit, hielten uns ihre Sachen entgegen, zerbrachen das Gitter der Veranda und wurden schließlich, als es ihnen nicht schnell genug ging, so ungebärdig, dass wir die Türen des Hauses schlossen und den Hund losließen, der sie mit wütendem Bellen rasch vertrieb. Jetzt kommen ab und an noch einzelne, da wir nur mehr besonders schöne oder alte Sachen kaufen" (Thorbecke, 1914: 54).

Das Zitat verdeutlicht, wie aktiv die Bamum, vor allem Frauen, die Gegenstände den Europäern anboten. Auch König Njoya beteiligte sich über Mittelsmänner an den Verkaufs- und Tausch¬interaktionen mit den Fremden.

Neben den unsystematischen Erwerbungen von Kolonialoffizieren und den mehr oder weniger gezielt angelegten Sammlungen von Wissenschaftlern muss noch eine weitere wichtige Erwerbungsquelle für die Museen genannt werden: Geschenke.

Zum einen waren Geschenke Zeichen der Ehrerbietung und Gastfreundschaft gegenüber den Fremden. Fremde wurden außerdem reichlich bewirtet. Untergebracht waren sie in eigenen Gästehäusern, was als Nebeneffekt die Kontrolle über ihre Mobilität garantierte. Zum anderen war der Austausch von Geschenken aber eine im gesamten Kameruner Grasland verbreitete Tradition, um die Verbundenheit zwischen zwei Personen oder Gruppen zu festigen. Geschenke zwischen ebenbürtigen Herrschern konnten dabei Dankeserweisung für militärische Kooperationen sein, wurden aber immer auch in Hinblick auf politische Vorteile und Allianzen gemacht. In diesem Sinne kann auch das Geschenk des Throns von König Njoya an Kaiser Wilhelm II. verstanden werden.

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Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin. Kalebasse von König Njoya an Gouverneur Seitz 1910, Inv.-Nr. III C 25933. Tasche von Königinmutter an Hans Glauning 1908/10, Inv.-Nr. III C 23748. Hocker von König Njoya an Kaiser Wilhelm II 1905, Inv.-Nr. III C 19141.

Während die Deutschen seine Geschenke als Loyalität und Freundschafts¬bekundungen interpretierten, wandte Njoya Toleranz und Großzügigkeit gegenüber den Deutschen bewusst als politische Strategie an, um eine bessere Ausgangslage im Kolonialgefüge und im Handel zu erhalten.[7]

3. Welche Vorstellungen beeinflussten die Sammeltätigkeit?

Bei der Frage, welche Vorstellungen das Sammeln beeinflussten, konzentriere ich mich auf Bernhard Ankermann. Ankermann war neben Fritz Graebner der wichtigste Vertreter der heute als überholt geltenden Kulturkreislehre bzw. der kulturhistorischen Methode.[8] Ziel war, verschiedene Kulturelemente aus unterschiedlichen Regionen miteinander zu vergleichen und sie nach Übereinstimmungen zu überprüfen. Zu den Kulturelementen gehörte neben Religion, Wirtschaft und Verwandtschaft vor allem die materielle Kultur. Dabei wurde nach Übereinstimmungen in Form, Zweck, Material, Bedeutung und insbesondere in der Ornamentik der Objekte gesucht. Die Übereinstimmungen verweisen für Vertreter der Kulturkreislehre darauf, dass es historische Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen gäbe und sie zu einem "Kulturkreis" gehören. Insbesondere Ankermann nahm an, dass sich diese Kulturelemente mit den Trägern der Kultur durch Migrationen verbreitet haben. Dahinter steckt die Vorstellung, dass Innovationen zum einen selten sind und zum anderen zwei Dinge nicht unabhängig voneinander an unterschiedlichen Orten auftreten bzw. erfunden werden können, sondern Übereinstimmungen immer auf einen genetischen Zusammenhang in der Vergangenheit hinweisen.

Ankermann und Graebner waren vor allem an übereinstimmenden Elementen zwischen Afrika und Asien interessiert, um ihre in evolutionistischer Tradition formulierte These zu untermauern, dass die Kulturen in Afrika von Asien abhängig seien, d.h. durch Migrationen aus Asien beeinflusst wurden. Der so genannte westafrikanische Kulturkreis habe z.B. mit dem ostpapuanischen, also indonesischen Kulturkreis Gemeinsamkeiten. Dazu zählte Ankermann so disparate Dinge wie Geheimbünde und Masken, Anthropophagie (Kannibalismus), Rohr- und Holzschilde, das Klangbrett als Urform der Marimba und die Panpfeife.

