In Andenken an Etoé Tupari und Njengerei (Andere) Makurap.

Sharing Cultural Heritage - Sammlungen als Ausgangspunkte von Begegnungen

Wir verwalten in unseren völkerkundlichen Museen ein gemeinsames Weltkulturerbe, ein großes Potenzial der friedlichen Begegnung mit vielen Menschen und Gemeinschaften der Welt.

Seit den 1970er Jahren ist das Interesse indigener Gruppen und Nationen an den Beständen ihrer materiellen Kultur in den völkerkundlichen Museen festzustellen (vor allem der "Inuit" und der "Native Americans and First-Nations" Nordamerikas). In den letzten Jahren treten auch vermehrt indigene Gruppen aus Südamerika an ethnologische Museen heran. Die, in völkerkundlichen Museen aufbewahrten, Sammlungen sind Weltkulturerbe einer besonderen Art, denn sie verbinden die Nachfahren der Hersteller in Südamerika und die Nachfahren der Sammler in Europa durch eine gemeinsame Sammlungsgeschichte.

In den Ethnografi schen Museen Deutschlands und Europas lagern hunderttausende von Gegenständen tausender verschiedener Völker und Gemeinschaften dieser Welt.

Für uns in Europa eine unübersehbare Vielfalt, die wir mit Mühe verwalten, erhalten und davon maximal drei bis fünf Prozent ausstellen; Gegenstände deren Bedeutung wir nicht kennen.

Für die Nachfahren der Hersteller ist es jeweils ihre Geschichte und Kultur. Aus wissenschaftlichen Gründen vor Jahrzehnten gesammelt, sind die Fotos, Tonaufnahmen und Gegenstände für sie Zeugnisse der eigenen Vergangenheit und können Ausgangspunkt kultureller Rückbesinnung und Stärkung des kollektiven Selbstbewusstseins sein. Andererseits kann das heute noch vorhandene Wissen der Indigenen sehr wesentlich die Dokumentation, der, in Europa aufbewahrten, Sammlungen ergänzen.

Diese Zusammenarbeit, ausgehend von der materiellen Kultur, könnte ein wichtiger zukünftiger Bestandteil der Arbeit völkerkundlicher Museen sein. Es könnten jedes Jahr Begegnungen mit Ge-meinschaften verschiedenster Länder stattfi nden. Das mühsame Anlegen und der aufwendige Erhalt der Sammlungen erhält einen Sinn, der von einigen, wenigen Sammlern vorausgedacht wurde.

Die Guapore-Marmore-Region im Bundesland Rondonia, Brasilien

09-KarteSnethlageCaspar smaller

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Das brasilianische Bundesland Rondonia trägt seit 1956 diesen Namen zu Ehren des General Candido Mariano da Silva Rondon (1865- 1958), der den brasilianischen Indianerschutzdienst SPI begründete. Es grenzt an die bolivianischen Bundesländer Santa Cruz und Beni. Der Grenzfl uss wird auf der brasilianischen Seite Rio Guapore, auf der bolivianischen Seite Rio Iténez genannt.

Bei Surpresa (Brasilien) und Puerto Avaroa (Bolivien) mündet der Guapore in den Rio Marmoré.

Bei der brasilianischen Kleinstadt Guajará-Mirim vereinigen sich Marmoré und Beni zum Rio Madeira, der nach etwa 1.000 km in den Amazonas mündet.

Vom 16. bis 18. Jahrhundert wurden die Waldbewohner der brasilianischen Seite von den eindringenden Europäern und Missionaren kaum berührt, wenn sie sich die Nebenfl üsse aufwärts zurückzogen. Viele Ethnien Rondonias kamen erst nach dem 2. Weltkrieg, in den 1950iger bis 1970iger Jahren, in dauerhaften Kontakt mit der brasilianischen Gesellschaft. In den 1960iger Jahren wurden Strassen zur Erschliessung und Anbindung Rondonias durch den Urwald gebaut, mit dem Ergebnis, daß seitdem etwa 50% des ursprüngliches Waldbestandes verschwunden, grosse Teile der ehemaligen Gebiete Indigener Völker durch Viehzüchter besetzt und ganze Völker entweder ausgelöscht oder extrem reduziert sind. Im Jahr 2002 lebten laut CIMI (Conselho Indigenista Missionário) etwa 6.900 Indigene in Rondonia, darunter mindestens 10 isolierte Gruppen (Isolados); 36 Indigene Völker (povos indigenas) in 20 Terra Indigenas (TI), d.h. auf etwa 12% der Fläche Rondonias. Die meisten, aber nicht alle TI sind endgültig demarkiert. So ist z.B. die Situation des TI Omere (Isolados der Akunsu und Kanoe) immer noch unbefriedigend.

