Der Name Thorbecke ist heute nur mehr wenigen Kennern afrikanischer Kunst und Kultur ein Begriff. Vor allem in Köln, wo der Wirtschaftsgeograf Franz Thorbecke (08.11.1875 - 12.08.1945) ab 1917 an der Universität unterrichtete, ist das Andenken noch lebendig. Hier befinden sich im Rautenstrauch- Joest-Museum neben der Fotodokumentation seiner 1911 bis 1913 stattgefundenen Kamerun-Expedition auch rund 30 zugehörige Objekte sowie weiteres Archivmaterial.1 In Mannheim erinnert seit der 1980 gezeigten Ausstellung "Skulpturen aus Kamerun. Sammlung Thorbecke 1911/12" nur noch ein in der momentan laufenden Ausstellung "Musikwelten" gezeigtes Tanzkostüm an diese Expedition.

Im Jahr 2013 jährte sich jedoch zum hundertsten Mal der Eingang einer Sammlung von mehr als 1300 Nummern bei den heutigen Reiss-Engelhorn-Museen, die Franz und Marie Pauline Thorbecke (12.08.1882 - 05.02.1971) auf ihrer Expedition in das Hochland von Kamerun zusammentragen konnten. Diese bilden einen Teil der Ergebnisse der Thorbecke'schen Expedition, die in weiteren Teilen auch an anderen Institutionen in Deutschland, vor allem dem Rautenstrauch-Joest- Museum in Köln und dem Ethnologischen Museum in Berlin, zu finden sind.

Vier Publikationen fassen die erhobenen Daten zusammen. Nur die ersten beiden Bände, 1914 und 1916 publiziert, erschienen noch während der Regierungszeit von Kaiser Wilhelm II., unter dessen Herrschaft Deutschland außereuropäische Gebiete als Kolonien für sich beanspruchte. Band 3 erschien erst 1919, der vierte Band wurde nach dem Tod von Franz Thorbecke 1951 posthum durch seine Witwe herausgegeben.

Der erste Band erläutert unter dem Titel "Die Reise: Eindrücke und Beobachtungen" den Weg der Expedition, vermittelt das Erlebte und gibt hinsichtlich Mensch und Natur Hinweise auf den Umgang mit der Umgebung. Hier werden Marie Pauline Thorbecke und Leo Waibel als Mitautoren genannt. Letzterer begleitete die Expedition als Naturkundler, fiel jedoch wegen schwerer Krankheit früh aus und musste die Heimreise antreten. Band 2, "Anthropogeographie des Ost-Mbamlandes", befasst sich im weiteren Sinne mit dem Verhältnis Mensch - Umwelt und beschreibt neben den Bodenverhältnissen die Siedlungs- und Wirtschaftsformen. Kamerun war zu dieser Zeit bereits keine von Deutschland kontrollierte Kolonie mehr. Der dritte Band, "Beiträge zur Völkerkunde des Ost-Mbamlandes", wurde von Franz und Marie Pauline Thorbecke unter Mitarbeit des Anthropologen Theodor Mollison und des Musikwissenschaftlers Wilhelm Heinitz herausgegeben. Während sich Mollison auf 13 Seiten auf die Besprechung des aus Kamerun vorliegenden Knochenmaterials beschränkt, gibt Heinitz auf 58 Seiten einen Überblick über die Instrumentengruppen und wertet die Phonogramme aus. Dabei legt er auch umfassend Rechenschaft über seine Methode ab und weist auf fehlende Daten hin, die mangels Fachkenntnissen von Thorbeckes nicht erhoben wurden.

Der vierte Band widmet sich der physischen Geografie des Ost-Mbamlandes und beinhaltet neben der Beschreibung der durchreisten Gebiete die Analyse der mitgebrachten Gesteinsproben und das klimatologisch-meteorologische Tagebuch der Expedition.

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Fotogalerie Unser Haus ist das reine Museum

Die Sammlung Franz und Marie Pauline Thorbecke an den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Kunst und Kontext 1/2014 (Ausgabe 07). Seite 5-15.

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Abb. 1: „Bamum-Fullahhäuptling“. Fotograf unbekannt

Als eine von zahlreichen Fotografien des Herrschers Njoya ist nicht klar, warum er in der Bildunterschrift nicht klar als solcher identifiziert wurde.

Abb. 2: „Häuptlingsmutter von Bamum“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (H 48,5 cm, B 40,5 cm)
Abb. 3: „Kamerunberg von Duala aus“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (B 25 cm, H 18,5 cm)
Abb. 4: „Häuptling von Bana“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (H 56 cm, B 39 cm)
Abb. 5: „Häuptling von Bana“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (H 37 cm, B 28 cm)
Abb. 6: „Hängebrücke“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (B 25 cm, H 18 cm)
Abb. 7: „Großer Hof im Häuptlingsgehöft von Bamum“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (H 37,5 cm, B 27 cm)

Das Bild zeigt links den Audienzbereich des Herrschers, vermutlich ist es Njoya, der dort sitzend abgebildet ist. Ähnliche Ansichten finden sich in einem Aquarell von Vollbehr und den Fotografien von Marie Pauline Thorbecke und Rudolf Oldenburg.

Abb. 8: „Mbum-Neger in Fullahtracht, Lamido von Tibati“, Aquarell von Marie Pauline Thorbecke (H 38 cm, B 27,5 cm)
Abb. 9-Teil 1: „Graslandschaft, Bana“, Aquarelle von Marie Pauline Thorbecke, jeweils (H 13 cm, B 18 cm)
Abb. 9-Teil 2: „Graslandschaft, Bana“, Aquarelle von Marie Pauline Thorbecke, jeweils (H 13 cm, B 18 cm)
Abb. 10: Trinkhorn aus dem Besitz der Mutter von Njoya, Inventarnummer IV Af 4937, Nummer 382 im Thorbecke-Verzeichnis

Franz Thorbecke

Nach Abschluss des Studiums der Mathematik, Botanik, Chemie und Geografie 1901 war er gemäß dem Wunsch seines Vaters in den Schuldienst eingetreten. Von 1905 an unterrichtete er in Mannheim an der höheren Mädchenschule und am Lehrerinnenseminar und später auch an der Handelshochschule.2

Eine in den Jahren 1907 und 1908 durchgeführte Expedition des Reichskolonialbundes führte Franz Thorbecke erstmals in das Hochland von Mittel-Kamerun. Auf der Überfahrt dorthin lernte er seine spätere Frau kennen, die Malerin und Fotografin Marie Pauline Berthold.