Das Kameruner Grasland war für Ankermann als Reiseziel nicht nur interessant, weil es als deutsche Kolonie eine gute Infrastruktur für seine Forschung bot, sondern auch, weil es sich zur Untermauerung seiner theoretischen Überlegungen anzubieten schien. Das Grasland bildete eine Kontaktzone zwischen den von Ankermann vorher konstruierten westafrikanischen und sudanesischen Kulturkreisen. Ich will hier nicht weiter auf die gescheiterten Versuche der Differenzierung der verschiedenen Kulturkreise eingehen, als vielmehr die Folgen dieser Theorien für die Sammeltätigkeit erläutern.

Wie beeinflussten Ankermanns theoretische Überlegungen seine Sammeltätigkeit? Wie in seiner "Anleitung zum ethnologischen Beobachten und Sammeln" (1914) beschrieben, solle systematisch ein "Inventar des gesamten Kulturbesitzes" einer Gruppe angelegt werden. Dahinter steckte die damals verbreitete Idee, man müsse die vor dem Aussterben bedrohten Kulturen Afrikas retten, indem man ihre materielle Kultur in die Museen nach Europa "in Sicherheit" brachte. Zu diesem Inventar gehörten zum einen "Prunkstücke", an denen, so Ankermann, die "Kunstfertigkeit eines Volkes" zu erkennen sei.

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Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin. Halsreif 1908, Inv.-Nr. III C 25123. Elfenbeinarmspange 1908, Inv.-Nr. III C 25158. Mützennadel 1908, Inv.-Nr. III C 25089.

Zum anderen sollten Alltagsgegenstände aus allen Bereichen die Lebensweise der Menschen verdeutlichen. Um "ein möglichst erschöpfendes Bild der Kultur des betreffenden Stammes" zu erhalten, "strebe man nach Vollständigkeit" (Ankermann 1914: 9). Die Spannbreite in Ankermanns Bamum-Sammlung reichte deshalb über solch disparate Gegenstände wie Masken, über Musikinstrumente hin zu Perückenteilen.

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Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin. Kopfaufsatzmaske 1908, Inv.-Nr. III C 25605. Perückenteil für Frauen 1908, Inv.-Nr. III C 25101. Saiteninstrument 1908, Inv.-Nr. III C 25632.

Ankermann erwarb nicht nur ein Exemplar jedes Objekttyps. Im Gegenteil, es finden sich Objekttypen in unzähligen Variationen. Ankermann forderte, "neben den typischen Formen mit allen Varietäten auch stets ornamentierte Exemplare" zu sammeln. Begründet ist dies in der Kulturkreislehre. Anhand der Analyse der Varietäten der Ornamentik wurde die Rekonstruktion von Kulturkreisen vorgenommen.

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Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin. Korbwaren 1908, Inv.-Nr. III C 25329-25364.
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Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin. Pfeifen 1908, Inv.-Nr. III C 25557-25578.

4. Was wurde nicht gesammelt?

Gleichzeitig beeinflussten Ankermanns theoretische Annahmen aus der Kulturkreislehre auch die Entscheidung, was nicht gesammelt wurde. Zwar sollte alles, "was die Eingeborenen selbst anfertigen und gebrauchen" (Ankermann 1914: 8), gesammelt werden, davon ausgeschlossen waren aber ausdrücklich von Europa importierte oder beeinflusste Objekte. Nur wenn aus Europa stammende Perlen oder Baumwollstoffe lokal weiterverarbeitet wurden, wurden die daraus gefertigten Schmuck- oder Kleidungsstücke als sammlungswürdig erachtet. Der europäische Einfluss wurde von Ankermann – wie von anderen Zeitgenossen – als "Degeneration" der lokalen Kultur interpretiert (Ankermann 1902: 275). Für Ankermanns Sammeltätigkeit bedeutete es, dass er zwar perlenüberzogenen Schmuckstücke, Kalebassen und Throne etc. erwarb, aber weder Rohmaterialien noch Gegenstände, die zwar in Fumban hergestellt waren, aber anscheinend zu sehr den europäischen Vorbildern ähnelten.

