Felskunst im südlichen Afrika

Petroglyphen (in Stein gearbeitete Felsbilder) und Felsmalereien sind eine fast weltweit vorkommende Kunstform (oder besser: Kulturäußerung) prähistorischer Kulturen, die in Europa vor allem durch die Malereien von Lascaux, Altamira und der Chauvet-Höhle Aufsehen erregte. Im südlichen Afrika, in Simbabwe, Botswana, Südafrika, Lesotho oder auch Namibia findet man sie ebenfalls häufig. Weltkulturerbe der Unesco sind die Drakensberge und Twyfelfontein. In den Drakensbergen, die im südafrikanischen Binnenhochland liegen und gleichzeitig die natürliche Grenze von KwaZulu-Natal und Lesotho bilden, werden im Bereich des Nationalparks etwa 600 Fundstätten mit insgesamt 35.000 einzelnen Darstellungen vermutet. In Twyfelfontein in Namibia gibt es um die 2.500 Gravierungen.

Geschaffen wurde diese Felskunst sehr wahrscheinlich von den Vorfahren der heutigen San/Buschmänner – wobei aber manches bis heute im Unklaren ist:

So war der Lebensraum der San zwar schon immer von Jäger- Sammlern bewohnt, über die vor den Buschmännern dort lebenden Jäger und Sammler weiß man aber so gut wie nichts.4 Und es sei nicht einmal klar, ob die Erschaffer der Felskunst ausschließlich (prähistorische oder historische) Buschmänner gewesen seien.

Über das Alter der Zeichnungen besteht ebenfalls keine Sicherheit. Bei einer Internetrecherche findet man Altersangaben, die bis zu 40.000 Jahren reichen. Dagegen ist Tilman Lenssen-Erz von der Forschungsstelle Afrika am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln (Abb. 2) der Meinung, dass die ältesten Malereien Afrikas aus der Apollo 11-Grotte in Süd- Namibia zwar 30.000 Jahre alt seien, es aber keinen Nachweis einer Kontinuität zur besonders produktiven Kunstschaffensphase von ca. 4.000-2-000 Jahren vor heute gebe.

Und schließlich lassen sich diese Kulturäußerungen nur schwer deuten, da sie von (prä-)historischen Völkern stammen. Dennoch gibt es plausible5 Annäherungen von Wissenschaftlern – Archäologen oder Ethnologen.

Manche Bilder und Zeichnungen werden als Art Trance-Bilder interpretiert, die in einem schamanistischen Kontext stehen – auch heute gibt es ja bei den San in Südafrika Schamanen. Recht häufig sind dabei Tiermenschen (Therianthrope) zu sehen. Sie symbolisieren für die Adepten der Schamanentheorie weibliche und männliche Schamanen, die sich als Antilope empfinden.

Lenssen-Erz, der die Schamanismus-Theorie grundsätzlich nicht in Frage stellt, sieht die Bilder als wichtigen Teil des enzyklopädischen Wissens dieser Jäger und Sammler. Sie hätten dazu beigetragen, das Wissen über das Leben und die Kultur ohne eine Schrift festzuhalten. Mit jedem neuen 'Eintrag' (=Bild) seien Nebenverweise zu anderen Bildern angelegt worden, sodass auf diese Weise ein ganzes Netzwerk der Enzyklopädie entstanden sei. So sei die Elen-Antilope nicht nur ansehnliche Jagdbeute, sondern auch Träger magisch-machtvoller Substanzen, der Strauß liefere nicht nur hoch geschätzte Eier, sondern zeige mit seiner Anwesenheit auch komplexe ökologische Zustände an. Dieses Wissen der Vorfahren ist nach Lenssen-Erz wichtig für das Überleben und für das Selbstverständnis als Gemeinschaft und muss von jeder Person einer Generation abrufbar sein, damit es nicht verloren geht. Die Bilder könnten Bestandteile eines Kanons im rituellen Kontext sein: Man hinterlässt Bilder zum Wohlgefallen 'höherer Mächte'. Sie sind aber möglicherweise auch ein Zeichen dafür, dass der Mensch sich als integralen Teil der Landschaft begreift, die er sich mit den Bildern symbolisch aneignet, der er aber auch etwas gibt.