Ab 1909 gab er Vorlesungen und Seminare an der Handelshochschule in Mannheim, beginnend als Lehrkraft für einzelne Vorlesungen im Sommersemester 1909 mit einem "Vortragszyklus über das Schutzgebiet Kamerun". In den Folgejahren hielt er Vorlesungen und Seminare vor allem zum Themenkomplex Wirtschaft und Kolonisation. Im Jahr 1917 wechselte Franz Thorbecke dann nach Köln an die dortige Handelshochschule. Dort blieb er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1942; er gilt als Verfechter neokolonialer Bestrebungen des Deutschen Reiches. Seine Buchsammlung wurde 1949 an die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln verkauft.3

Archivmaterial zur Reise befindet sich an den Reiss-Engelhorn- Museen in Form der der Stadt Mannheim übergebenen Sammlungsliste und weniger Korrespondenz des Museums mit Franz Thorbecke sowie dem Rautenstrauch-Joest-Museum, in dem über mehrere Jahre die Aquarelle und Ölbilder von Marie Pauline Thorbecke als Leihgaben lagen. Das in Leipzig ansässige Institut für Länderkunde gab bei Marie Pauline Thorbecke Kopien einiger ihrer Aquarelle in Auftrag, die diese hierfür aus Mannheim auslieh. Ob diese Kopien und möglicherweise weitere Korrespondenz in Leipzig vorhanden sind, wurde für den vorliegenden Artikel nicht überprüft. An gleichem Ort befinden sich jedoch auch die Aquarelle von Ernst Vollbehr, der kurz vor dem Ehepaar Thorbecke teils gleiche Orte im Bild festgehalten und in seinem Buch "Mit Pinsel und Palette durch Kamerun. Tagebuchaufzeichnungen und Bilder" ergänzende Informationen zu nicht weiter erläuterten Bildern von Marie Pauline Thorbecke festgehalten hat.

Das Archiv der Universität Mannheim verfügt über wenige Briefe, die die Verlängerung der Reise aufgrund Krankheit von Marie Pauline Thorbecke und damit verbundenem Ausfall von Lehrveranstaltungen betreffen.4

Kamerun

"Seit ich 1908 von einer Reise in Kamerun zurückgekehrt war, hat mich immer wieder die Sehnsucht gefaßt nach den weiten, windegepeitschten Savannen des Hochlands von Kamerun. Viele Pläne tauchten auf und wurden verworfen, bis ich endlich 1911 froh und stolz zugleich sagen konnte: es geht wieder nach Afrika." So kann man in Franz Thorbeckes Vorwort zu den unter dem Titel "Im Hochland von Mittel-Kamerun" vierbändig publizierten Ergebnissen der von ihm 1911 bis 1913 durchgeführten Kamerun-Expedition lesen.5

Neben ihrem Ziel der Erhebung von Daten zu Klima, Topografie, Vegetation, Tierwelt und wirtschaftlichen Verhältnissen brachte diese Expedition auch "1300 Gesteine und Bodenproben, 800 botanische Nummern, darunter eine Sammlung Hölzer, 300 zoologische Nummern, 6 menschliche Schädel, davon 2 mit ganzem Skelett, und Skeletteile, 50 Phonogramme von Musik- und Sprachproben, 1300 Ethnographika, 800 Photographien, die alle unterwegs entwickelt wurden, 80-90 Aquarelle, Ölgemälde und Farbenskizzen sowie viele Bleistiftzeichnungen" nach Deutschland.6

Die Stadt Mannheim hatte die Expedition mit 10.000 Mark unterstützt, "dafür erhielt sie die umfangreichen ethnologischen Sammlungen, die ein Bild von der materiellen Kultur der von uns bereisten Landschaften geben und neben vielen Dingen des täglichen Lebens auch manch kostbares Schaustück enthalten"7, sowie die von Marie Pauline Thorbecke angefertigten Aquarelle und Ölbilder. Der Verbleib von Farbskizzen und Bleistiftzeichnungen ist bisher unbekannt. Diese kamen nicht in den Besitz der Stadt Mannheim. Die Deutsche Kolonial-Gesellschaft förderte die Expedition mit weiteren 20.000 Mark; insgesamt belief sich das Budget der Expedition auf 41.600 Mark. 8

Die naturkundlichen Sammlungen gelangten zumindest in Teilen ebenfalls nach Mannheim. Die anthropologischen Sammlungen gingen in die Anatomische Sammlung der Universität Heidelberg über.

Während die Methoden der Feldforschung nie umfassend dargelegt werden, die Herkunft der wiedergegebenen Informationen somit vielfach nicht klar ist, gibt ein von Marie Pauline Thorbecke 1935 verfasster Artikel eine Idee hiervon:

"Auf dem Marsch oder in Ruhestunden des Lagers, wenn mein Mann die Karte des Landes aufnahm und zeichnete, ließ ich mir von den vertraut gewordenen Eingeborenen ihre Märchen erzählen, ich lernte ihre Zahlwörter und nahm Sprachproben der so häufig wechselnden Sprachen und Dialekte auf, fragte auch vorsichtig nach Rechtsanschauung, religiösen Vorstellungen und Gebräuchen. Manchmal wurden die Leute ganz eifrig dabei, freuten sich, davon berichten zu können und an meinen Fragen zu merken, wie ich mich für ihr Leben und ihre Gedankenwelt interessierte. Daß ich nie versuchte, sie etwas anderes, etwas "Besseres" lehren zu wollen, öffnete ihnen die Lippen, wie sie mir mehrfach sagten."9

"Nun sind wir wirklich da, und all die Aufregungen, die schlimme Hetze der letzten Wochen vor der Ausreise liegen fern hinter uns."

Mit diesen Worten beschreibt Marie Pauline Thorbecke die Ankunft der Expedition im Hafen von Douala am 1. November 1911.10 Ausführlich beschreibt sie die Intensität der Farben der neuen Umgebung, um damit gleich auch die geografischen Ziele der Expedition zu verfolgen. Das erste in Kamerun entstandene Bild zeigt den hinter Douala aufragenden Kamerunberg (Abb. 3):

"Gestern abend zeigte er sich uns in überwältigender, großartiger Schönheit. Kurz vor Sonnenuntergang stand er über dem goldig grünen Vordergrund von Palmen und Papayas, dem blaugrünen Wasser und den dunklen Mangroven in reinen violettrosigen Farben vor dem hellen gelbgrünlichen Himmel, ein Bild, das in der zarten Glut der Töne an die japanischen Bilder vom Fujijama erinnert. – Doch ist der Kamerunberg weniger steil, viel breiter und massiger aufgebaut. Von Duala aus erscheint er als wuchtiger, flacher, fast symmetrischer Kegel; in der leicht geschwungenen Profillinie kann man zwei Plateaus erkennen, die sich sanft zum nächsten steileren Anstieg heben; die Spitze ist abgeplattet; ein riesenhafter, mehr als 4000 m hoher Berg von reinster Vulkanform."11

Für die Bewohner des Landes findet Marie Pauline Thorbecke vorerst viel weniger schmeichelhafte Worte. Im Verlauf der Beschreibung von Douala kommt sie auch auf die Vertreter der einheimischen Bevölkerungen zu sprechen. Völlig dem Geist der Zeit verhaftet, geht sie von der Überlegenheit der weißen Kolonialherren über die angetroffenen Gruppen aus. Während sie für die muskulösen, nur mit Lendentuch bekleideten Ruderer, die die Schiffsfrachten löschen, lobende Worte findet und sie als wandelnden, glänzenden Bronzen gleich beschreibt, fallen ihre Kommentare über die Schiffsarbeiter weniger schmeichelhaft aus.