  • Nur wenige Wissenschaftler/Reisende hatten bis Anfang der 1960iger Jahre in diesem Gebiet friedliche Kontakte mit Indigenen:
  • Der schwedische Forscher Erland Nordenskiöld besuchte 1914 ein Dorf der Huari (Massacá) am Rio Corumbiara, seine Sammlungen befi nden sich im Värdskulturmuseet Göteborg;
  • Der britische Oberst Percy H. Fawcett war 1914 am Rio Colorado bei den Mashubi (Arikapu), wo seine Sammlungen sind, weiß ich nicht.
  • Der deutsche Ethnologe Heinrich E. Snethlage bereiste in den Jahren 1933/34 den unteren Rio Guapore und besuchte Dörfer der More-Iteaureauhip. Anschliessend war er im Einzugsgebiet der Flüsse Mequens, Colorado, Branco, rechtsufrigen Zufl üssen des Rio Guapore, und begegnete dort Gruppen der Arua, Arikapu, Jabuti-(Djeoromitxi), Makurap, Tupari, Wayuru, Amniapä- Mampiapä, Guaratägaja, Kumana. Die Sammlungen befi nden sich im Ethnologischen Museum Berlin.
  • Der Schweizer Ethnologe Franz Caspar, der sich, in den Jahren 1948 und 1955, insgesamt etwa sieben Monate bei den Tupari aufhielt, lieferte seine Sammlungen an die Völkerkundeuseen in Basel, Bremen und Hamburg.
  • Der Journalist Tibor Sekelj war im Jahr 1948 am Rio Branco, seine Sammlungen sind im Familienbesitz.
  • Die österreichische Ethnologin Etta Becker-Donner war in den Jahren 1954 und 1956 bei den Kanoe (Posto Ricardo Franco) und besuchte ein Dorf der Pacaas Novas (Wari), die Sammlungen sind im Museum für Völkerkunde Wien.
  • Der französische Ethnologe Claude Levi-Strauss war im Jahr 1939 bei den Monde (Salamai), diese Sammlungen sind im Musée du quai Banly Paris.
  • Der deutsch-brasilianische Journalist Jesco von Puttkamer hat einige Erstkontakte in den 1960iger und 70iger Jahren fotografi sch dokumentiert (z.B. Cinta Larga), sein Nachlaß ist an der katholischen Universität von Goiana (Goias) und teilweise bei Roland Garve in Lüneburg.

Meist waren es kurze Begegnungen von wenigen Tagen oder Wochen bei den einzelnen Gruppen. Nordenskiöld, Fawcett, Sekelj, Snethlage und Caspar veröffentlichten ihre Ergebnisse in Form von Reiseberichten. Weiterhin liegen von Becker-Donner, Snethlage und Caspar einige Fachartikel vor. Das einzige Werk, welches das Prädikat ‚Monographie' verdient, wurde von Franz Caspar über die Tupari verfasst und erschien erst 1975. (Wie so häufi g in der Ethnologie war Geldmangel hierfür verantwortlich.) Snethlage verstarb leider sehr früh, im Jahr 1939. Seine Forschungsergebnisse sind nur zu einem sehr kleinen Teil veröffentlicht. Sein Sohn Rotger Snethlage hat in den letzten vier Jahren das Tagebuch seines Vaters digitalisiert und arbeitet derzeit an der letzten Hälfte des Index. (Auch hier ist nicht klar, ob und wann dieses überaus wichtige Werk erscheinen wird.)

Gut dokumentiert, d.h. mehrfach in europäischen Museumssammlungen vertreten, sind nur einige Nambikwara-Gruppen. Von den meisten anderen Ethnien Rondonias gibt es nur unvollständige oder keine Sammlungen. Nach wie vor gilt ein Satz von Franz Caspar: "Das rechtsufrige Hinterland des mittleren Rio Guapore und das nördlich daran grenzende Einzugsgebiet des Rio Jiparana (alter Name: Rio Machado) gehören zu den ethnografi sch am wenigsten bekannten Teilen Brasiliens." (Caspar 1970, S.1)

Seit den 1990iger Jahren und vor allem seit dem Jahr 2000 arbeiten LinguistInnen in dem Gebiet, viele Projekte von der VW-Stiftung fi nanziert, sie bezeichnen die Guapore-Marmore-Region als eine der interessantesten Gebiete der Welt (Crevels und van der Voort 2008, S.1). Fast alle wichtigen Sprachfamilien Südamerikas sind vertreten: Arawak, Tupi, Pano, Chapacura, Jabuti, Tacana, Nambikwara und mindestens 11 nichtklassifi zierte (isolierte) Sprachen (z.B. Aikana, Kanoe, Kwaza, Irantxe). Viele dieser Sprachen sind stark bedroht, mehr als die Hälfte mit weniger als 50 Sprechern und ein Drittel mit weniger als 10 Sprechern.