Rudolf Pöch
Der 1870 in Tarnopol (heutige Ukraine, damals Teil von Österreich- Ungarn) geborene und 1921 in Innsbruck verstorbene Rudolf Pöch (Abb. 3) war ein Universalist, der auf vielen wissenschaftlichen Gebieten Bemerkenswertes geleistet hat: Als ausgebildeter Mediziner studierte er in Bombay die Pest und behandelte mithilfe der dort gewonnenen Erkenntnisse am Kaiser-Franz- Josef-Spital in Wien die letzten Pestkranken.
Als Anthropologe untersuchte er indigene Völker in Neuguinea, Australien und im südlichen Afrika; er gilt als Begründer des Institutes für Anthropologie und Ethnographie an der Universität Wien.
Als Ethnograph war er ein gefeierter Pionier, weil er als einer der Ersten moderne Medientechnik für die Feldforschung nutzte. Auf seinen Forschungsreisen von 1901 bis 1906 in Australien und Neuguinea sowie von 1907 bis 1909 im südlichen Afrika machte er mit einer (Stumm-)Filmkamera und einem Archivphonographen Bild- und Tonaufzeichnungen der dort lebenden indigenen Völker.1 Sein diesbezüglicher Nachlass wurde zum Teil in dem durch den Österreichischen Forschungsfond geförderten Projekt "Rudolf Pöch – Anthropologe, Forschungsreisender, Medienpionier" digitalisiert.2
Aufgrund dieser Verdienste endete die Widmung von Szilvássy, Spindler und Kritscher anlässlich der Gedächtnisausstellung zu seinem 110. Geburtstag am Naturhistorischen Museum in Wien im Jahre 1980 mit den Worten:"… ist der bescheidene Dank des Vaterlandes an einen Mann, (…) auf den die Nation stolz sein kann und der ein Vorbild für unsere Jugend ist."3
Pöch war aber auch ein Kind seiner Zeit, dessen Forschungen heutzutage zum Teil in einem sehr kritischen Licht gesehen werden. Dies liegt noch am wenigsten an seiner Pöch-Kamera, mit deren Hilfe er ums Eck fotografieren konnte und damit Aufnahmen von Menschen erhielt, die sich unbeobachtet wähnten. Hans Hass und Irenäus Eibl-Eibesfeld haben das später genauso gemacht – nach heutigem ethnologischen Verständnis eine unethische Vorgehensweise. Wesentlich zwiespältiger gesehen werden seine anthropologischen Forschungen. So betrieb er in den Jahren 1916 bis 1918 umfangreiche sogenannte rassenkundliche Forschungen an Kriegsgefangenen im Auftrag der Akademie der Wissenschaften und des Kriegsministeriums.
Ein Politikum wurde in jüngster Zeit gar die Art und Weise, wie er zu Gebeinen von Angehörigen der indigenen Völker gekommen war. Die Wiener Zeitung berichtete am 19.4.2012: "Vor etwa fünf Jahren waren die beiden südafrikanischen Historiker Martin Legassick und Ciraj Rassool auf den Leichenraub aufmerksam geworden. Sie fanden heraus, dass der österreichische "Rassenanthropologe" Rudolf Pöch auf seiner Forschungsreise durch das Südliche Afrika in den Jahren 1908 und 1909 neben den beiden Leichnamen auch Skelette und Schädel von südafrikanischen San aus frischen Gräbern exhumieren und nach Österreich-Ungarn bringen hatte lassen, um sie dort der "Rassenforschung" zugänglich zu machen. Proteste gegen diese Leichenschändungen waren unter Androhung von Gewalt unterdrückt worden."
Teile der von Pöch gesammelten menschlichen Überreste wurden unter maßgeblicher Beteiligung des Wiener Dokumentationsarchivs für das Südliche Afrika (SADOCC) restituiert.
Bei der Diskussion über Pöchs Wirken ins Hintertreffen geraten sind seine Forschungen zu den Felsgravuren und Felsmalereien im südlich Afrika.

Bei dieser Felskunst muss deutlich zwischen Felsgravuren (Abb. 4) und Felsmalereien (Abb. 5) unterschieden werden:

Die zum Teil älteren Gravuren/Petroglyphen gibt es oft an entlegenen Orten, die aus sich heraus eine Bedeutung haben. Es sind Plätze, die nicht im Alltag genutzt werden, sondern vielmehr rituellen Handlungen vorbehalten sind – sozusagen heilige Orte. Zu sehen sind vor allem Tiere und mehr oder weniger abstrakte Zeichen, Menschenabbildungen sind dagegen selten.