Damit sind z.B. die Militäruniformen gemeint, die König Njoya im Stil der preußischen Armee für seine Soldaten herstellen ließ (FOTO SOLDATEN + ORDEN).

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Soldaten mit Uniformen im Husarenstil. Fotograf Bernhard Ankermann 1908. Inv.-Nr. VIII A 6480. Ethnologisches Museum, Staatliche Museen Berlin

Meines Wissens finden sich solche Exemplare nicht oder wenn nur in geringem Umfang in europäischen Sammlungen.

Dass solche Neuerungen keineswegs wie früher als Nachahmung, Übernahmen, Anpassung oder gar Degeneration interpretiert zu werden brauchen, macht das Beispiel eines Ordens deutlich, den Bernhard Ankermann aus Bamum mitbrachte (auf Foto rechts zu sehen). Funktion und Form des Ordens wurden von europäischen Vorbildern übernommen, nicht aber die Art der Ausfertigung bzw. das Material. Die Orden sind im typischen Bamum-Stil für Prestigeobjekte mit Perlenstickerei verziert und weisen eine indigene Ikonographie auf. So verweist das Zickzackmuster als Symbol für Speere auf die Kriegertradition der Bamum. Es handelt sich aus heutiger Sicht nicht um eine Degeneration, sondern um kreative Aneignung, bei der fremde Elemente in die lokale Kultur integriert wurden und eine neue Bedeutung erhielten.

Ebensowenig war Ankermann als Vertreter der Kulturkreislehre an weiteren Innovationen in der Textilproduktion und -verarbeitung interessiert. Inspiriert von islamischen und europäischen Einflüssen führte König Njoya zum Beispiel neue Techniken des Webens, Färbens, Stickens und Nähens ein. In den Werkstätten des Hofes arbeiteten zeitweise bis zu 300 Weber. Der König selbst entwarf Stoffmuster und Kleiderschnitte für sich und seine Frauen.[9]

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König Njoya mit Frau und Tochter. Fotograf Eugen Schwarz 1912. Inv.-Nr. QE 30.013.0011, Archiv der Basler Mission.

Die Kontrolle über das neue Handwerk und Design entsprach laut Christraud Geary der Bamum-Tradition, dass der König die visuelle Sphäre des Landes bestimmt. Damit wurde seine Herrschaft inner- und außerhalb von Bamum legitimiert.

Auch islamisch beeinflusste Kleidung aus Bamum wurde nicht von europäischen Sammlern erworben. Im Jahre 1894 konnte König Njoya einen Aufstand von Rivalen nur mit Hilfe der muslimischen Fulbe abwehren, die bis dahin als Feinde der Bamum gegolten hatten. Als Dank und Ehrerweisung konvertierte Njoya mit der höfischen Elite nominell zum Islam. Wichtiger war aber die Übernahme der Vollbekleidung im Stil der Hausa.[10] Als einige Jahre später die ersten Europäer nach Fumban kamen, war diese Bekleidung am Hofe und vor allem unter männlichen Würdenträgern und Familienchefs gang und gebe.

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König Njoya in islamischer Kleidung (ca. 1870-1933). Fotograf Bernhard Ankermann 1908. Inv.-Nr. VIII A 5431. Ethnologisches Museum Berlin.

Zunächst wurden solche Textilien aus dem Norden importiert. Jedoch begannen unter König Njoya auch die Bamum im großen Umfang, solche Stoffe herzustellen und zu verarbeiten.

Neben des Einflusses der Kulturkreislehre ist meiner Meinung nach auch ein Grund für das Fehlen solcher Textilien in europäischen Sammlungen, dass es sich um einen islamisch beeinflussten Kleidungsstil handelte. Die damaligen Ethnologen widmeten sich generell nicht der Erforschung dieser geschichtsträchtigen Religion und Schriftkultur. Der Islam wurde nicht als Teil der genuin afrikanischen "Urkultur" mit Ahnenkult, Animismus und "Fetischglauben" angesehen und gehörte damit nicht in den Bereich ethnologischer Studien, was wiederum Auswirkungen auch auf die Sammeltätigkeit hatte.[11]

5. Aktive Rolle der Bamum

Aber nicht nur die theoretischen Vorstellungen der Europäer beeinflussten die Sammeltätigkeit. Auch die lokalen Akteure hatten eine aktive Rolle inne bei der Auswahl dessen, was gesammelt wurde und was nicht. Wie wir bereits gehört haben, brachten zahlreiche Bamum, darunter vor allem Frauen, ihre Alltagsgegenstände, aber auch Prestigeobjekte zu den Fremden, um sie gegen europäische Waren zu tauschen. Auch König Njoya betrieb aktiv den Handel von ethnographischen Objekten mit den Europäern.