"Seit ich die Ruderer gesehen hatte, konnte ich die Schiffsarbeiter, seien es Kru- oder Wheyboys, gar nicht mehr leiden. Diese schmutzigen Trikothemden, zerrissenen Hosen und unförmlichen Mützen lassen einem nur den Anblick des affenartigen, hässlichen Kopfes, während man bei dem nackten Menschen über dem wohlgebildeten Körper den unschönen Kopf ganz vergißt. Es geht mir drollig mit den beiden. Sehe ich einen bekleideten Schwarzen, so bezeichne ich ihn in meinen Gedanken als "Neger", ist er mir sehr unsympathisch, als "Nigger", aber bei dem nackten Naturkind fällt mir immer wieder unser gutes altes deutsches Wort "Mohr" ein. [...] In Duala gibt es nur "Neger" oder die noch schlimmere Sorte. Den "Mohren" werden wir wohl erst im Innern wieder begegnen."12

Zwar entsprechen ähnliche Äußerungen weitgehend dem damaligen Zeitgeist, doch erscheinen ihre verfrühten Urteile wohl auch aus der damaligen Zeit heraus sehr hart. Im Verlauf ihres Buches benutzt sie dann fast ausschließlich den Begriff "Neger", beschreibt aber in Einzelfällen die Persönlichkeit der Menschen, vor allem regionaler Herrscher. Da auch ein nicht geringer Teil der Bevölkerungen im Inneren des Landes durchaus bekleidet war, bezog sich Thorbeckes Kritik wohl auf europäische Kleidung. Die Übernahme von Bekleidungstradition benachbarter Gruppen durch auf der Expedition besuchte Ethnien wird im Verlauf ihres Buches sehr viel wohlwollender besprochen.

Etwa 20 Jahre später publizierte sie überraschend einen anderen Blick, nämlich den der Einheimischen auf sich: "Auf dem Marsch war ich mit Reitzeug und Tropenhelm genauso gekleidet wie mein Mann, deshalb wurden in den Dörfern, die wir durchzogen, oft Zweifel laut, ob ich wirklich eine Frau sei; die Eingeborenen schlossen darüber Wetten untereinander ab und folgten unserer Karawane stundenweit bis zum Rastort."13

Dieser rote Boden!

Die Expedition begann am 20. November 1911 mit der Zugfahrt von Bonaberi (zu der Zeit gegenüber der damaligen Hauptstadt Douala gelegen) nach Nkongsamba. Die Strecke der Nordbahn war im April 1911 eingerichtet worden. In Nkongsamba wurden 100 Träger für das Expeditionsgepäck angeworben, und man erreichte nach sechs Marschtagen die Militärstation Dschang.

"Wir sind durch wahre Wunder gezogen und haben seit Sanschu so viel Neues, Überraschendes gesehen, daß mir der Kopf schwirrt [...] Dieser rote Boden! Er ist eigentlich die größte Überraschung für mich. In allen meinen Afrikaträumen hatte ich mir nie vorgestellt, daß die Wege hier rot sein würden. Und noch dazu so brennend rot, wie ein guter, kräftiger Ziegelstein zu Haus. Dieses leuchtende Band, daß sich da durch das Landschaftsbild zieht, gibt allen andern Farben einen größeren Wert; das Grün der Bäume wird tiefer und voller, der Himmel von stärkerem Blau; es wird einem klar, wie kraftvoll alle Farben sind, da sie sich neben diesem Rot behaupten können."14 Auf breiter Straße ging es nun von Dschang nach Bana. "Menschen sahen wir fast gar nicht, alle liefen fort. [...] Sie sind hier alle noch sehr scheu, und vor der Station haben sie solche Angst, daß keiner zu uns, die wir noch einige Minuten davon entfernt wohnen, kommen will, um Ethnographika zu verhandeln", schreibt Marie Pauline Thorbecke am 17. Dezember 1911.15

Doch man verbrachte auch die Weihnachtszeit noch vor Ort und nutzte die Annehmlichkeiten einer Herberge. "Abseits der Station, ganz unter Palmen verborgen, liegt das Dorf des Fona, des Häuptlings von Bana. Bald entwickelte sich mit ihm ein reger Tauschverkehr. Geräthe, Waffen, zuletzt sogar geschnitzte Türrahmen von seinem Palast überließ er uns gegen allerlei Tauschwaren. Die anfängliche Zurückhaltung der Eingeborenen war bald überwunden, und zum Abschiede veranstaltete der "King" am ersten Weihnachtsfeiertage uns zu Ehren ein großes Tanzspiel."16

Nach mehreren anderen Tänzern trat auch der Fona auf, "unzweifelhaft der Schönste seines Volkes, groß, schlank, jeder Muskel des Körpers zur Vollendung ausgebildet, stattlicher und reifer mit seinen etwa 35 Jahren als die vielen Jünglinge, jünger und frischer als die alten Leute, besser gepflegt und höher gewachsen als alle anderen."17 Das Fest wurde von Franz Thorbecke mit dem Phonographen aufgenommen und im Anschluss abgespielt. "Das Erstaunen darüber, daß die Maschine ihre Sprache verstände, war ganz enorm."18

Der Fona von Bana wurde von Marie Pauline Thorbecke in zwei Aquarellen verewigt (Abb. 4+5). Im "Verzeichnis der von Prof. Dr. Thorbecke 1911/12 in Kamerun gesammelten ethnographischen Gegenstände" sind vier Nummern (149 a bis d) als "Alter Hausbalken vom Häuptlingsgehöft Bana, teilweise zerbrochen u. von Termiten zerfressen" vermerkt, drei davon wurden unter den Nummern IV Af 7316 - 7318 inventarisiert, Nummer 149 d wurde als fehlend vermerkt, IV Af 7316 ist laut Inventarbuch die Thorbecke-Nummer 160 "Stück zum Hausbalken 149". Das Verzeichnis führt auch die Gegengaben der Expedition, die hier mit Stoffen und Tabak angegeben wurden.19

Bamun

Am 28. Dezember ging es über schmale Pfade und durch oft unwegsames Gelände weiter nach Foumban, der Hauptstadt des Königreichs Bamun. Am Ufer des Flusses Nun musste die erste Hängebrücke überquert werden. Marie Pauline Thorbecke hielt diese nicht nur in einem Aquarell fest (Abb. 6), sondern beschreibt eindrücklich die Erfahrung der Überquerung: "Ich hatte mir solche Hängebrücke doch harmloser vorgestellt. Hoch zwischen den Bäumen schwebt sie, wie eine große Hängematte über dem 50 m breiten Fluß, ganz aus Lianen geknüpft und von langen Lianenstricken gehalten. Der Boden dieser Brücke ist 5 cm breit, unregelmäßig und glatt; rechts und links spannt sich ein hohes Geländer, das nach oben auseinander geht, so daß man es gerade mit beiden Händen fassen kann. Zwischen Geländer und Boden sind in Abständen von 50 zu 50 cm regelmäßige Knüpfschnurren angebracht, und auch in der Längsrichtung noch zwei oder drei lange Seile parallel mit dem Boden, wodurch ein ganz grobes Maschennetz entsteht. Eine Zyklopenleiter aus ungefügten Stämmen führt in den Baum zur Brücke hinauf [...] Wenn man in der Mitte der Brücke ist, schwankt sie stark hin und her, und man darf nicht lange nach unten sehen, sonst faßt einen der Schwindel durch das Ziehen und Gleiten des Wassers; rasch muß man lernen, die Füße richtig setzen, ohne hinzublicken, und lieber geradeaus schauen."20