Aruá, Djeoromitxi (Jabuti), Kanoé, Makurap, Tupari

In den zwei Reservatsgebieten TI Guapore (1996 ratifi ziert) und TI Rio Branco (1986 ratifi ziert) leben heute mindestens Vertreter folgender Ethnien (CIMI, 2002): Arikapu, Arua, Ajuru (Wayuru), Djeoromitxi (Jabuti), Kampe, Kanoe, Makurap, Tupari und Sakirap (Sakirabiat oder Mequens). Bei meinem Besuch im Juni 2010 wurde mir in beiden TI zwar gesagt, daß Vertreter von 10 bzw. elf Ethnien dort leben würden, die beiden fehlenden Gruppen oder Einzelpersonen waren mir jedoch nicht ganz klar, möglicherweise sind es einzelne Cujubim, Massaka oder Wari (siehe CIMI 2002,S.25) Der niederländische Linguist Hein van de Voort nennt Bevölkerungszahlen und Sprecher (VOORT 2008).

Bereits vor den regelmässigen Kontaken mit der brasilianischen Gesellschaft ab den 1930iger Jahren erreichten Zivilisationskrankheiten vereinzelt die Dörfer, da ab 1910-20 die ersten Kautschukposten im Gebiet entstanden. Zwar waren Gewalttätigkeiten im Bereich des Rio Branco selten, aber mit den weit eindringeden Seringeiros (Kautschuksammlern) kamen verheerende Epidemien, vor allem Masern und Grippe. Belegt sind durch den Ethnologen Franz Caspar die Daten bei den Tupari. 1948 lebten etwa 200 Personen in drei malocas (Gemeinschaftshaus), 1955 waren es noch 66, die in einer maloca lebten. Bei allen Ethnien kann die Mortalitätsrate nur geschätzt werden, sie lag vermutlich im 20. Jahrhundert zwischen 60-90 %, d.h. alle heute lebenden Indigenen der beiden TI sind Genocidüberlebende.

Im heutigen Wohngebiet des Rio Branco lebten laut Caspar nur die Arua, alle anderen Völker wurden umgesiedelt und leben nicht auf ihrem traditionellen Gebiet, d.h. sie sind außerdem Vertriebene, und empfi nden den Verlust ihres Gebietes als dramatischen Einschnitt.

Der Hauptort Sao Luis des TI Rio Branco wurde in den 1930iger Jahren von Kautschuksammlern gegründet. Zuerst gaben die bereits stark dezimierten Arua ihre traditionelle Lebensform auf und zogen auf den Posten, die Makurap, Djeoromitxi und Arikapu arbeiteten anfangs nur zeitweise dort. In den 1940iger bis 1970iger Jahren folgte schrittweise die Versklavung der Indigenen und ihre erzwungene Ansiedlung auf den Kautschukposten. Sie durften ihre Sprache nicht sprechen und ihre Kultur nicht pfl egen. Heute leben in Sao Luis etwa 150 Personen, Vertreter von mindestens acht Ethnien. Im Terra Indigena gibt es außerdem mindestens weitere 10 Dörfer mit ca. 20-50 Personen und eine, mir nicht bekannte Anzahl, kleiner Familiensiedlungen, entlang der Strasse und am Ufer des Rio Branco. Insgesamt leben dort etwa 450 Personen.

Im Hauptort des TI Guapore, Posto Ricardo Franco, benannt nach einem Militär des 19. Jahrhunderts, leben etwa 260 Personen, weitere insgesamt etwa 200 Personen in zwei weiteren grösseren Orten und einigen kleinen Familiensiedlungen. In den 1950iger Jahren (im Film ‚Corumbiara' des brasilianischen Journalisten Vincent Carelli wird das Jahr 1952 genannt), wurden etliche Familien, mindestens der Völker Arua, Djeoromitxi, Makurap, Tupari und Wayuru, durch den SPI-Funktionär Joao Rivoredo (CIMI2002,S.72) entführt, zuerst an die Mündung des Rio Pacaas Novas, also nahe bei der Stadt Guajara-Mirim, und später am Posto Ricardo Franco angesiedelt (Caspar 1975, S.12). Dorthin waren bereits die Überlebenden der Völker Kanoe, Cassapa und Salamai (Monde) zwangsumgesiedelt worden.

