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EIN GEMEINNÜTZIGER VEREIN ALS NEUTRALES FORUM DER BEGEGNUNG

EIN GEMEINNÜTZIGER VEREIN ALS NEUTRALES FORUM DER BEGEGNUNG

von Museum - Universität - Sammlern - Händlern

Die ‚Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur e.V.' ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Zweck "das Verständnis für afrikanische Kultur und Geschichte zu wecken und zu vertiefen".

Ein wesentliches Ziel ist es, die Begegnung zwischen Menschen und Gruppen zu organisieren, die sich mit der Kunst und Kultur Afrikas beschäftigen. Unser Anspruch ist es, eine gemeinsame gegenseitige Weiterbildung zu organisieren, offener Austausch und demokratische Diskussion sind die Grundlage.

Die Tagungen finden ausschliesslich in Ethnografischen Museen statt, zwei Mal jährlich an einem Wochenende im Mai und Oktober. Das Programm wird gemeinsam mit dem jeweiligen Museum gestaltet. Ist eine Universität am Veranstaltungsort wird die Zusammenarbeit gesucht, DozentInnen halten Vorträge und StudentInnen werden eingeladen. Außer Vorträgen zu traditioneller und moderner afrikanischer Kunst und Kultur, sowie zur aktuellen Situation von Museen, werden SammlerInnen in Interviews befragt. Der offi - zielle Teil der Tagung beginnt jeweils Freitag Abend mit einem Film und endet am Sonntag mittag mit einem Lichtbildervortrag wechselnder ReferentInnen zum Thema "Menschen in Afrika heute". Im Rahmenprogramm der Tagungen besuchen wir zwei bis drei vor Ort lebende Sammler.

Ein anderer Tagungstyp mit weniger Vorträgen, dafür intensiver Gruppenarbeit und Diskussion ist die systematische Arbeit mit Sammlungsbeständen in Museen. Ausgehend von dem Gedanken, daß in jeder Museumssammlung ungehobene Schätze, Fehlzuordnungen und gut dokumentierte Export-Ware zu fi nden sind, haben wir diese Tagungsform erstmals in Bremen ansatzweise versucht und vier Jahre später in St. Gallen konkret umgesetzt. Die Ergebnisse werden demnächst auf der Internetseite des Vereins zur allgemeinen Diskussion gestellt.

Seit einigen Monaten liegen die Ergebnisse einer ersten Mitgliederumfrage vor. Wo erwerben deutsche Sammler ihre Stücke und wie bewerten sie die deutschen Händler und Auktionatoren? Die Ergebnisse sind statistisch ausgewertet, es werden lediglich die meistgenannten und bestbewerteten Händler erwähnt. Diese Umfrage werden wir in Zukunft regelmässig durchführen.

In den nächsten Jahren werden wir weiterhin die sehr schlecht finanzielle und personelle Situation vieler Museen thematisieren. Außerdem auch die Gutachter-Situation im Bereich Afrikanische Kunst in Deutschland. Während die meisten Berufszweige (Ärzte, Ingenieure, Piloten etc.) nicht nur einmalige Prüfungen ablegen, sondern regelmässig ihr Wissen aktualisieren und beweisen müssen, ist dieser Standard bei den Gutachtern kein Thema.

Die Tagungen werden im Internet für die Allgemeinheit veröffentlicht, soweit es die Vereinsfinanzen zulassen und es die ehrenamtlich Arbeitenden schaffen.
www.freunde-afrikanischer-kultur.de und www.about-africa.de

Autor

  • Kunst&Kontext

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