„Das Rietberg hat sich einen Namen gemacht durch die qualitätvollen Ausstellungen, die Kunst als Kunst zeigt und den ethnografischen Kontext nicht vergisst.“ (Lorenz Homberger)

Lorenz Homberger, frühe Jahre

Jahrgang 1949, studierte von 1969 bis 1975 Rechtswissenschaften in Zürich und arbeitete nach dem Abschluss von 1977 bis 1982 am dortigen Bezirksgericht als Gerichtssekretär und Gerichtsschreiber, wie es in der helvetischen Amtssprache heisst (Diese wirken an der Gerichtsverhandlung mit, sind an der Entscheidungsfindung beteiligt und verfassen die schriftliche Urteilsbegründung.)

Unterbrochen war das Studium durch fast zwei Jahre Dienstzeit in der Schweizer Armee in verschiedenen Truppenteilen, beendet mit dem Dienstgrad eines Kompagniekommandanten im Range eines Hauptmanns.

Seine erste Reise nach Afrika führte ihn im Jahr 1973 drei Monate in einem Kleinbus durch die Sahara nach Nigeria, Benin, Togo und Niger. Er begleitete einen Arzt, der für das IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz) in Niamey, der Hauptstadt des Niger, stationiert war. In Nigeria besuchte er die Museen in Jos, Lagos, Ile Ife und Benin und kam dort erstmals in "Kontakt mit afrikanischer Kunst". Besonders die "grossartigen Bronzen der Benin- Königspaläste beeindruckten" ihn.

Während dieser Reise erwarb Homberger in Lomé (Togo) sein erstes ‚Werk', eine Steinskulptur der Kissi, die sich später als schön gemachte Fälschung entpuppte und infizierte sich mit Malaria, die jedoch erst ein halbes Jahr später, nach der Rückkehr in die Schweiz ausbrach.

In den Jahren 1976/77 folgte ein elfmonatiger Aufenthalt in Korea als Generalsekretär der Schweizer Delegation der Überwachungskommission des Waffenstillstandes in Panmunjom und von hier aus mehrere Reisen mit der US-Luftwaffe nach Borneo, Philippinen und Japan.

Im Jahr 1977 begann er, "neben seinem vollen Arbeitspensum am Gericht", mit dem Studium der Ethnologie in Zürich. Wer neben dem Arbeitsalltag die Doppelbelastung eines Studiums freiwillig wählt, hat wichtige Gründe. Wie es heisst, soll ihm seine damalige Freundin geraten haben "auch noch etwas Ordentliches zu studieren". Dazu kam das starke Interesse an "fernen Ländern" sowie die Begeisterung für Themen und Inhalte des Faches, die vor allem durch Lorenz Löffler, "einen Hochschullehrer, der Studenten zu begeistern vermochte", vermittelt wurde.

Die Kunst der Guro 1982-1985

"Nach Ausstellungen zur Kunst der Dan und der Lobi wünschte der damalige Direktor des Rietbergmuseums Eberhard Fischer eine weitere Kunstausstellung zu einem Volk, das nach wie vor ein Schattendasein neben den Baule und Senufo fristete, obschon der künstlerische Einfluss der Guro auf seine Nachbarn ausgewiesen ist." (Fischer/Homberger 1985, S.5) Viele Guro lebten damals noch zurückgezogen in Dörfern, die abseits befahrbarer Strassen lagen, in ihren mit Grasdächern gedeckten Hütten. Die Ausstellung sollte das künstlerische Schaffen dieses Volkes zeigen: Masken, Figuren, Webrollenhalter, Löffel, Stühle, Weberei und Töpferei. Schwerpunkt war jedoch eindeutig das Maskenwesen und die damit zusammenhängenden Männerbünde.

Um das Projekt zu realisieren wurde vom Rietbergmuseum eine, auf 18 Monate befristete Halbtagsstelle ausgeschrieben für die sich Lorenz Homberger bewarb. Am 1. Februar 1982 begann er, als einziger wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums mit der Arbeit. Im Guro-Ausstellungkatalog heisst es: "1982 kam der zweite Autor (LH) als neuer Mitarbeiter an das Museum Rietberg mit dem direkten Auftrag, sich in das Gebiet der westafrikanischen Kunst einzuarbeiten und zu helfen, eine Guro-Ausstellung vorzubereiten." (Fischer/Homberger 1985, S.6) Es folgten vier Feldforschungsaufenthalte bei den Guro und Yaure in der Côte d'Ivoire. Der erste Aufenthalt war der Längste, von Oktober 1982 bis März 1983 im Dorf Tibeita. Ein zweiter folgte von Oktober 1983 bis Februar 1984 sowie zwei weitere mehrwöchige Aufenthalte in den Jahren 1986 und 1987 in zwei anderen Dörfern. Eberhard Fischer mit seiner grossen Felderfahrung in Liberia, der Côte d'Ivoire und in Indien war für Homberger "der denkbar beste Mentor und Lehrer". Dies nicht nur bei der Vorbereitung, sondern auch als Begleiter während der zweiten Reise zu den Guro 1983/84.