Wenige Tage später erreicht die Expeditionskarawane Foumban, die Hauptstadt des Königreichs Bamun. Es war erst 1902 in den deutschen Fokus gerückt, und der schon damals herrschende Njoya wurde schnell ein Verbündeter der Kolonialmacht. Als 1885 sein Vater im Krieg gegen die Nso getötet wurde, übernahm Njoyas Mutter die Regierungsgeschäfte für ihren damals minderjährigen Sohn. Die Gesellschaft war streng hierarchisch gegliedert mit dem König (mfon) an der Spitze. Njoya hatte 1912 neben seiner Mutter Njapundunke (Abb. 2) noch "drei alte Ratgeber Ndassa, Schumbo und Nkae, die man Patschitafons nennt."21

Er umgab sich mit Mitgliedern des Adels, die hohe Ämter bekleideten. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung bildeten das einfache Volk, das auf den Feldern des Adels arbeitete. Die vom Adel zu leistenden Abgaben an den König verteilte dieser dann wieder.22 Njoya galt als allem Neuen sehr aufgeschlossen und führte in seinem Reich zahlreiche Neuerungen ein. So rüstete er zum Beispiel seine Armee mit eigens entworfenen Uniformen nach europäischem Vorbild aus und ließ sie exerzieren. Er selbst trug eine Zeit lang die ihm von Kaiser Wilhelm II. geschenkte Paradeuniform. Seine Mutter "vertritt das konservative Element und bildet dadurch ein gewisses Gegengewicht gegen den neuerungssüchtigen Njoia."23 Das Ehepaar Thorbecke traf Njoya nicht mehr in die Paradeuniform gekleidet an. Er hatte diese gegen die Tobe der Fulbe und Haussa getauscht (Abb. 1). Dass der Herrscher nicht weiterhin in "christlicher" Kleidung auftrat, musste auch im Expeditionsbericht Erwähnung finden:

"Es ist häufig die Befürchtung ausgesprochen worden, daß Njoja durch die Anlegung der Fullahtracht und durch Übernahme mancher der etwas bunt theatralischen Fullahsitten allmählich auch zur Religion der Fullah, zum Islam, hinübergezogen werden könnte und dadurch in einen Gegensatz zur deutschen Verwaltung, unter deren Schutz die christliche Mission auch in Bamum arbeitet, geraten würde. Dieser Befürchtung steht die Tatsache gegenüber, daß die Haussahkolonie, die in Bamum das islamische Moment vertritt, im Lauf der letzten Jahre erheblich abgenommen hat, ja, daß auf Befehl des Häuptlings die Haussahmoschee, die früher am Marktplatz stand, aus dem Stadtgebiet heraus verlegt und in einem besonderen Haussahdorf neu erbaut worden ist. Und an der Stelle der alten Moschee errichtete Njoja eine im Bamumstil gebaute kleine Kirche für die Basler Mission, er und seine Mutter pflegen die Sonntags-Versammlungen zu besuchen, und er hat auch gestattet, daß sich eine Anzahl seiner Weiber taufen ließen. Daß aber der Häuptling selber und mit ihm dann auch ein großer Teil seines Volkes das Christentum annehmen werden, glaube ich nicht, wenn er auch gern und dankbar manche Anregung zu kulturellen Arbeiten von den Missionaren empfängt."24

Born vermutet, Njoya habe möglicherweise auf deutschen Schutz vor dem nach Süden sich ausbreitenden Islam gehofft, als er 1902 sein Land ohne militärischen Widerstand öffnete.25 Beeindruckt zeigte sich die Expedition vor allem vom Palast. (Abb. 7) "Da, wo sich die Geschicklichkeit der Bamum im Hausbau und ihre Kunst der Holzbildnerei vereinigt haben, wie beim Palast des Häuptlings, ist ein fürstlich schöner Bau entstanden. Er mag eine Länge von 100 m und eine Breite von 70 m haben und besteht aus einer großen Anzahl sehr hoher, quadratischer Bamumhäuser, die in einen engen Komplex zusammengebaut sind. […] Im Innern des Palastes wechseln hohe, dämmrige, fast leere Räume, in denen höchstens einige Betten, Töpfe, Trommeln und Waffen stehen, mit engen, stockfinsteren Gängen und weiten, luftigen Höfen. Der Ehrenhof des Häuptlings, in dem er Besuche empfängt oder Gericht spricht, erinnerte an einen Klosterkreuzgang bei uns, mit dem breiten, ringsum laufenden, schattigen Wandelgang, der nach der Hofseite zu von verzierten, holzgeschnitzten Säulen begleitet wird, mit dem im Halbrund vorspringenden Kuppelbau an einer Schmalseite, dessen Säulen die doppelte Höhe haben, mit dem hellen, sonnigen Hof in der Mitte, in dem unter leuchtend grünen Bäumen und niedrigem Strauchwerk graue, stelenartige Grabsteine der Ahnen stehen."26 Die Expedition hinterließ möglicherweise die letzte Beschreibung des Baus, der kurze Zeit später durch einen Blitzschlag in Brand geriet und bis auf zwei teilmassive Häuser, von Njoya und seiner Mutter bewohnt, zerstört wurde.

30 Inventarnummern befinden sich in den Beständen der Reiss-Engelhorn-Museen, deren Herkunft aus Besitz des Palastes von Foumban durch Angaben der Thorbeckes nachgewiesen ist (siehe Liste). Darunter neben zahlreichen alten Stücken (die Unterscheidung nach alten und neuen Stücken wird durch das Ehepaar Thorbecke bereits im für die Stadt Mannheim zusammengestellten Objektverzeichnis getroffen), die teils dem Vater von Njoya zugeschrieben werden, auch Produkte der 1912 von Njoya begründeten Webschule, die der wirtschaftlichen Stärkung dienen und alte Traditionen aufleben lassen sollte. Von einer Gefahr für den Absatz europäischer Stoffe durch die Webschule ging man jedoch nicht aus. Zu fest sah man die Stoffe aus europäischen Fabriken schon in die Wirtschaft des Landes integriert.