Schon wenige Jahre nach der Ankunft der ersten Deutschen begann außerdem die Kunstproduktion für den europäischen Markt.[12] Die Bamum-Handwerker stellten sich schnell auf die steigende Nachfrage an ethnographischen Objekten, wie z.B. Trinkhörner, Perlenobjekten, Messing- und Tonpfeifen, ein und experimentierten mit neuen Formen und Materialien. Unterstützung erhielten sie dabei von König Njoya.

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Kunstproduktion für fremde Kunden. Fotograf Eugen Schwarz 1912. Inv.-Nr. E 30.33.051. Archiv der Basler Mission.

Im Zuge der Konflikte mit der Kolonialverwaltung und globalen Einflüssen lösten sich die traditionellen Strukturen im Palast auf. Der König verlor sein Monopol im Handel und im künstlerischen Bereich. Njoya erkannte diesen Wandel und veranlasste deshalb in einer, wie Christraud Geary es formuliert, "Mischung aus Innovationsgeist und Resignation" Reformen. Bestimmte Privilegien für sich und seine Elite wurden abgeschafft. Ab diesem Zeitpunkt hatten zum Beispiel alle das Recht, königliche Materialien wie Messing und Elfenbein sowie königliche Motive wie die doppelköpfige Schlange zu verwenden. Diese Reformen ermöglichten es den Handwerkern, unabhängig vom König für fremde Kunden zu produzieren. So gelangten zahlreiche Pfeifen, Töpfe oder Trinkhörner in europäische Sammlungen, die wohl nie im Gebrach waren, sondern gezielt für die neuen Kunden hergestellt worden waren.

Aber nicht alle Gegenstände überließen Bamum den Europäern als Ware. Es gab auch Objektgruppen, die nicht oder nur im geringem Umfang an fremde Kunden, trotz deren Interesse, verkauft bzw. eingetauscht wurden. Dazu zählen z.B. Objekte aus dem rituellen Bereich. Ein Beispiel sind Kalebassen mit menschlichen Unterkiefern oder Ahnenschädel.

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Kalebasse mit menschlichen Unterkiefern. Museum of Fine Arts Boston in Geary 2007: Abb. 55.

An solchen Gegenständen war besonders der damalige Direktor des Berliner Museums, Felix von Luschan, interessiert. Als Mediziner und physischer Anthropologe wollte er damit Rassenfragen und Mechanismen der menschlichen Vererbung erforschen. Seine Mitarbeiter hielt er deshalb an, möglichst viele Anthropologica, also menschliche Schädel oder andere Skelettteile, von ihren Reisen mitzubringen. Trotz Drängens von seitens seines Vorgesetzen war Bernhard Ankermann im Kameruner Grasland nicht erfolgreich, wie dieser Brief aus Fumban belegt:

"Mit den Schädeln wird es wohl seine Schwierigkeiten haben. Ich weiß, dass hier eine Menge Banso-Schädel vorhanden sind, aber ich glaube nicht, dass die Leute sie hergeben. Die Unterkiefer sind alle zur Verzierung von Kalebassen verwendet worden; man sieht solche häufig in den Häusern; aber ich habe mich bisher vergeblich bemüht, eine solche zu erwerben. Die Leute lehnten jedes Kaufangebot von vornherein ab" (Brief vom 26. April 1908 an den Direktor der afrikanisch-ozeanischen Abteilung des Museums für Völkerkunde in Berlin, Herrn Prof. Dr. v. Luschan E 1421/08, I/MV 798).