Da Lorenz Homberger während seiner Feldforschung immer ein Häuschen inmitten des Dorfes bewohnte, "kamen nie einsame Gefühle auf." Im Gegenteil, er musste sich "vor allzu häufigen Besuchen wehren und wurde von einer Nachbarin mit landesüblichen Köstlichkeiten verpflegt. Nur morgens halfen Nescafe Gold und kondensierte Milch", mitgebrachte Relikte aus der westlichen Welt. Vorbereitend für die Feldaufenthalte hatte er die Sprache der Guro so gut erlernt, dass eine einfache Verständigung möglich war. Vor Ort arbeitete er einerseits mit Dolmetschern, andererseits sprachen bereits viele ältere Guro französisch, das sie entweder in der Schule oder während des zweiten Weltkrieges in Europa gelernt hatten. Während seiner Aufenthalte studierte er die Werkverfahren, dokumentierte die Arbeit von Schnitzern und die Verwendung der Masken bei Festen, außerdem versuchte er mehr zu den Maskentraditionen zu erfahren. Besonders interessierten ihn jedoch die religiösen Vorstellungen und das Orakelwesen. Mit dem Guro-Projekt verband sich dann auch das Ziel nach dem Abschluss des Studiums 1983, eine Doktorarbeit zur "Divination bei den Guro" zu verfassen.

Zusätzlich zu den Reisen nach Afrika war Homberger zwischen 1982 bis 1985 wochenlang in Europa und in die USA unterwegs, um den Sammlungsbestand in den Museen zu sichten und Stücke in Privatsammlungen anzusehen. Der damalige Anspruch ist im Ausstellungskatalog präzise formuliert und durchzieht dann als Leitfaden auch alle folgenden Ausstellungsprojekte von Lorenz Homberger: "Auch haben wir fast keine Werke in dem Katalog abgebildet, die wir vorher nicht gesehen haben. ... Wir hoffen so, weitgehend nur authentische Stücke in diesem Katalog publiziert zu haben." (Fischer/ Homberger 1985, S.5) Die Ausstellung zeigte dann Werke aus achtzehn Museen und von vierzig privaten Leihgebern aus acht Ländern (Schweiz, Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Niederlande, USA, Tschecheslowakei). Im Katalog heisst es: "Wir haben - einzeln und zusammen - zur Vorbereitung der Guro-Ausstellung Reisen an die Elfenbeinküste unternommen und mehrmals Besuche in Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich, England und USA gemacht. Wir danken dem Stadtpräsidenten von Zürich, das er grosszügig solche Forschungs- und Dienstreisen bewilligt hat, deren Unkosten fast immer von uns privat übernommen worden sind." (Fischer/Homberger 1985, S.5)

Schweizer sind bescheidene, ruhige Naturen. Wo der Deutsche laut gepoltert hätte, dass er alle Reisekosten selbst tragen muss, bedankt sich der Schweizer, dass er die Forschungs- und Dienstreisen während der Arbeitszeit machen durfte. Fakt ist, dass die beiden Ausstellungskuratoren ihre Feldforschungsaufenthalte bei den Guro und die Reisen in Europa bzw. USA selbst bezahlten. Eine damals von aktiven Ethnologen immer dann gewählte Finanzierung, wenn das gewünschte qualitative Niveau anders nicht erreichbar war. Glücklich wer Feldaufenthalte und Ausstellungsvorbereitung als Arbeitszeit angerechnet bekam und nicht als unbezahlten Urlaub nehmen musste.

Auch das Budget der Ausstellung war äusserst knapp bemessen, Sponsoren waren damals selten und so war die Organisation von Ausstellungen in diesen Jahren abenteuerlicher als heute. Die ausgewählten Meisterwerke wurden in einem städtischen Kleinbus von Homberger während einer einwöchigen Rundreise durch Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Italien und Schweiz in den Museen und Privatsammlungen eingesammelt und nach der Ausstellung im gleichen Verfahren zurückgeliefert. Am meisten Kopfzerbrechen bereitete dabei das abendliche diebstahlsichernde Einparken des Busses beim jeweiligen Hotel. Eine französische Versicherung erklärte sich bereit, die Werke unter den gegebenen Umständen zu versichern. Und die Museumsleitung hatte wenig Bedenken, denn ein Kurator am Steuer eines Transporters sei sich eher des Wertes seiner Fracht bewusst als der Chauffeur eines Transportunternehmens.