Zahlreiche Holzskulpturen, Pfeifen und Pfeifenköpfe aus Ton und Messing und weitere Produkte der lokalen Gelbgießerei wurden vom Ehepaar Thorbecke erworben. Zwecks wirtschaftlicher Entwicklung der Region soll zwar eine Bahnstrecke nach Foumban geführt werden, man hofft jedoch, dass dabei "die eigenartige, an künstlerisch-schönen Erzeugnissen so reiche Bamumkultur nicht vollständig verloren" geht.27

Listennr. ThorbeckeObjektBezahlter Kaufpreis in GeldBezahlter Kaufpreis in Tauschwaren, GegenstandBezahlter Kaufpreis in Tauschwaren, Betrag hierfürGeschätzter InventarwertInventarnr.
249 Große alte Tabakpfeife, Tonkopf u. reich mit Köpfen verziertes langes Messingbronze-Rohr, aus dem Besitz des Häuptlings Njoya, Bamun, sehr seltenes Stück 100,- 2 gr. glatte Uni-Velart,
2 kl. gepresste Velar
23,-
19,20
1200,- IV Af 4887
250 Alte eiserne Doppelglocke für Krieg und Spiel, aus dem Besitz des Häuptlings, Bamun 10,- 50,- IV Af 6257
251 Verzierte Messingbronze-Glocken für Tanzspiel, alte Arbeit 3,- 40,- IV Af 5001
252 Wie vor, aber neuere, beide aus Njoyas Besitz 3,- 30,- IV Af 5003
253 Sehr altes Tanzgewand der Haussa aus Bamun. Stoffstreifen mit Kopfhaube, blau-weiß, dazu 40,- 4 P. Streichhölzer 0,40 500,- IV Af 7767
254 ebenfalls sehr alter Kopfschmuck, holzgeschnitzte Maske, Gesicht mit Bronzeblech beschlagen, hoher Haarschmuck mit Kauri- und Perlenstickerei; aus Njoyas Besitz. Bamun IV Af 4888
255 Alter Tanzstab mit Perlen- und Fellschmuck, ebendaher 11,- 4 Tabak 1,- IV Af 9693
256 Tanztasche aus Stoff mit Affenfell, ebendaher 5,- 3 P. Streichhölzer
3 Tabak
0,30
0,75
20,- IV Af 8428
257 Tasche für Tanz u. Tragen der Mimbo-Kalebassen 1,- 2 P. Streichhölzer 0,20 7,- IV Af 7579
258 Wie vor, beide von Njoia, Bamun, neue Arbeit 1,- 6,- IV Af 7580
259 Große Tabakpfeife, Tonkopf, mit Perlen besticktes Rohr, aus dem Besitz der Häuptlingsmutter, der "Na"; Bamun, alte Arbeit 1 glatter Velart
1 Tabak
1 P. Streichhölzer
1 runder Spiegel
11,50
0,25
0,10
0,07
150,- IV Af 5075
260 Stuhl, Holzschnitzerei, Babungo (Bamun, "Na") 1 Bund rote Perlen
1 gr. rd. Spiegel
0,30
0,08
30,- IV Af 4834
261 Großer geschnitzter Holztopf, Bamun 1 glatter Velart
1 Kletteraffe
3 runde rote lang gebundene Perlen
11,50
0,30
0,60
30,- IV Af 7474
261a Deckel zu 261
262 Großer geschnitzter Holztopf, Bamun 30,- IV Af 7475
262a Deckel zu 262
263 Kalebassen-Flaschen für "Mimbo" (Palmwein). Bamun (Na)

Anmerkung: Geschätzter Inventarwert bezieht sich auf die Nummern 263-265. Da 265 jedoch nicht als aus dem Palast erworben gekennzeichnet wurde, scheint diese Nummer hier nicht auf.
4 P. Streichhölzer 0,40 30,- IV Af 6269
264 Wie vor (Na) 1 Schirm 2,10 IV Af 6270
266 Kalebasse-Flaschen-Stopfen, Bamun (Na) 2 Bd. blaue Perlen 0,40 4,- IV Af 6531
267 Kalebasse-Flaschen-Stopfen, Bamun (Na) IV Af 7503
268 Kalebasse-Flaschen-Stopfen, Bamun (Na) IV Af 7504
269 Kalebasse-Flaschen-Stopfen, Bamun (Na) IV Af 7505
339 Tabakpfeife, Tonkopf, Besitz der "Na" 5,- 4 Bd. Perlen
2 P. Streichhölzer
0,80
0,20
6,- IV Af 5524
379 Trinkhorn aus Büffelhorn, aus dem Besitz der "Na", Bamun, neu

Anmerkung: Geschenk Frau Thorbecke
30,- IV Af 7397
380 Wie vor, neu 3,- 1/2 Blaudruck 1,60 30,- IV Af 7649
381 wie vor, alt, mit Bronzerand 5,- 1,25 50,-
382 wie vor 10,- 5 K. Tab. 50,- IV Af 4937
383 wie vor, ohne Bronzerand, sehr alt 50,- IV Af 4938
446 Mimbo-Kalebasse mit geflochtenem Rand u. mit Löwenfell überzogen, Haare leider abgefressen, von Njoyas Vater (innen mit Harz ausgegossen, zum Abdichten u. als Parfum) Bamun, sehr alt. 1,- 1 Stoff D 0,25 15,- IV Af 7367
447 wie vor, aber Rand greift über das besser erhaltene Fell über, das die Löwenpranke zeigt (interessant, weil heute Löwe in Bamun nicht mehr vorkommen soll), ebenfalls von Njoya Vater, Bamun, sehr alt 1,- 1 Tabak 0,25 25,- IV Af 7366
506 Holzstuhl mit Lehne aus Bambu-Holz, mit Bambu- Geflecht überzogen, von der "Na", Bamun 1 Tabak 0,50 20,- IV Af 6260
1269 Gewand aus Bamun, hergestellt in der Weberei des Häuptlings Njoya (Erstes aus der Bamun-Webschule nach Deutschland gekommenes Gewand). 105,- 1 Al Tasse IV Af 7632

Tikar, Joko und Tibati

Nach fast dreiwöchigem Aufenthalt in Foumban ging die Reise weiter. Tikar galt als Zentrum der Töpferei, und so fand auch eine Anzahl Gefäße ihren Weg in die Sammlungen der rem. Dieses Handwerk wurde von Frauen verrichtet, deren Leben Marie Pauline Thorbecke in großer Ausführlichkeit bespricht. "Das Leben dieser schwarzen Frauen interessiert mich sehr. Ich habe viel danach gefragt – leider immer nur durch Dolmetsch, denn es gibt keine, die auch nur ein Wort Pidgin-Englisch versteht. Das Bild, das ich dabei gewonnen habe, ist ganz sympathisch, und es scheint, daß die Tikar-Frau es erheblich besser hat als die im Westen des Mbam lebende Negerin. Sie ist hier nicht das Arbeitstier, das alle schwere Feldarbeit verrichten muß und in vollkommener Abhängigkeit lebt; ja, es gibt nicht einmal einen wirklichen Weiberkauf, wie in Bamum, Dschang und an der Küste, wo für eine Frau oft mehrere hundert Mark bezahlt werden.