Im Gegensatz dazu finden sich die Felsmalereien aus den zwei Jahrtausenden vor der Zeitenwende häufig in der Nähe von Wohnplätzen und besitzen ein charakteristisches Motivinventar: Es sind oft (komplexe) Szenarien mit Menschen zu sehen, die offenbar eine ideologische Botschaft vertiefen sollen: Gemeinschaft – Gleichheit – Mobilität als die höchsten Werte der urgeschichtlichen Gesellschaft.

Pöch's Forschungen zu den Gravierungen und Malereien

Nach Redaktionsschluss zeigte sich, dass die Zeichnungen von Carl Lischka auf Kopien der originalen Felsmalereien basieren, die George William Stow schon in den 1860/70er Jahren vor Ort angefertigt hat. Diese Aquarelle befinden sich im Iziko Museums of South Africa und sind dokumentiert im The African Digital Rock Art Archive (http://www.sarada.co.za). Damit ist unklar, welche Felsmalereien Pöch in Zimbabwe gesehen hat.

Rudolf Pöch fand auf seiner in den Jahren 1907 bis 1909 durchgeführten Forschungsreise Felsgravierungen in Südafrika sowie Felsmalereien in Südafrika und in Zimbabwe. Basierend auf Pöchs Reiseberichten im Anzeiger der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien hat Walter Hirschberg, der in den 20er- und 30er-Jahren dessen Nachlass bearbeitete, Pöchs Reisen und Fundplätze auf einer Karte vermerkt. (Abb. 6).

Hischberg hat in seiner Veröffentlichung aus dem Jahr 1936 aber nicht nur die Reisen von Rudolf Pöch dokumentiert, sondern auch manche der Abklatsche von Gravierungen abgebildet.

Da Pöchs Arbeiten über die Gravierungen und Malereien danach etwas in Vergessenheit geraten sind, fehlt es an einer systematischen Bearbeitung. Dies ist umso bedauerlicher, als seine Dokumente nicht nur einen historischen Wert haben, sondern zum Teil auch Bildwerke wiedergeben, die in den letzten 100 Jahren unwiderruflich verlorengegangen sind – sei es durch die Ausbeutung von Diamantvorkommen, bei denen auf Felszeichnungen kaum Rücksicht genommen wurde, sei es durch Besucher, die nur zu häufig über die Kunst ihre oft ganz privaten Botschaften kritzelten, oder sei es einfach nur durch Verwitterung.

Rudolf Pöch hat die Methode recht genau wiedergegeben, mit der er die Felsgravuren abgeklatscht hat: "Die Fließpapiere wurden auf den Felsen gelegt, mit einem nassen Schwamm befeuchtet und mit der Bürste aufgeklatscht. Ich benutzte 4 Lagen dieses Papiers übereinander. Infolge der großen Hitze verdunstete das Wasser sehr leicht, so dass viel Wasser und rasches Arbeiten notwendig war."6

Diese sich quasi ineinander verfilzenden Fließpapiere wurden damit zu einem Art Hochdruckstempel, in dem sich die erhabenen Teile der Gravur einprägten/vertieften – es entstand ein Relief, ein Negativbild. Diese 'Hochdruckstempel' hatten nach Ansicht des Handbuchbindermeisters Olaf Nie wohl eine Konsistenz ähnlich wie Eierkartons. Aus ihnen machte Pöch mittels unterschiedlicher Techniken Präsentationsobjekte: So beschreibt er, dass er sie zum Teil mit Schellack getränkt und Positivplatten in Gips abgegossen habe. Bei dem größten Teil der Originalabklatsche hat er aber vermutlich auf die Fließpapiere eine nicht wasserlösliche, hitzeempfindliche öl-/fetthaltige Farbe aufgetragen und darauf Papier oder Transparentpapier gelegt, auf denen die Farbpartikel haften blieben. Dadurch wurden die am tiefsten liegenden (Original-) Stellen seitenrichtig schwarz abgebildet.