Mischehen sind mindestens in den beiden Hauptorten häufi g, mit der Folge, daß Sprache und Kultur der einzelnen Völker verloren geht, Brasilianisch zur Hauptsprache wird. (Die Indigenen sprechen von ihren Kindern als ‚sopa'.) Starke Gruppen mit eigenen kleinen Siedlungen und eigener Sprache sind heute vor allem die Tupari, Djeoromitxi und Makurap.

Die Entfernung zwischen den beiden Terra Indigena ist Luftlinie zwar nur einige hundert Kilometer, mit Boot und Bus ist es jedoch eine ca. 40 stündige Reise und etwa 1.300 km, d.h. die Familienmitglieder der ohnehin kleinen Völker sind wie durch eine Mauer voneinander getrennt, da nur wenige die Reisekosten zahlen können und nur in kleinen Gruppen die lange Reise wagen würden.

Die Organisation einer Reise nach Europa Basel - St. Gallen - Wien - Dresden - Herrnhut - Berlin - Leiden

Das Guapore-Projekt war der Versuch einer Zusammenarbeit von vier Museen, sowie von zwei Privatpersonen in Brasilien und Deutschland; eine Folge zufälliger Begegnungen.

Im Jahr 2006 kontaktierte Gleice Mere (brasilianische Journalistin/ Fotografi n) unter anderem Alexander Brust den Südamerika-Kurator im Museum der Kulturen Basel. Gleice lebte damals seit einigen Jahren in Deutschland und hatte im Zusammenhang mit einer Fotoausstellung über die Tupari zu den Familien von Franz Caspar und Heinrich E. Snethlage Kontakt hergestellt. Deren Sammlungen hatte ich im Rahmen einer Bestandserfassung von Federschmuck, Rasseln und Keulen des Amazonas in europäischen Museumssammlungen fotografi ert. Alexander Brust wiederum hatte im September 2006 eine vierköpfi ge Gruppe der Yudjá (Juruna) Brasiliens, begleitet von der Ethnologin Simone Athayde, zu Gast im Museum der Kulturen Basel. Diese übergaben dem Museum eine komplette, dokumentierte Sammlung Musikinstrumente und es gab ein Begleitprogramm mit Vorträgen und workshops. Alexander hatte mich eingeladen, einen Tag konnte ich an dem Projekt teilnehmen.

Gleice hatte bei Besuchen des TI Rio Branco im Jahr 2005 und 2006 den Indianern Feldfotos von Caspar und Snethlage, sowie den Sammlungsgegenständen in Berlin und Basel gezeigt, wodurch das Interesse der Indianer geweckt war. In ihrer mündlichen Überlieferung waren die Besucher Snethlage, Sekelj und Caspar bekannt. Nach dem Besuch von Gleice wussten sie, daß es Fotos, Film- und Tonaufnahmen, sowie Stücke ihrer Vorfahren in Europa gibt. Diese jemals zu sehen, war jedoch nach ihrer Einschätzung ein unrealistischer Gedanke.

Ein Ergebnis der Treffen von Gleice und mir zwischen März bis Mai 2007 in Berlin war, daß wir diesen Besuch in Europa versuchen wollten. Aus meiner Sicht war wichtig, daß der damalige Verlobte (und heutige Ehemann) von Geice, Tanúzio Gonçalves de Oliveira, seit über 15 Jahren für die brasilianische Indianerbehörde FUNAI arbeitete, davon die letzten 10 Jahre im Terra Indigena Rio Branco. Nach ersten gemeinsamen Überlegungen sollte die Gruppe mindestens aus vier bis sechs Vertretern von drei bis vier Stämmen bestehen, Frauen und Männer, Junge und Alte.

Im Herbst 2007 gab es ein erstes Gespräch mit Alexander, dessen Unterstützung des Projektes mir letztlich die Überzeugung vermittelte, daß es realisierbar sein würde. Nach seinen Erfahrungen war bei einer Reisegruppe von fünf bis sechs Personen mit Projektkosten von etwa 30.000 Euro zu rechnen. Die Aufgabe war also, mindestens drei bis vier Museen zu fi nden, die gemeinsam das Projekt fi nanzieren, also jeweils 5.000 bis 10.000 Euro beitragen würden. Schnell war klar, daß Museen nur dann Geld in dieser Höhe geben können, wenn sie einen Gegenwert erhalten. Daraus entstand der Gedanke, daß die Besucher jeweils Sammlungen herstellen, dokumentieren und mitbringen sollten, um diese mit den Museen gegen die Reisekosten zu tauschen.