Im Haus der Mutter wächst das Mädchen heran, und wird von ihr in allen häuslichen Arbeiten unterwiesen. Mit ihren Freundinnen geht sie aufs Feld, zum Fischfang und zum Tanz, und eine erzählt der anderen von den Männern und vom Leben der verheirateten Frau. Ist sie erwachsen – ungefähr mit 14 bis 15 Jahren – so genießt sie volle Freiheit und kann mit den jungen Männern umgehen; bekommt sie ein Kind, schädigt das ihren Wert und ihr Ansehen nicht im geringsten. Früher oder später heiratet eine jede, der Begriff der unverheirateten Frau ist dem Neger ganz unfassbar, denn "dazu ist sie doch da".28

Beeindruckt haben Marie Pauline Thorbecke ebenfalls die Frisuren der Frauen. Neben zahlreichen Fotografien fertigte sie Aquarelle an, die Tikar- und Fulbe-Frauen mit verschiedenen Frisuren zeigen. So befassen sich in Band 3 des Reisewerks drei Seiten mit der Haartracht der Region. Aus diesen Seiten geht ebenfalls der in Ngambe, der bedeutendsten Stadt in Tikar, steigende Einfluss der Fulbe hervor, "jede von Tibati oder Banjo eingeführte Frisur wird mit Eifer nachgeahmt, die alte Tikar-Frisur sieht man nur noch selten."29 Im Unterschied zur Fulbe-Frisur bestand die von Thorbecke als traditionell bezeichnete Haartracht der Tikar aus einer künstlichen Haarunterlage, die aus dem abgeschnittenen Haar von Männern und Kindern gebildet wurde, aus der man eine wurstförmige Rolle formte. Keines dieser künstlichen Haarteile hat Eingang in die Sammlungen der Expedition gefunden.

Über die deutsche Militärstation Joko zog die Expedition weiter nach Tibati. Einst von großer politischer Bedeutung, beschreibt Franz Thorbecke es nun noch als Wirtschaftszentrum. Er schildert die Ankunft folgendermaßen: "Am Nachmittag des 18. August trafen wir in Tibati ein, wo uns der Lamido Hamasamwu, ein noch sehr junger, ganz schwarzer Mann mit schönen, sympathischen Augen – mehr war hinter dem fast das ganze Gesicht verhüllenden weißen Litam nicht zu sehen – mit großem Gefolge empfing. Als wir ihm die Hand gaben, brach alles Volk in laute Beifallsrufe aus."30

Marie-Pauline Thorbecke weicht in ihrer Beschreibung hiervon leicht ab und ergänzt: "Der Lamido kam uns zu Fuß entgegen: eine hohe, schmale Gestalt im wallenden Gewand, Kopf, Hals und den größten Teil des Gesichts dicht in den weißen Turban und Litam eingebunden, so daß man nur einen schmalen Streifen der dunklen Haut mit den beiden samtartigen, schwarzen Augen sah. Er reichte uns die Hand, während das Volk ringsum sich tief verneigte und diese Begrüßung mit Lobgeschrei begleitete. Dann eine kurze, durch den Dolmetsch geführte Unterhaltung in der dunklen Veranda des Rasthauses und schließlich unsere gnädige Erlaubnis, er dürfe jetzt nach Hause gehen. Ein Diener kniet nieder und nimmt ihn auf die Schultern, von da steigt er hinüber auf sein mit unendlichen Zieraten behängtes Pferd und feierlich langsam begibt sich der Zug zur Stadt zurück, mit Trommlern und Vorsängern, mit Fächern und riesigem goldgelbem Sonnenschirm, mit lautem Lobgeschrei und hoch bäumenden Pferden."31

Die immer wiederkehrende Überheblichkeit im Ton der Vertreter der deutschen Kolonialmacht täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass diplomatische Prozesse ob der gefühlten eigenen Überlegenheit möglicherweise nicht verstanden wurden. Während Franz Thorbecke berichtet, die deutsche Expedition reiche dem Lamido die Hand, lässt seine Frau den Lamido von Tibati diesen ersten Schritt machen. Ergänzend zu den Beschreibungen seiner Person wurde er auch fotografiert – ohne Gesichtsverhüllung – und Marie Pauline Thorbecke fertigte ein Aquarell an. (Abb. 8)

Nach mehrwöchigem Aufenthalt in Tibati kam es auf dem Rückweg nach Joko zu einem ernsten Zwischenfall. In der Nacht wurde Marie Pauline Thorbecke im Schlaf durch einen Speer am Kopf verletzt. Zwar wurden die politischen Führer der Region, darunter auch der Lamido von Tibati, sofort vorstellig, doch berichtet Thorbecke nicht über weitere Sanktionen, Verfolgung der unbekannt gebliebenen Täter oder mögliche Folgen seitens der Kolonialverwaltung für die lokalen Herrscher.

Nach fünf Ruhetagen brach man in Tibati auf und erreichte am 10.09.1912 wieder Joko. Zwar gibt Thorbecke an, dass die Heilung innerhalb der nächsten Wochen abgeschlossen war, doch schreibt er noch am 22.10.1912 einen Brief an das Rektorat der Handelshochschule in Mannheim und gibt an, dass der Gesundheitszustand seiner Frau weiterer Schonung bedürfe und die Expedition somit erst Ende Januar 1913 wieder Deutschland erreiche.32 Doch wurde die Zeit gut genutzt:

"Die Wochen, die wir wegen der Verwundung meiner Frau und wegen der Höhe der Regenzeit, die das dauernde Wandern und Arbeiten im Freien unmöglich macht, auf der Station Joko zubringen mußten, waren keine leere Wartezeit.

Alle Arbeiten der Wandermonate wurden durchgesehen und vervollständigt, die Sammlungen gereinigt, katalogisiert und verpackt. Vor allem wurden wirtschaftliche und ethnologische Erkundungen ergänzt und erweitert und Auszüge aus den meteorologischen Beobachtungen und den Volkszählungslisten der Station gemacht.

Ende Oktober war meine Frau wieder hergestellt; Gewalt und Häufigkeit der Regengüsse ließen jetzt schon nach, da richteten sich unsere Gedanken auf neue Unternehmungen. Ich entschied mich, unter Verzicht auf die Durchforschung der Djerem-Bucht, zum Studium des Ngutte-Gebirges, dem eine nochmalige Durchwanderung Tikars voraufgehen sollte.

Am 5. November 1912 verließen wir nach herzlichem Abschied von unsern Freunden Joko, das in unserer Erinnerung als afrikanische Heimat lebendig ist."33

Die Sammlung wurde hierzu vorab nach Foumban geschickt, wo sie bei einem nochmaligen Aufenthalt ergänzt wurde und man die neuerlichen Käufe verzeichnete.

Der Sammlungsbestand in Mannheim

Mit ihren im Übergabeverzeichnis festgehaltenen 1341 Nummern (die Teils aus mehreren Einzelobjekten, teils auch aus zusammengehörigen Bestandteilen eines Objektes bestehen) bildet die Sammlung Thorbecke den Nukleus der Afrikabestände an den Reiss-Engelhorn-Museen. Von diesen entfallen laut Übergabeverzeichnis etwa 120 Nummern auf Dschang und Foto, etwa 130 Nummern auf Bana und Bangangte, etwa 400 Nummern auf Bamun, etwa 200 Nummern auf Tikar und etwa 400 Nummern auf die Wute, Tibati und Joko. Des Weiteren sind etwa 100 Nummern ohne oder mit ungenauer Herkunftsangabe.