Mit der Guro-Ausstellung wurde im Mai 1985 der Erweiterungsbau des Rietbergmuseums mit ca. 700 qm Ausstellungsfläche eröffnet. Ausstellung und Katalog waren die "erste grössere Dokumentation über die Kunst der Guro". Knapp 10.000 Besucher sahen innerhalb von drei Monaten die Ausstellung, wobei "die gleichzeitig stattfindende China-Ausstellung und die neuen Ausstellungshallen am Erfolg mitschuld waren. Zuvor wurden kaum so viele Besucher während eines ganzen Jahres gezählt." Bis heute hat es weltweit keine vergleichbare Ausstellung über die Kunst der Guro gegeben.

"Aber wir hoffen, mit diesem Bericht auf die künstlerisch bedeutenden Werke dieser Bildhauer so deutlich hingewiesen zu haben, dass auch heute noch heranwachsende Guro die Tradition ihrer Vorfahren bewundernd kennenlernen können." (Fischer/Homberger 1985, S.8)

Prägend für die nachfolgenden Jahrzehnte der Museumsarbeit war ein Grundsatz, den Lorenz Homberger damals von Eberhard Fischer übernahm: Den Kontakt zu Mitarbeitern und Informanten der Forschungs- und Ausstellungsprojekte in Afrika aufrecht zu erhalten. "Die Informanten werden in der Regel – wenn der Ethnologe sie nicht mehr braucht – vergessen. Man muss unbedingt über die Forschung hinaus mit ihnen Kontakt bewahren und helfen, wenn sie Hilfe brauchen: So habe ich noch heute wunderbare Kontakte, auch schon bereits mit der nächsten Generation. Nicht nur zu Weihnachten gehen Geschenke hin und her, nach Côte d'Ivoire, Mali, Kamerun."

Ausstellungen 1985 - 2004

Nachdem in der Vorbereitungszeit der Guro-Ausstellung die Halbtagesstelle schon einmal verlängert worden war, wurde Lorenz Homberger im Jahr 1985 als Kurator für Afrika und Ozeanien am Rietberg-Museum angestellt. Anfangs mit einer halben Stelle, ab 1989 mit 70% (um als Hausmann die ersten zwei und später vier Kinder angemessen miterleben zu können). Ab 1996 bis 2009 arbeitete er dann als Vizedirektor mit vollem Pensum und anschliessend wieder als Kurator mit 80% Anstellung.

Von 1985 bis 2005 kuratierte Homberger insgesamt 22 Ausstellungen: zwanzig im Rietberg-Museum, eine in der Stadt Zug 1995 ("Meisterwerke afrikanischer Plastik aus Schweizer Privatbesitz") und eine in Riehen bei Basel 1997 (Dauerausstellung der Fondation Beyeler). Fast zu allen Ausstellungen wurde ein Katalog veröffentlicht (siehe Info-Kasten). Nur drei Mal waren es thematische Ausstellungen "Orakel – Der Blick in die Zukunft" (1999/2000), "Liebeskunst – Liebeslust und Liebesleid in der Weltkunst" (2002/2003)

und "Masken – Gesichter aus anderen Welten" (2003/2004). Drei Mal sind Schweizer Privat- oder Museumssammlungen (Basel, St. Gallen, Zug) der Ausgangspunkt. Vier Mal sind es Gegenstände einer bestimmten Werkgruppe z.B. Löffel, Goldgewichte, Tabakpfeifen, Kerise. Die Hälfte aller Ausstellungen (elf ) sind dem Kunstschaffen eines Volkes oder einer Region gewidmet: Senufo, Benin, Yoruba, Yaka-Pende-Tshokwe, Dogon, Baule, Dan, We, Bamana, Admiralitätsinseln, Tuareg. Denn: "In der Ausstellungsreihe zu traditionellen Kunstschaffen in Afrika widmet sich das Museum Rietberg seit Jahrzehnten jeweils klar definierten Kunstregionen." (Homberger 2008, S.6)