Bei den Papierblättern wurden die Farbpartikel anscheinend durch einen Graphit-Stift nachgezeichnet, während die Transparentpapiere unbearbeitet blieben. Von manchen Motiven existieren sowohl ein Abdruck auf Paper als auch ein solcher auf Transparentpapier. Nicht viel mehr als einige wenige Drucke habe Pöch davon wohl kaum anfertigen können, glaubt Olaf Nie, sofern er diese Methode tatsächlich angewandt habe: Die originalen Fließpapiere, der 'Stempel', wurden durch die Farbe wohl stark in Mitleidenschaft gezogen.

Es ist unklar, wie viele Felsgravuren Pöch reproduziert hat. In dem diesem Artikel zugrunde liegenden Nachlass gibt es mehr oder weniger gut erhalten 57 Abdrucke, 20 auf Transparentpapier und 37 auf normalem Papier, mit einer Größe von DIN Ao bis DIN A4. Die sich auf den Drucken befindenden Motive sind ein sehr typischer Querschnitt für die im südlichen Afrika vorkommenden Felsgravuren. Dabei gibt es insgesamt 47 verschiedene Motive, wovon 10 sowohl auf Pergament- als auch auf normalem Papier vorliegen:

24 Motive mit Tieren, darunter die als Jagdbeute wichtige Elen- Antilope sowie Elefant, Nashorn, Löwe, Großkatze, Zebra, Echse (?) und Strauß, wobei ein Bild einen Strauß mit seinem Gehege darstellen könnte (Abb. 1, 7-12).

18 abstrakte Motive, die zum Teil Pflanzen oder stilisierte Menschen zeigen könnten und vereinzelt an einen Rohrschach-Test erinnern. Abstrakte Zeichen werden zum Teil Trance-Erfahrungen zugeschrieben (Abb. 13).

Vier Motive mit Menschen, einmal mit einem Bogen (Abb. 14, 15, 18). Von diesem letzten hat Hirschberg in seinem Buch ein Originalfoto der Gravur abgedruckt (Abb. 19). Sowie ein Bild mit Fußspuren (Abb. 16).

Die Felsmalereien

Pöch hat aber nicht nur Gravuren, sondern auch Wandmalereien dokumentiert. In dem vorliegenden Nachlass gibt es zum einen 10 Abpausungen auf Transparentpapier von einfachen, kleinen Zeichnungen von Wildtieren und von einer Hand. Pöch hat sie in der Nähe von Piketberg (ehemals Piquetberg) vorgefunden, einer an der Westküste Südafrikas liegenden Stadt (Abb. 17).

Zum anderen existieren 8 visuell faszinierende Zeichnungen, die der in Wien arbeitende akademische Maler Carl Robert Lischka im Jahre 1910 angefertigt hat. Ihr Ursprung sind komplexe Wandmalereien aus Zimbabwe, die Pöch wohl in den Matopos-Höhlen und in der Nähe von Harare gesehen und fotografiert hat.7

Lischka war darauf spezialisiert, für ethnologische Veröffentlichungen auf der Basis von Fotografien möglichst realitätsnahe Bilder zu zeichnen, beispielsweise indonesische Schwertgriffe für einen Artikel von Wilhelm Hein aus dem Jahre 1899.

Gemäß diesem Credo hat er wohl auch versucht, die Wandmalereien möglichst originaltreu wiederzugeben. Diese Ansicht vertritt jedenfalls Tilman Lenssen-Erz, nachdem er die Zeichnungen begutachtet hat.

So stuft er ein Bild (Abb. 21) als absolut glaubwürdig/authentisch ein, das mehrere Tiermenschen (Therianthrope) zeigt, die weibliche und männliche Schamanen symbolisieren sollen. Die Körperhandlungen könnten eine Krampfempfindung im Trancezustand widerspiegeln.

Therianthropen befinden sich auch auf einem weiteren Bild (Abb.24), an dem allerdings untypisch ist, dass es sich in der Mehrheit um weibliche Schamanen handelt. Typische Merkmale für diesen Malstil sind dagegen die weißen, aus den Achseln gezeichneten Streifen und die fehlenden Füße.

Als Trance-Haltung lassen sich die Körperhaltungen bei Abb.22 deuten - wobei aber wohl die drei kleinen sitzenden Gestalten dem Bild später hinzugefügt wurden.