Die von Marie-Pauline Thorbecke gemalten Bilder wurden von ihr rückseitig nummeriert und mit Titel versehen. In den letzten Jahren wurden sie am Museum erfasst. Von den gelisteten 97 Nummern sind momentan neun nicht auffindbar. Dies sind die Nummern 5 (Wute-Weib mit Jaundefrisur), 6 (Haussah-Dorf), 11 (Häuptling Njoja von Bamum in Fullahtracht), 14 (auf der inneren Fläche der Ndomme), 20 (Mbum- Neger in Fullahtracht), 23 (Felsberge der Wute-Ebene, gesehen vom Steilrand der Ndomme), 28 (Weiberstadt des Häuptlings von Bamum), 32 (Tikarweib mit Tikarraupenfrisur), 62 (Graslandschaft in Bana) und 73 (Tal mit Oelpalmwald im Grasland (Bana)). Drei der Landschaftsbilder (88, 89 und 90) bilden ein Panorama der Graslandschaft von Bana (Abb. 9).

Spätestens nach Eingang im Museum, möglicherweise auch schon während der Expedition, wurden den Objekten breite, rechteckige Schilder aus starkem Papier angehängt, auf denen neben der Sammlungsherkunft auch die Sammlungsnummer im Thorbecke-Katalog vermerkt ist. Mit Eintragung in die städtischen Inventarbücher des damaligen Zeughausmuseums und dem Vermerk der Nummern auf den Objekten wurde diese Etikettierung vielfach entfernt. Die von Thorbeckes vergebenen Nummern wurden ebenfalls für die vierbändige Publikation "Im Hochland von Mittel-Kamerun" verwendet, wo sie in den jeweiligen Bildunterschriften zu den gezeigten Objekten erscheinen. Die am Museum vergebenen Inventarnummern wurden hinter den jeweiligen Objekten im an die Stadt Mannheim übergebenen Sammlungsverzeichnis eingetragen, so können Anfragen zu Objekten auch ohne Inventarnummer bearbeitet werden.

Der Prozess der Inventarisierung ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen. Seit Eingang der Sammlungen am Museum sind diese größtenteils in den Depots verblieben und wurden – nur in Teilen – ein einziges Mal in einer Sonderausstellung zu den Skulpturen der Sammlung Thorbecke gezeigt. Außerhalb der Stadt Mannheim haben Teile, vor allem die nun in der Ausstellung Musikwelten präsentierte Stülpmaske (IV Af 4888) aus Bamun, große Bekanntheit erlangt und wurden an zahlreichen Orten im In- und Ausland präsentiert. Erstaunlich ist dabei, dass neben einer fehlenden Würdigung durch eine Ausstellung auch die Publikationen des Museums die Sammlung teils gar nicht nennen. Selbst das 1964 als Überblick publizierte Heft "Die völkerkundlichen Sammlungen der Stadt Mannheim" des damaligen Direktors Robert Pfaff- Giesberg bildet zwar eines der Objekte ab, lässt die Sammlung im Text jedoch unerwähnt. Ein Grund hierfür kann in der Lagerung bestehen. Möglicherweise war ein großer Teil der Objekte schlicht nicht zugänglich. Die Inventarisierung der Sammlung erfolgte, wie sich aus den Inventarbüchern ersehen lässt, in weiten Teilen erst nach 1960. Inwieweit vorherige Tauschgeschäfte nicht erfasst wurden, kann bisher nicht bestimmt werden. Ein Objekt wurde laut städtischem Verzeichnis verkauft, weitere wurden als zerstört gestrichen. Als klar kann jedoch gelten, dass der weitaus größte Teil der Objekte auch heute noch in den Beständen der Abteilung Weltkulturen und ihre Umwelt nachweisbar sein sollten. Vorhandene Angaben wurden nur in Teilen auch in die städtischen Inventarbücher übernommen. Ein aus dem Besitz der Mutter von Njoya stammendes, teilweise mit Bronzeblech beschlagenes und Spinnennetzmuster verziertes Trinkhorn (Abb. 10) wurde im Verzeichnis der Sammlung als "Trinkhorn aus Büffelhorn, aus dem Besitz der ,Na'. Bamum, alt, mit Broncerand" erfasst, was im Inventarbuch nur verkürzt als "Trinkhorn mit Bronze Bamum" wiedergegeben wird.34

Schon Thorbecke kritisiert im Januar 1932 in einem Brief an den Verkehrsverein in Mannheim den Umgang mit diesem Teil der Expeditionsergebnisse. "Die meines Wissens immer noch nicht durchgeführte Aufstellung meiner Sammlung hat mir in ethnologischen Kreisen ebenso Abbruch getan, wie das Eingesperrtsein der von meiner Frau der Stadt Mannheim verkauften Kameruner Ansichten in eine grosse Holzkiste meine Frau künstlerisch beschädigt hat."35 In der ausführlichen Antwort vom 15.01.1932 lässt man Thorbecke wissen, dass aus Platz- und Geldmangel derzeit keine Aufstellung möglich sei und durch den Tod des früheren Direktors des Museums, dessen Stelle vakant sei, man auf die Ernennung eines neuen Direktors des Zeughaus-Museums warten wolle, der dann die entsprechenden Entscheidungen zu treffen habe. Nach der Interimsdirektion des Direktors der Kunsthalle kam 1936 Robert Pfaff-Giesberg nach Mannheim. Unter seiner Führung wurden die Bestände deutlich erweitert, doch kam die geplante neue Dauerausstellung wegen des Zweiten Weltkriegs nicht zur Aufstellung. Trotz schwerer Zerstörungen in der Stadt überstanden die Bestände des Zeughaus-Museums den Krieg fast unbeschädigt. Neben Schäden durch Insekten und Feuchtigkeit waren fast keine Verluste zu beklagen.

So stellt diese Sammlung, gemeinsam mit den großen Sammlungen Bosch, Kageneck und Bumiller, bis heute den bedeutendsten Teil der Sammlungen aus Afrika. Gerade hinsichtlich des vorhandenen Materials in Köln und Berlin wäre eine umfassende Sichtung und Neubewertung der Sammlungen und des Archivmaterials mehr als wünschenswert, die im Weiteren den Bestand für die Wissenschaft erschließen sollte und den Prozess der Inventarisierung bei gleichzeitiger Inventur zum Abschluss brächte. Der Wert der in Köln lagernden Negative und Abzüge ist dabei kaum zu unterschätzen, zeigen doch viele der Fotos Objekte der Sammlungen, dokumentieren deren Herstellung oder bilden die Grundlage für die – im Gegensatz zu den Schwarz-Weiß-Fotos – farbigen Aquarelle und Ölbilder von Marie Pauline Thorbecke, die somit eine sinnvolle Ergänzung zum neuen Medium Fotografie darstellten.