Viele Ausstelllungen kuratierte Homberger gemeinsam mit Spezialisten, z.B. "Die Kunst der Senufo aus Schweizer Sammlungen" im Jahr 1988 mit Till Förster. Wesentliches Merkmal ist auch die Kooperation mit deutschen, französischen oder amerikanischen Museen, entweder bei der Objektauswahl oder bei der Ausstellungsvorbereitung. Sechs Mal wanderten Ausstellungen anschliessend in deutsche oder amerikanische Museen. Ein bislang einzigartiges Konzept wurde bei der Ausstellung zur Kunst der Bamana im Jahr 2001 realisiert. Diese fand an zwei Orten gleichzeitig statt: im Rietberg- Museum und im Museum for African Art. "In New York sind Werke aus amerikanischen Sammlungen, in Zürich vornehmlich solche aus europäischen Sammlungen zu sehen. Der Katalog ... schliesst sämtliche Exponate beider Ausstellungen mit ein. Wir sind überzeugt, dass dieses ungewöhnliche Modell - zwei Ausstellungen, ein umfassender Katalog - zukunftsweisend ist, ..." (Homberger 2001, S.7) Seit der ersten und bis dahin einzigen, den Bamana gewidmeten Ausstellung, die Robert Goldwater 1960 im Museum of Primitif Art in New York organisiert hatte, waren über vierzig Jahre vergangen und es war erstaunlich, "dass erst heute eine umfassende Ausstellung zur Kunst der Bamana-Region in Europa gezeigt wird." (Homberger 2001, S.7) Über 120 Werke aus acht Museen und 25 Privatsammlungen wurden präsentiert und ihre Verwendung im Katalog beschrieben. Denn: "Die in verschiedenen Initationsbünden verwendeten Masken und Skulpturen sind nur zu begreifen, wenn man ihren sozioreligiösen Zusammenhang kennt." (Homberger 2001, S.6)

Im Fall der Ausstellung Afrikanische Kunst aus dem Historischen Museum St. Gallen 1985/86 hatte der damaligen St. Galler Kurator die Direktion des Rietberg-Museums angesprochen, ob es möglich sei "eine Ausstellung seiner ‚highlights in der grossen Stadt Zürich' zu zeigen, um damit auch den lokalen Behörden die Bedeutung der Sammlung vor Augen zu führen." Lorenz Homberger erinnert sich heute noch gut an "eine herrliche Benin-Platte, eine aussergewöhnliche Luba-Axt und natürlich die wunderbare Mutter und Kind Figur eines grossen Kongo-Meisters" im St. Galler Museum (siehe S.44 und S. 85).

Für die Ausstellung Meisterwerke afrikanischer Plastik aus Schweizer Privatbesitz im Kunsthaus Zug 1995 hatte Lorenz Homberger als wissenschaftlichen Beirat (gemeinsam mit Piet Meyer und Ezio Bassani) in zweijähriger Vorbereitungszeit über sechzig Kollektionen gesichtet und 62 Stücke ausgewählt. Da es die einzige, gemeinsam mit Sammlern organisierte Ausstellung blieb, war es möglicherweise ein nicht ganz einfaches Projekt. Einziges Auswahlkriterium war die "... Qualität. Sicherlich lässt sich diese letztlich nicht objektiv bestimmen und ist für jeden auch persönlich gefärbt, doch strebte man den höchst möglichen Qualitätsdurchschnitt an. ‚Meisterwerke' meint jedoch nicht nur die Qualität eines Stückes, sondern ebenso dessen Autorschaft. Es waren einzelne ‚Meister', die Werke schufen, welche aus der Menge von Kultobjekten desselben Typus herausragen." (Zug 1995, S.5)

Ausstellungen 2006 - 2012

Wegen des Neubaues und -eröffnung des Rietberg-Museums im Jahr 2007 kuratierte Homberger in den Jahren zwischen 2006 bis 2012 zwar nur drei Ausstellungsprojekte, dafür zählen diese zu seinen Wichtigsten. Kamerun Kunst der Könige (2008) und Helden – Ein neuer Blick auf die Kunst Afrikas (2012) im Rietberg-Museum sowie ci wara im neu eröffneten Musée du quai Branly (2006). Letztere war im Jahr 2011 in der Stadt Bamako in Mali zu sehen, damit wurde erstmals eine von ihm kuratierte Ausstellung in einem afrikanischen Land gezeigt.