Weitere Zeichnungen zeigen die Jäger und Sammler zusammen mit Tieren: Auf der Jagd nach Straußen (Abb. 23) und mit einer Elen-Antilope, deren Gesicht von Lischka wohl etwas 'geschönt' wurde (Abb. 20), und zusammen mit einem Nashorn (Abb. 26). Dieses Bild ist wohl erst im 18./19. Jhd. entstanden. Ein typisches Symbol ist das Kreuzeichen auf dem Nashorn, dessen Bedeutung verloren gegangen ist.

Aber: Auch wenn Lischka zum Teil sehr originalgetreu gezeichnet hat, hinterlassen einige Bilder bei Lenssen-Erz Fragezeichen, weil sie Abweichungen vom Kanon sind. Es könnte sein, dass Malereien verblasst oder Fotografien undeutlich waren, wodurch Raum blieb für künstlerische Interpretationen. Solche Fragezeichen bzgl. der originalen Vorlage gibt es vor allem bei 2 Blättern:

Das eindrucksvolle Bild eines einzelnen Menschen ist für Lenssen- Erz eine Melange aus dem Original und dem Malstil der damaligen Zeit: Während Elemente wie die Kopfform stimmig sind, erscheinen Nase und Gesicht untypisch. Lischkas Zeichnung verdankt sich wohl ein wenig dem Wiener Jugendstil (Abb. 25).

Das ungewöhnlichste Blatt hat eine Kampfszene zwischen Therianthropen mit Speeren und Menschen mit Bogen zum Inhalt. Folgt man der Schamanen-Theorie, würden hier Schamanen der San/Buschmänner in Trance gegen Jäger und Sammler aus dem eigenen Volk kämpfen. Dies ist eher unwahrscheinlich. Aber vielleicht handelt es sich bei den Menschen um Eindringlinge, die deshalb kleiner dargestellt wurden? Sind die Jäger und Sammler später hinzugefügt worden? Oder ist Lischka die Fantasie etwas durchgegangen, und hat er diese dramatische Szene erfunden/ aus Versatzstücken zusammengestellt? Für Lenssen-Erz ist dieses Bild "ein großes Rätsel" (Abb. 27)

Nicht nur dieses letzte Bild ist ein deutlicher ein Beleg dafür, wie sehr sich eine weitere wissenschaftliche Aufbereitung dieses Nachlasses von Rudolf Pöch lohnen würde.

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Fotogalerie Petroglyphen und Felsmalereien im südlichen Afrika

Kunst und Kontext 2/2013 (Ausgabe 06). Seite 9-17. Abbildungen: Siehe Bildunterschriften.

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Abb. 1: Smartt‘s Farm

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 2: Tilmann Lenssen-Erz

Foto: Ingo Barlovic

Abb. 3: Rudolf Pöch

Tafel 1: Szilvássy, Johann, Spindler, Paul und Kritscher, Herbert: Rudolf Pöch-Arzt, Anthropologe und Ethnograph

Abb. 4: Felsgravur in Twyfelfontein (Namibia)

Forschungsstelle Afrika am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln

Abb. 5: Felsmalerei Brandberg (Namibia)

Forschungsstelle Afrika am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln

Abb. 6: Pöchs Fundplätze

Karte in: Hirschberg, Walter: Völkerkundliche Ergebnisse der südafrikanischen Reisen Rudolf Pöchs in den Jahren 1907 bis 1909

Abb. 7: Smartt‘s Farm

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 8: Putzonderwater (Kenhardt-Distrikt)

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 9: Smartt‘s Farm

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 10: Smartt‘s Farm

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 11: Smartt‘s Farm

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 12: Smartt‘s Farm

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 13: Gamatip (Kuruman-Distrikt)

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 14: Gamatip

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 15: Fundort nicht ersichtlich

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Abb. 16: Incvanin

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Abb. 17: Montourlei (bei Piketberg)

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 18: Incvanin

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 19: Incvanin

Hirschberg, Walter: Völkerkundliche Ergebnisse der südafrikanischen Reisen Rudolf Pöchs in den Jahren 1907 bis 1909, Abb. 19

Abb. 20: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 21: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 22: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 23: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 24: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 25: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 26: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Abb. 27: Zimbabwe

Publikationsrecht Ingo Barlovic

Anmerkungen (Fußnoten)