Text: Martin Schultz

FUSSNOTEN

  • 1 Ich danke Zara Krpata und Clara Himmelheber vom Rautenstrauch-Joest-Museum für die freundliche Auskunft bezüglich der dort vorhandenen Bestände.
  • 2 Stadt Mannheim (Hrsg.): Franz Thorbecke, Afrika-Forscher oder: Was tut ein Mannheimer Professor in Kamerun? Mannheim 1980, S. 5
  • 3 Freitäger, Andreas: Franz Thorbecke (1875-1945), S. 158, in: Gelehrte, Diplomaten, Unternehmer. Kölner Sammler und ihre Bücherkollektionen in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, 2003
  • 4 Für die Information und den Zugang zu den Unterlagen danke ich Simone Tibelius vom Universitätsarchiv Mannheim herzlich.
  • 5 Thorbecke, Franz: Im Hochland von Mittelkamerun, Teil 1-3, in: Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts, Bd. 21 (1914), Bd. 36 (1916), Bd. 41 (1919); Teil 4, in: Universität Hamburg, Abhandlungen auf dem Gebiet der Auslandskunde, Bd. 55 (1951)
  • 6 Ebd., Teil 1 (1914), S. 102
  • 7 Ebd., Kapitel VII; die im Artikel gezeigten Aquarelle, Fotos und Objekte befinden sich im Bestand der Abteilung Weltkulturen und ihre Umwelt der rem. Sämtliche Abbildungen wurden vom Autor angefertigt.
  • 8 Ebd., Kapitel VIII
  • 9 Thorbecke, Marie Pauline: Als Frau auf Forschungsreisen, S. 159, in: Deutsche Mädchenbildung, Nr. 11, 1935, S. 157-162 10 Thorbecke, Marie Pauline: Auf der Savanne.Tagebuch einer Kamerunreise, Berlin 1914, S. 1
  • 11 Ebd., S. 3
  • 12 Ebd., S. 7 f
  • 13 Thorbecke, Marie Pauline: a.a.O., Als Frau auf Forschungsreisen, S. 159 f
  • 14 Thorbecke, Marie Pauline: a.a.O., Auf der Savanne, S. 17 f
  • 15 Ebd., S. 31
  • 16 Thorbecke, Franz: a.a.O., Teil 1 (1914), S. 11
  • 17 Thorbecke, Marie Pauline: Auf der Savanne, a.a.O., S. 38
  • 18 Thorbecke, Franz, a.a.O., Teil 1 (1914), S. 12
  • 19 Verzeichnis der von Prof. Dr. Thorbecke 1911/12 in Kamerun gesammelten ethnografischen Gegenstände, Thorbecke-Archiv, Abteilung Weltkulturen und ihre Umwelt, rem
  • 20 Thorbecke, Marie Pauline: Auf der Savanne, a.a.O., S. 43
  • 21 Vollbehr, Ernst: Mit Pinsel und Palette durch Kamerun. Tagebuchaufzeichnungen und Bilder, Leipzig 1912, S. 95
  • 22 Geary, Christraud: Things of the Palace. A Catalogue of the Bamum Palace Museum in Foumban (Cameroon), S. 15, in: Studien zur Kulturkunde, Bd. 60, S. 1-213, 1983
  • 23 Vollbehr, Ernst: a.a.O., S. 93
  • 24 Thorbecke, Franz: a.a.O., Teil 1 (1914), S. 20
  • 25 Born, Klaus: Skulpturen aus Kamerun. Sammlung Thorbecke 1911/12, Mannheimer Reiss-Museum 1981, S. 2
  • 26 Thorbecke, Franz: a.a.O., Teil 1 (1914), S. 17
  • 27 Ebd., S. 21
  • 28 Thorbecke, Marie Pauline: Auf der Savanne, a.a.O., S. 102 f
  • 29 Thorbecke, Franz: a.a.O., Teil 3 (1919), S. 24
  • 30 Thorbecke, Franz: a.a.O., Teil 1 (1914), S. 69
  • 31 Thorbecke, Marie Pauline: Auf der Savanne, a.a.O., S.164 f
  • 32 Brief von Franz Thorbecke an Prof. Dr. Glauser vom 22.10.1912, Universitätsarchiv Mannheim, Altbestand Handelshochschule, 1 Nr. 80. UAMA
  • 33 Thorbecke, Franz: a.a.O., Teil 1 (1914), S. 83
  • 34 Die dem Artikel beigefügte Liste führt alle Objekte auf, die laut Angaben des Verzeichnisses aus dem Besitz von Njoya oder seiner Mutter stammen. Für weitere Stücke liegt eine gleiche Herkunft nahe, muss jedoch noch bewiesen werden.
  • 35 Brief von Franz Thorbecke an Prof. Dr. Walter vom 07.01.1932, Archiv Abteilung Weltkulturen und ihre Umwelt, rem

Weiterführende Literatur

  • Born, Klaus: Skulpturen aus Kamerun. Sammlung Thorbecke 1911/12. Mannheim 1981
  • Engelhard, Jutta Beate und Wolf, Werner: Licht und Schatten. Zur Photosammlung des Rautenstrauch-Joest-Museums für Völkerkunde, in: Kölner Museums- Bulletin 1991, Nr. 4/1991, S. 4-17
  • Freitäger, Andreas: Franz Thorbecke (1875-1945), in: Gelehrte, Diplomaten, Unternehmer. Kölner Sammler und ihre Bücherkollektionen in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Köln 2003, S. 150-159
  • Geary, Christraud: Things of the Palace. A Catalogue of the Bamum Palace Museum in Foumban (Cameroon), in: Studien zur Kulturkunde, 1983, Band 60, S. 1-213
  • The Voyage of King Njoya's Gift, National Museum of African Art, Washington 1994
  • Germann, Paul: Das plastisch-figürliche Kunstgewerbe im Graslande von Kamerun, in: Jahrbuch des Städtischen Museums für Völkerkunde zu Leipzig, 1910, Band 4, S. 1-35
  • Hanussek, Christian: Der Geist im Glas, in: Kunst und Kontext, 2013, Heft 5, S. 13 f
  • Homberger, Lorenz (Hrsg.): Kamerun. Kunst der Könige, Museum Rietberg, Zürich 2008
  • Monastère bénedictin du Mt. Fébé: L'Art Camerounais, Musée Camerounais de Mt. Fébé, Yaoundé 1989
  • Njoya: Histoire et coutumes des Bamoun, Memoires de l'Institut Français d'Afrique Noir, 1952, No. 5
  • Northern, Tamara: The Sign of the Leopard. Beaded Art of Cameroon. Storrs, University of Connecticut ,1975
  • Pfaff-Giesberg, Robert: Die völkerkundlichen Sammlungen der Stadt Mannheim, Mannheim 1964
  • Stadt Mannheim (Hrsg.): Franz Thorbecke, Afrika-Forscher oder: Was tut ein Mannheimer Professor in Kamerun?, Mannheim 1980
  • Wiese, Bernd: WeltAnsichten. Illustrationen von Forschungsreisen deutscher Geographen im 19. und frühen 20. Jahrhundert, Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, 2011

Vielen Dank an Martin Schultz.

Autor
Martin Schultz
Verpflichtende Zitierweise zum Artikel

Unser Haus ist das reine Museum-Die Sammlung Franz und Marie Pauline Thorbecke an den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim; Martin Schultz; 2018; https://www.about-africa.de/kunst-und-kontext/ausgabe-07-2014/986-unser-haus-ist-das-reine-museum

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