Kamerun Kunst der Könige und die gleichzeitig gezeigte Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner und die Kunst Kameruns war mit insgesamt 156 Werken, Leihgaben aus sieben Ländern, ein Superlativ. Achtzehn Museen, darunter acht deutsche, hatte Homberger "persönlich mit der Absicht besucht, auch unbekannte Kamerun-Werke zu finden". Gewichtigster Leihgeber war mit 36 Stücken das Ethnologische Museum Berlin. 25 Werke kamen aus insgesamt zehn Privatsammlungen, darunter auch aus Kamerun selbst, denn "die beiden Meisterwerke aus der Sammlung des Palastmuseums in Fumban sind wohl zu den Privatsammlungen zu zählen, gehören sie doch jeweils dem regierenden König von Bamum." In nicht ganz vier Monaten nutzten etwa 44.000 Besucher die einmalige Gelegenheit die ausschliesslich dem Grasland Kameruns gewidmete Ausstellung auf einer Fläche von 1.300 Quadratmetern (plus 270 Quadratmeter für die Kirchner-Ausstellung) zu erleben. Die schlichten Räume des Neubaues, die klare farbliche Gestaltung der Wandflächen, die übersichtliche Raumaufteilung und die gefühlvolle Ausleuchtung jedes einzelnen Stückes waren ein ästethisches Erlebnis. Viele Stücke standen frei im Raum und konnten ohne Glasvitrine betrachtet werden. Das Interesse nach mehr Informationen lässt sich an der Zahl der verkauften Kataloge ablesen: fast 2.800 Stück.

Die dreimonatige Ausstellung des Jahres 2012 Helden – Ein neuer Blick auf die Kunst Afrikas resultiert aus einer Zusammenarbeit mit dem Metropolitan Museum of Art (New York). Insgesamt 94 Objekte von siebzehn Museen aus sechs Ländern und von fünfzehn Privatsammlern waren zu sehen. Homberger wurde "bei der Auswahl der Werke stets konsultiert, aber die Endauswahl lag bei der Kuratorin Alisa LaGamma aus New York". War es dort eher eine didaktische Lehrausstellung, stand in Zürich auf fast doppelt so viel Raum die Ästethik stärker im Vordergrund. Der "Austellungsarchitekt Martin Sollberger und der Fotograf Rainer Wolfsberger rückten gemeinsam mit dem Kurator die Werke ins rechte Licht. Merke: Die Beleuchtung ist unendlich wichtig!". Das Ergebnis nach knapp drei Monaten: über 23.000 Besucher und etwa 1.200 verkaufte Kataloge.

AUSBLICK BIS 2014

2013 - Ausstellung zu Eduard von der Heydt

Das Jahr 2013 wird im Zeichen des Museumsgründers Eduard von der Heydt (1882–1964) stehen, der im Januar 1946 der Stadt Zürich seine Sammlung von über 1.500 Werken aus China, Indien, Afrika, Südost-Asien, Mittlerer Osten, Ozeanien und Alt-Amerika durch Leih- und Erbvertrag vermachte. Heydt erwarb die Stücke mehrheitlich in den 1920iger bis 1940igerer-Jahren im deutschen und französischen bzw. Pariser Kunsthandel. "Seinem Geschmack entsprechend finden sich im Museum Rietberg Skulpturen, die das Ruhige, Würdevolle und Introvertierte in der Kunst des Schwarzen Kontinents betonen. Nur wenige Werke zeigen aggressive, groteske oder Furcht einflössende Formen." (www.rietberg.ch)

Die Ausstellung ist vom 19. April bis 18. August 2013 im Rietberg zu sehen und, da Heydt aus Wuppertal stammt, wandert die Ausstellung im Herbst 2014 an das dortige von der Heydt Museum. Ausstellungsvorbereitend läuft im Rietberg seit dem Jahr 2008 ein Forschungsprojekt der Historikerin Esther Tisa. Die Recherchen münden in einer neuen "Monografie zum Sammler Eduard von der Heydt, die 2013 beim Prestel-Verlag erscheinen soll." Ein wichtiger Beitrag zur bisher kaum aufgearbeiteten "Geschichte des Kunsthandels und des Sammelwesens im Bereich der aussereuropäischen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts." (www. rietberg.ch)

2014 - Meisterhände: Meister westafrikanischer Skulptur

So lautet der Arbeitstitel der Ausstellung mit der sich Lorenz Homberger in den "altersbedingten Rücktritt" verabschieden wird. Das Konzept der Meisterhände-Ausstellung hat Homberger wie folgt formuliert:

"Afrikanische Schnitzer und Bildhauer werden im Westen gemeinhin nicht als Künstler, sondern in Rituale eingebundene Handwerker betrachtet. Stil und Ikonographie ihrer Werke stehen gemäss dieser Ansicht seit Generationen fest und die Werke werden daher nicht als eigenständige künstlerische Kreationen betrachtet.

Die Ausstellung leistet einen Beitrag zur Beseitigung dieses Missverständnisses. Ausgangspunkt ist die vom deutschen Ethnologen und Arzt Hans Himmelheber bereits 1930 vertretene Ansicht, dass afrikanische Kunst in gleicher Weise wie die europäische das Werk individueller Künstler ist. So wird die Ausstellung nicht nur einige der bedeutendsten Werke westafrikanischer Holzskulptur zeigen, sondern zum ersten Mal in der Rezeptionsgeschichte afrikanischer Kunst deren Herstellern als künstlerisch hervorragenden Persönlichkeiten die ihnen gebührende Anerkennung zollen.

Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil informiert über den kulturellen Kontext westafrikanischen Kunstschaffens und über die Verwendung der Kunstwerke. Im zweiten Teil werden die Oeuvres der bedeutendsten Bildhauer der Vergangenheit gezeigt. Die wichtigsten Ethnien der westafrikanischen Kunstprovinz, deren Skulpturen in der Ausstellung vertreten sein sollten, sind im Zentrum die Guro, im Osten die Baule und Lobi, im Norden die Senufo, im Westen die Dan, Mau, We und Grebo, sowie im Süden die Yahure und die Lagunengruppe. In diesem Kontext sind politische Grenzziehungen nicht sinnvoll, doch gehört der grösste Teil der Ethnien zur Bevölkerung der Elfenbeinküste bzw. der Nachbargebiete in Liberia, Guinea und Burkina Faso."

Die Ausstellung wird auf mindestens zwei Stationen zu sehen sein:

Februar – Mai 2014 Museum Rietberg Zürich
19. Juni – 21. September 2014 Bundeskunsthalle, Bonn

Das Museum Rietberg Zürich

Das Museum Rietberg Zürich "ist das einzige Kunstmuseum für aussereuropäische Kulturen in der Schweiz und besitzt eine international renommierte Sammlung mit Werken aus Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien." Eigentümer der vier historischen Gebäude Villa Wesendonck, Remise, Villa Rieter, Villa Schönberg, des Neubaues und des fast sieben Hektar grossen Rieter-Parkes ist die Stadt Zürich, die auch das Museum betreibt. Die Schenkungen von Eduard von der Heydt bilden den Grundstock der Sammlung. Der Gesamtbestand liegt derzeit bei mehr als 15.000 Objekten, die entweder in der Dauerausstellung oder im Schaudepot zu sehen sind.

Eröffnet wurde das Rietberg am 24. Mai 1952. Bis 1956 geleitet von Johannes Itten, danach von Elsy Leuzinger (1956-1972), Eberhard Fischer (1973-1998) und Albert Lutz (seit 1998). Noch Anfang der 1980iger Jahre gab es im Haus nur zwei Kuratorenstellen, auf denen vier Personen für die Regionen Afrika, Japan, China, Archäologie arbeiteten; das entspricht vier halben Stellen. Heute hat das Rietberg rund hundert Angestellte, umgerechnet rund 40 Vollzeitstellen. Etwa zur Hälfte durch die Stadt Zürich finanziert, wird die andere Hälfte aus dem Betrieb sowie durch Spenden und Sponsoring erwirtschaftet. Die Sammlung wird vor allem durch Schenkungen erweitert. Dies gilt auch für den grösstenteils unterirdischen Erweiterungsneubau Smaragd, der im Februar 2007 fertiggestellt war und der die Ausstellungsfläche des Museums mehr als verdoppelte. Im Jahr 2007 besuchten knapp 157.000 Besucher die verschiedenen Ausstellungen, in den vergangenen drei Jahren waren es im Schnitt 100'000 Besucher.

Vorbildhafte Besonderheiten sind die regelmässigen Veröffentlichungen im Eigenverlag, das öffentliche Schaumagazin, die Ankaufspolitik, die Freundeskreis-Struktur und die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern.

Der Eigenverlag des Museums Rietberg entstand kurz nach der Gründung des Museums im Jahre 1952. Die verlegerische Tätigkeit nahm mit den grossen Sonderausstellungen seit 1985 stark zu, so dass heute vier bis sechs neue Titel pro Jahr veröffentlicht werden.

Durch langjährige, freundschaftlich gepflegte Kontakte mit Mäzeninnen und Sammlern, aber auch mit Hilfe von Stiftungen und Sponsoren aus der Wirtschaft konnte das Rietberg regelmässig Sammlungen und Einzelobjekte von internationaler Bedeutung erwerben. Im deutschsprachigen Raum ist dies einmalig!

Das öffentliche Schau-Magazin im Neubau zeigt den Gesamtbestand. Vergleichbares bietet nur das Übersee-Museum Bremen, ansonsten ist dies im deutschsprachigen Raum einmalig. Auf der Rietberg-Internetseite ist der Button "Sammlung online" bereits vorhanden, die Veröffentlichung des Bestandes ist erklärtes Ziel und laufendes Projekt, das in den nächsten zwei Jahren abgeschlossen sein wird. Einzelne Sammelbereiche (Indien) sind bereits zugänglich. Dann wird das Rietberg das erste Ethnologische Museum im deutschsprachigen Raum sein, dessen Sammlungen vollständig im Internet veröffentlicht sind.