  • 1: Der berühmte Film, der einen Buschmann beim Sprechen in einen Archivphonographen zeigt, findet sich u.a. auch auf youtube.com
  • 2: Zusätzlich lagern in den Objektdepots des Museums für Völkerkunde in Wien etwa 5000 ethnografische Gegenstände aus Melanesien und Südafrika sowie einige Bilddokumente aus der Sammlung des österreichischen Arztes und Anthropologen Rudolf Pöch (1870-1921). Von seiner zweijährigen Forschungsexpedition (1904 –1906) nach Melanesien und Australien kehrte R. Pöch mit 3800 Objekten, 1500 Fotografien, 2000 m belichteten Filmspulen und 72 Tonbandaufnahmen aus Neuguinea und dem Bismarck-Archipel (Neubritannien, Neuirland) zurück. http:// www.weltmuseumwien.at/erleben/forschung/forschungsprojekte/der-wissenschaftlichenachlass- von-rudolf-poech-1870-1921
  • 3: Szilvássy, Johann, Spindler, Paul und Kritscher, Herbert: Rudolf Pöch-Arzt, Anthropologe und Ethnograph, S. 760
  • 4: Duchâteau, Amand: Jäger- und Sammlervölker Afrikas, S. 125
  • 5: Die folgenden Ausführungen zu der Felskunst basieren zum größten Teil auf einem Gespräch mit Tilman Lenssen-Erz und Klaus Günther am 5. September 2013 in Köln
  • 6: Pöch, Rudolf: Abklatsche alter Petroglyphen aus Südafrika, S. 1
  • 7: Grundsätzlich ist es schwierig, nur aufgrund der Bilder zu erkennen, woher die Malereien stammen: Eine Analyse des Online Archivs des Rock Art Research Institute (RARI) zeigt, dass sich die Wandzeichnungen im gesamten Vorkommensgebiet gleichen. So gibt es im Brandberg-Massiv in Namibia, das u.a. von Abbé Breuil erforscht wurde (dem Entdecker der Wandmalereien von Les Combarelles und Font de Gaume in der Dordogne), ähnliche Menschendarstellungen wie in den fast 1800 Km entfernten Drakensbergen oder den davon annährend 900 Km entfernten Matopos Höhlen. Unterschiede gibt es bei jedoch relevanten Tieren (Namibia: Springbock; Südafrika: Elen).

Literatur

  • Duchâteau, Amand: Jäger- und Sammlervölker Afrikas, in: Jäger- und Sammlervölker in aller Welt, Wien 1986
  • Hirschberg, Walter: Völkerkundliche Ergebnisse der südafrikanischen Reisen Rudolf Pöch's in den Jahren 1907 bis 1909, Wien 1936
  • Pöch, Rudolf: Verschiedene Berichte über seine Reisen in Südafrika in dem Anzeiger der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, XLXV. Jahrgang, Wien 1909
  • Pöch, Rudolf: Abklatsche alter Petroglyphen aus Südafrika, Wien 1916
  • Regal Wolfgang und Nanut, Michael: Arzt, Anthropologe und "Meister des Lichtbildes", in: Ärzte Woche 1 /2010
  • Szilvássy, Johann, Spindler, Paul und Kritscher, Herbert: Rudolf Pöch-Arzt, Anthropologe und Ethnograph, in: Ann. Naturhistorisches Museum Wien, 83/1980, S. 743-762

Buchempfehlungen von Tilmann Lenssen-Erz

  • Paul G. Bahn: The Cambridge Illustrated History of Prehistoric Art, Cambridge 1998.
  • David Coulson & Alec Campbell: African rock art, New York 2001.
  • Tilman Lenssen-Erz & Marie-Theres Erz: Brandberg, der Bilderberg Namibias, Stuttgart 2000.
  • David Lewis Williams & Thomas A. Dowson: Images of Power. Johannesburg 1989.
  • Patricia Vinnicombe: People of the Eland. Johannesburg 2001.

Text: Ingo Barlovic

Mein Dank gilt dem Künstler und Illustrator Klaus Günther, Tilman Lenssen-Erz und Olaf Nie

Vielen Dank an Ingo Barlovic.

Autor
Ingo Barlovic
Verpflichtende Zitierweise zum Artikel

Petroglyphen und Felsmalereien im südlichen Afrika - Die Forschungen von Rudolf Pöch; Ingo Barlovic; 2016; https://www.about-africa.de/kunst-und-kontext/ausgabe-06-2013/737-petroglyphen-und-felsmalereien-im-suedlichen-afrika-die-forschungen-von-rudolf-poech

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