Nach einem eigens organisierten Südamerikanisten-Treffen im Ethnologischen Museum Berlin im Juli 2008, sagte die Südamerika- Kuratorin Claudia Augustat, nach Rücksprache mit ihrem Direktor Christian Feest, die Beteiligung des Museums für Völkerkunde Wien zu, und im Herbst der Freundeskreis des Ethnologischen Museums Berlin. Vor allem der Vorsitzende Volker Hassemer und das Vorstandsmitglied Birgitt Clauss standen von Anfang an hinter dem Projekt.

Nach einem Treffen in Leiden ("expert meeting, Sharing Knowledge & Cultural Heritage") im November 2008 war zumindest das Interesse der Südamerika-Kuratorin Laura van Broekhoven sicher. Die förmliche fi nanzielle Zusage des Museum Voolkenkunde kam dann im April 2009.

Mit der konkreten Planung wurde im Frühjahr 2008 begonnen. Die Reiseroute und Termine wurde abgestimmt, Übernachtungen gebucht, eine Internetseite erstellt, das Programm in den Museen geplant, die Sammlungen vorbereitend bearbeitet, usw. Gleice verließ Deutschland im April 2008 und ging zurück nach Brasilien, was für die Vorbereitung vor Ort unbedingt erforderlich war.

Obwohl zum Jahresende 2008 erst Zusagen über etwa 20.000 Euro vorlagen, die auch erst fl iessen konnten, wenn die Sammlungen das jeweilige Museum erreichten, übernahm ich gern das fi nanzielle Risik und die nötigen Vorauszahlungen.

Vier Museen - vier Städte - vier Länder, eine europäische Zusammenarbeit:

Basel (Schweiz), Wien (Österreich), Berlin (Deutschland) und Leiden (Niederlande).

 

TEIL 2 FOLGT IN DER NÄCHSTEN AUSGABE

 

Vielen Dank für die Zusammenarbeit !

an Marlene Tupari, Analisia Makurap, Dalton Tupari, Augusto Kanoe, Armando Jabuti, Andere Makurap, Anisio Arua und an Gleice, Claudia, Laura, Birgitt, Beatrice, Sarah, Katrin, Andrea, Sylvia, Anna-Lydia, Constanze, Annette, Alexander, Tanuzio, Richard, Volker, Achim, Daniel, Klaus-Peter, Aurelio, Stefan, und die vielen Helfer in den Museen.

LITERATUR:

BECKER-DONNER, ETTA: NOTIZEN ÜBER EINIGE STÄMME AN DEN RECHTEN ZUFLÜSSEN DES RIO GUAPORÉ. ARCHIV FÜR VÖLKERKUNDE, BAND X: 275–343. WIEN, 1955

CIMI: PANEWA ESPECIAL, PORTO VELHO, 2002 (ÜBERSICHT DER ETHNIEN RONDONIAS)

CASPAR, FRANZ: DIE TUPARI - EIN INDIANERSTAMM IN WESTBRASILIEN. BERLIN, 1975 LÉVI-STRAUSS,

CLAUDE: TRIBES OF THE RIGHT BANK OF THE GUAPORÉ RIVER. IN HANDBOOK OF SOUTH AMERICAN INDIANS 3, J.H. STEWARD (ED.): 370–379. WASHINGTON DC, 1948

NORDENSKIÖLD, ERLAND: FORSKNINGAR OCH ÄVENTYR I SYDAMERIKA, STOCKHOLM, 1915

SEKELJ, TIBOR: DURCH BRASILIENS URWÄDER ZU WILDEN INDIANERSTÄMMEN, ZÜRICH, 1950

SNETHLAGE, HEINRICH E.: ATIKO, BERLIN, 1937

SNETHLAGE, HEINRICH E.: MUSIKINSTRUMENTE DER INDIANER DES GUAPORÉGEBIETES, BERLIN, 1939

VAN DE VOORT, HEIN UND CREVELS, MILY: THE GUAPORÉ-MAMORÉ REGION AS A LINGUISTIC AREA, AMSTERDAM, 2008

http://www.snethlage.info

Vielen Dank an Dr. Andreas Schlothauer.

Verpflichtende Zitierweise zum Artikel

DAS GUAPORE-PROJEKT - TEIL 1; Dr. Andreas Schlothauer; 2012; https://www.about-africa.de/kunst-und-kontext/ausgabe-01-2011/560-das-guapore-projekt-teil-1

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