Der Jahresbeitrag der Rietberg-Gesellschaft liegt bei achtzig Franken, Jungmitglieder zahlen zehn Franken. In weniger als fünf Jahren hat sich die Mitgliederzahl mehr als verdoppelt auf heute über 4.000. Im Rietberg-Kreis (kein Verein) kann jeder mitwirken, der den Jahresbeitrag von 3.000 Franken zahlen möchte. Jedes Jahr präsentieren die MuseumskuratorInnen während eines festlichen Abendanlasses eine Auswahl von Kunstwerken, die das Museum anschaffen würde. Anschliessend haben die GönnerInnen die Wahl: Sie bestimmen, welches der vorgestellten Objekte Sie dem Museum schenken möchten. Die ausgewählten Stücke tragen später den Vermerk: "Geschenk des Rietberg-Kreises". Rietberg&Co richtet sich an Firmen Zu den öffentlichen Festen im Rieter-Park kommen jährlich tausende von Menschen. Auch dies ein Beleg für die starke Verankerung des Museums in der Stadt.

Die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Sammlungen wird in den Bereichen der Kulturgütererhaltung (Restaurierung und Konservierung), der Dokumentation und Forschung sowie des Wissensaustausches gesucht. Aus diesen Partnerschaften können längerfristige und nachhaltige Projekte entstehen, die auch in Dauerleihgaben münden.

AUSSTELLUNGEN ZU AFRIKANISCHER KUNST IM MUSEUM RIETBERG, 1985 – 2012

kuratiert von Lorenz Homberger (* mit Ausstellungskatalog)

  • Die Kunst der Guro in Westafrika*
    [anschliessend Centre for African Art, New York]
    09.05.1985 – 13.10.1985
  • Afrikanische Kunst aus dem Historischen Museum St. Gallen*
    15.11.1985 – 2.3.1986
  • Die Kunst der Senufo, Elfenbeinküste*
    (anschliessend in München, Völkerkundemuseum und Berlin, Haus der Kulturen der Welt)
    28.05. – 02.10.1988
  • Benin – Die Kunst einer Königskultur in Nigeria*
    (in Zusammenarbeit mit dem Museum für Völkerkunde Wien)
    26.10.1989 – 31.03.1990
  • Essgerät – Kultobjekt: Löffel in der Kunst Afrikas*
    (anschliessend Musée Dapper, Paris)
    29.09.1990 – 20.01.1991
  • Goldgewichte aus Ghana*
    (anschliessend Historisches Museum Bern, Katalog Charlotte von Graffenried)
    13.09.1991 – 05.01.1992
  • Die Kunst der Yoruba – Skulpturen aus Nigeria*
    (in Zusammenarbeit mit Centre for African Art, New York)
    06.11.1991 – 08.03.1992
  • Zaire 1938/39– Kunstwerke afrikanischer Meister der Yaka, Pende, Tshokwe*
    26.09.1993 -20.03.1994
  • Tabakpfeifen in der Kunst Afrikas*
    (aus der Sammlung des Museums für Völkerkunde Berlin)
    05.11.1993 – 30.01.1994
  • Afrikanische Masken aus dem Museum Rietberg*
    02.12.1994 – 14.05.1995
  • Die Kunst der Dogon – 500 Jahre Skulptur in Westafrika*
    (Die Sammlung des Musée de l'Homme, Paris)
    07.05. – 03.09.1995
  • Die Baule 1933 und 1934/35*
    Fotografien und Objekte eines westafrikanischen Volkes
    13.12.1996 – 23.02.199
  • 7Masken der Dan – Masken der Wè*
    Die Sammlung des Schweizer Malers Charles Hug
    11.07.1997 – 05.10.1997
  • Orakel – Der Blick in die Zukunft*
    (anschliessend Metropolitan Museum of Art, art and oracle, April 25 to July 30, 2000)
    14.11.1999 – 20.02.2000
  • Bamana – Afrikanische Kunst aus Mali*
    (gemeinsamer Katalog mit dem Museum for African Art, New York)
    09.09. – 09.12.2001
  • Liebeskunst – Liebeslust und Liebesleid in der Weltkunst*
    01.12.2002 – 27.04.2003
  • Magische Ornamente – Silberschmuck der Tuareg*
    26.09.- 14.12.2003
  • Masken – Gesichter aus anderen Welten*
    06.12.2003 – 28.03.2004
  • Kamerun – Kunst der Könige*
    03.02. – 25.05.2008
  • Ernst Ludwig Kirchner und die Kunst Kameruns*
    (anschliessend im Museum der Weltkulturen Frankfurt a.M.)
    03.02. – 25.05.2008
  • Helden – Ein neuer Blick auf die Kunst Afrikas*
    (Übernahme vom Metropolitan Museum of Art, New York)
    25.02. – 03.06. 2012