Der Schädel und andere Körperteile eines Menschen hatte auch nach dem Tod eine rituelle Bedeutung bei den Bamum. Im Krieg versuchten Bamum-Kämpfer nicht nur, ihre Feinde zu töten, sondern danach den Kopf des Feindes an sich zu bringen und als Kriegstrophäe mit nach Hause zu nehmen (Geary 1983: 47). Die Kalebassen mit Unterkiefern von besiegten Feinden wurden z.B. bei Tänzen anlässlich von Siegeszeremonien benutzt. Die Geräusche, die sie machten, evozierten den Preisgesang der besiegten Feinde auf die Sieger (Geary 2007: 138f). Auch der Schädel von unloyalen Untertanen oder Konkurrenten wurde nach ihrem Tode aufbewahrt oder zu Objekten wie Trinkgefäßen umgestaltet. Ihre wiederholte Benutzung oder Beopferung war ein symbolischer Akt der Unterwerfung bzw. Zeichen der Überlegenheit.

Ebenso wichtig waren die Schädel von verstorbenen Königen oder anderen hoch stehenden Personen. Diese wurden nicht nur zur Ahnenverehrung an heiligen Orten aufbewahrt, sondern ihr Besitz war auch die Legitimation für die Macht und das Amt des Nachfolgers. Zu Beginn der Kolonialzeit waren die Kalebassen mit Unterkiefern und andere Objekte aus Menschenteilen noch im familiären Besitz und waren von so großer ritueller Bedeutung, dass sie nicht oder selten veräußert wurden. Erst später gelangten insbesondere Kalebassen mit Unterkiefern vereinzelt in den Kunsthandel (Abb. 55 in Geary 2007: 139, z.B. musée du quai Branly Labouret). Dies kann dahingehend interpretiert werden, dass sie ihre Bedeutung im rituellen Bereich verloren und in einem Prozess der Kommodifizierung dem Verkauf nichts mehr im Wege stand.

6. Fazit

Als Fazit möchte ich noch einmal drei Punkte zusammenfassen, die in diesem Vortrag für das Verständnis der in diesem Vortrag erwähnten gegenseitigen Aneignungsprozesse von Bedeutung sind:

  • Zum ersten habe ich am Beispiel von Bernhard Ankermann und der Berliner Bamum-Sammlung gezeigt, wie evolutionistische Ideologie und Theorien der Kulturkreislehre die Sammeltätigkeit der Europäer in Bamum beeinflussten. Genauso wichtig zu analysieren, was gesammelt wurde, ist dabei auch die Frage, welche Objekte aus welchen Gründen nicht gesammelt wurden.
  • Zum zweiten sollte bei der Forschung zu Sammlungen und ihrer Geschichte berücksichtigt werden, dass es sich beim Erwerb der Objekte immer um einen Interaktionsprozess zwischen Sammlern und lokaler Bevölkerung handelte, der ebenso aktiv von letzteren mitgestaltet wurde. Für den Fall Bamum habe ich deutlich gemacht, dass die lokalen Akteure sowohl am Verkauf und der Produktion für den europäischen Markt beteiligt waren als auch bestimmte rituelle Objekte den Europäern vorenthielten.
  • Drittens habe ich angesprochen, wie die Bamum, allen voran König Njoya, islamische und europäische Elemente aufnahmen, transformierten und in ihre eigene Kultur integrierten. Damit reiht sich das Fallbeispiel Bamum in aktuelle ethnologische Studien zu Lokalisierungs- und Globalisierungsprozessen ein, in denen die Aneignung des Fremden weniger als Resistenz gegenüber dem Fremden oder als Invasion des Fremden interpretiert wird sondern als Indikator für aktives, kreatives und vitales Handeln (auf lokaler Ebene unter globalen Einflüssen).
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König Njoya mit Begleiterin. Fotograf anonym. Inv.-Nr. VIII A 18139. Ethnologisches Museum Berlin.

NJOYA in europäischen Klamotten: Das Portrait zeigt die Selbstverständlichkeit, mit der der innovative König neue Moden aufnahm und sich darin selbst inszenierte.

Anmerkungen/Fußnoten

[1] Nach seiner Ausscheidung aus dem Militärdienst für die deutschen Schutztruppen leitete Ramsay als Generalbevollmächtigter der Gesellschaft Nordwestkamerun die Geschäfte und trag 1902 als erster Europäer in Bamum ein (Hoffmann 2007 II: 159).