WEITERE AUSSTELLUNGEN IM RIETBERG-MUSEUM (NICHT AFRIKA)

  • Keris-Griffe des Malayischen Archipels
    24.05. - 15.10.1996
  • Admiralitätsinseln - Kunst aus der Südsee*
    20.06. - 20.10. 2002
  • C.G. Jung: Das Rote Buch
    18.12.2010 - 20.03.2011

WEITERE AUSSTELLUNGEN IN ANDEREN MUSEEN

  • Meisterwerke afrikanischer Plastik aus Schweizer Privatbesitz Zug
    1995
  • Sammlungskatalog und Dauerausstellung Fondation Beyeler Riehen bei Basel
    1997
  • "ci wara" im Musée du quai Branly Paris
    2006
  • anschliessend in Bamako
    2011

Fotogalerie ein-ausblenden

Fotogalerie Lorenz Homberger

Kunst und Kontext 2/2012. Fotos: Lorenz Homberger (Abb. 03, 04), Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich (Abb. 01, 02, 05-07)

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Abb. 01: Lorenz Homberger, Medienkonferenz in der Kamerun-Ausstellung

Foto by Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich

Abb. 02: Schaudepot Rietberg-Museum

Foto by Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich

Abb. 03: Jüngste geplante Zusammenarbeit mit dem in Abidjan von den kriegerischen Auseinandersetzungen 2011 betroffenen Musée des Civilisations de Còte d’Ivoire

Foto by Lorenz Homberger

Abb. 04: Der Kurator des Musée provincial du Poni in Gaoua (Burkina Faso) vor Fotografien des Schweizer Geologen Arnold Heim (1934)

Foto by Lorenz Homberger

Abb. 05: Sonderausstellung Ernst Ludwig Kirchner und die Kunst Kameruns

Foto by Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich

Abb. 06: Anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung Kamerun – Kunst der Könige wird der Stadtpräsident von Zürich, flankiert von Sultan Mbombo Njoya und Lorenz Homberger mit einer Maske aus Gelbguss beschenkt

Foto by Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich

Abb. 07: Blick in die Sonderausstellung Kamerun – Kunst der Könige

Foto by Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich

Die Ausstellungen und Kataloge des Rietberg bzw. von Lorenz Homberger waren für mich seit Mitte der 1980iger Jahre wichtiger Teil der Weiterbildung. Nicht nur wegen der Konzentration auf eine Region oder Ethnie, sondern auch durch die Präsentation der Werke. Das Eine hat mein Denken erweitert, das Andere meinen Blick geschult. Lorenz Homberger war für mich die unsichtbare Eminenz hinter diesen Projekten. Anlässlich der Organisation einer Tagung habe ich seine offene, ruhige Art und seine Fähigkeit temperamentvoll Unbequemes direkt anzusprechen, schätzen gelernt. Es war schön diesen Beitrag schreiben zu können und es ist mein Dank für die vielen Ausstellungen, die Kataloge und die jahrzehntelange Arbeit; und ich freue mich schon jetzt auf die Projekte der nächsten beiden Jahre.

LITERATUR

• FISCHER, EBERHARD UND HOMBERGER, LORENZ: DIE KUNST DER GURO ELFENBEINKÜSTE, ZÜRICH, 1985

• ZITATE OHNE ANGABEN SIND VON LORENZ HOMBERGER UND ENTWEDER GESPRÄCHEN ODER MAILS ENTNOMMEN.

INTERNET

WWW.RIETBERG.CH

Text: Andreas Schlothauer
Fotos: Lorenz Homberger (Abb. 03, 04),
Rainer Wolfsberger Museum Rietberg Zürich (Abb. 01, 02, 05-07)

Vielen Dank an Dr. Eberhard Fischer und Lorenz Homberger und Dr. Andreas Schlothauer und Museum Rietberg Zürich.

Autoren
Dr. Eberhard Fischer
Lorenz Homberger
Dr. Andreas Schlothauer
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Verpflichtende Zitierweise zum Artikel

LORENZ HOMBERGER und das Museum Rietberg; Dr. Eberhard Fischer, Lorenz Homberger, Dr. Andreas Schlothauer, Museum Rietberg Zürich; 2015; https://www.about-africa.de/kunst-und-kontext/ausgabe-04-2012/505-lorenz-homberger-und-das-museum-rietberg-portraet

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