[2] Freiherr Gans Edler Herr zu Putlitz (1879-ca. 1911?) als Leutnant in der Schutztruppe für Kamerun in Bamenda von 6.1.1904 bis 31.3.1906 stationiert (Hoffmann 2007, Teil II: 97). Gans Edler Herr zu Putlitz brachte die beiden Perlen überzogenen Kalebassen (III C 21029 a,b, III C 20707) mit anderen bedeutenden Objekten von seiner Dienstzeit in Kamerun zurück.

[3] Daneben machte er zahlreiche Phonogramm-Aufnahmen (55 Walzen u.a. Bamum, Ziegler 2006: 79f) und Fotographien (heute noch 115 Fotos erhalten) für das Museum.

[4] Davon Leipzig-Rückführung: 223 Objekte.

[5] Bei der ersten Reise (1907-1908) war Thorbecke Assistent des Geographen Hassert. Im Jahre 1911-13 verbrachte Thorbecke mit seiner Frau Marie Pauline und dem Geographen Leo Waibel als Assistenten ein zweites Mal fünfzehn Monate zu Forschungszwecken in Kamerun. Unterstützt von der Stadt Mannheim sowie Deutschen Kolonialgesellschaft verfügte er über ein großzügiges Reisebudget von 43.000 RM, mit dem er eine 1300 Stück umfassende ethnologische Sammlung für das Reiß-Museum anlegte (Stadt Mannheim ???: nicht nummeriert 4).

[6] 40-50 Mark würden heute etwa 172-215 Euro entsprechen (http://fredriks.de/HVV/kaufkraft.htm).

[7] Aufschlussreich ist, dass nicht nur König Njoya Geschenke machte, sondern auch seine Mutter Mutter Njapndunke (z.B. Tasche an Glauning III C 23748).

[8] Kritikpunkte an Kulturkreislehre: Innovationen möglich;

[9] Dabei wurde er von islamischen Kleidertraditionen, aber auch von Gewändern europäischer Aristrokratinnen sowie einem Modekatalog, der er von Missionaren erhalten hatte, inspiriert (Geary 2008: 60).

[10] Davor waren Lendenschürze aus Rindenstoff als Bekleidung üblich (Geary 1983: 100). Im begrenzten Umfang wurden im 19. Jahrhundert auch Stoffe aus gewebter, dunkel gefärbter Baumwolle hergestellt (101). Daneben gelangten wertvolle Stoffe aus weißer und indigoblauer Baumwolle (doma oder Bikom-Stoffe) von Norden über Handelsrouten nach Bamum (101).

[11] Es gab eine akademische Grenze zwischen den Orientalisten, spezialisiert in Schriftzivilisationen, und Ethnologen, spezialisiert in "native live" (Saul 2006: 3). Letztere waren weniger an historischen Fragen und Entwicklungen interessiert, weshalb der islamische Einfluss in Afrika kaum untersucht wurde (4). Um die koloniale Eroberung in Afrika zu rechtfertigen, wurden die vorkolonialen Beziehungen (d.h. auch vor den europäischen Entdeckungsfahrten im 16. Jh.) zwischen Afrika und dem Rest der Welt, via Islam, ignoriert.

[12] Zum Ausbau des Kunstmarktes in Fumban ab den 1920er und 1930er Jahren siehe Geary 2007.

Literatur/Quellen

Ankermann, Bernhard (1902), "Besprechung: Hutter, Franz: Wanderungen und Forschungen im Nord-Hinterland von Kamerun. Mit 130 Abbildungen und 2 Karten-Beilagen. Braunschweig, Vieweg & Sohn, 1902", Zeitschrift für Ethnologie, 34: 275-276

Ankermann, Bernhard (1905), "Kulturkreise und Kulturschichten in Afrika", Zeitschrift für Ethnologie, 37: 54-90

Ankermann, Bernhard (1910), "Bericht über eine ethnographische Forschungsreise ins Grasland von Kamerun", Zeitschrift für Ethnologie, 42: 288-310

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Vielen Dank an Dr. Michaela Oberhofer.

Autor
Dr. Michaela Oberhofer
Verpflichtende Zitierweise zum Artikel

Zwischen Tradition und Innovation. Die Geschichte der Bamum-Sammlung des Ethnologischen Museums Berlin; Dr. Michaela Oberhofer; 2009; https://www.about-africa.de/kamerun-nigeria/108-tradition-innovation-geschichte-bamum-sammlung-berlin

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