GO-2008HT-einladung

Herbsttagung 2008 der Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur in Göttingen (Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität), 24. bis 26. Oktober 2008 - Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln - Begegnung von Universität, Museum, Sammler, Händler

Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur e.V. - Einladung zur Herbsttagung

vom 24. bis 26. Oktober 2008 in Göttingen im Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität

Inhalt

Veranstaltungsort, Adresse

Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität
Theaterplatz 15
DE-37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551 / 39-7892
Fax: +49 (0)551 / 39-7359
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lageplan

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Infos zu Institut/Sammlung/Museum

Siehe Selbstdarstellung Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung

Siehe Museumsseite Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen

Was bietet Göttingen?

Siehe Wikipedia: Göttingen

Siehe goettingen.de, die Webseite der Stadt und/oder goettingen-tourismus.de

Hotels

Siehe Anmeldeformular

Danksagung

Siehe Danksagung

Mitgliederversammlung

Das wichtigste zuerst: die Mitgliederversammlung 2008.

Wie bereits in der vorläufigen Tagungseinladung geschrieben, hatte meine Frau im Juni den Fuß gebrochen, sodass bei mir berufliche und familiäre Pflichten wenig Zeit ließen.

Die Planung des Tagungsprogramms habe ich geschafft, dabei jedoch vollkommen die Mitgliederversammlung vergessen. Daher findet diese (leider) erst am Ende der Tagung statt:

Sonntag den 26. Oktober 2008 ab 13.30 Uhr im Vortragsraum der Ethnologischen Sammlung der Universität Göttingen, Theaterplatz 15.

Die TAGESORDNUNG

  1. Bericht des Vorstandsvorsitzenden Dr. Andreas Schlothauer zu den Jahren 2007 + 2008.
  2. Bericht des Interims-Schatzmeisters Arnd Klinge zum Geschäftsjahr 2007.
  3. Bericht der Kassenprüfer zum Geschäftsjahr 2007.
  4. Entlastung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2007.
  5. Sonstiges.

Göttingen und die Völkerkunde

In Göttingen befindet sich eine der ältesten, systematisch angelegten, völkerkundlichen Sammlungen Deutschlands (James Cook bzw. Johann Reinhold und Johann Georg Forster sowie Georg Thomas von Asch).

Arthur Schopenhauer besuchte 1800 als zwölfjähriger die Sammlung.

Goethe schrieb 1801: „Alsdann aufs Museum, die Fabrikate der Völker von den Südseeinseln. Alles Geflechte besonders schön.“

Eigentümerin der Sammlungen ist die Universität, d.h. Museum und Lehrstuhl sind eine organisatorische Einheit und die Studenten haben die Möglichkeit der Ausbildung an Museumsstücken.

Über den „Aufbau und die Geschichte der Sammlung“ wird Dr. Gundolf Krüger zu Beginn der Tagung am Samstag vortragen.

Der Begriff Völkerkunde wurde um 1771 erstmals an der Göttinger Universität von August Ludwig Schlözer und Johann Christoph Gatterer für die neue Wissenschaft verwendet. Weitere bekannte Namen dieser Zeit sind Blumenbach, Lichtenberg, von Humboldt, Forster.

Der Student Markus Koch wird uns am Samstag morgen mit der, von ihm entworfenen, „Ethnologischen Stadtführung“ die ethnologisch-geschichtlich interessanten Orte Göttingens zeigen.

Gemeinsamer Filmabend mit dem IWF und Prof. Peter Fuchs

Der emeritierte Professor für Völkerkunde aus Wien bzw. Göttingen hat vor allem in den 1950iger und 1960iger Jahren zahlreiche wissenschaftliche Filmexpeditionen in den Tschad und andere Länder Nordafrikas durchgeführt. Er ist einer der Mitbegründer des Ethnographischen Films in Deutschland.

Gemeinsam mit dem Institut für den wissenschaftlichen Film zeigen wir am Freitag Abend den Film „Oase Fachi“. Peter Fuchs ist anwesend und beantwortet nach dem Film gern Fragen.

Im Oktober 2008 wird er seinen 80. Geburtstag feiern.

Sammlergespräche

Die Sammlergespräche - diesmal mit der Schmucksammlerin Ute Wittich - sind erweitert um Gespräche mit den Museumskuratorinnen:

  • Silke Seybold, Überseemuseum Bremen,
  • Dr. Ines de Castro, Römer und Pelizäus Museum Hildesheim,
  • Dr. Evelin Haase, Städtisches Museum Braunschweig,

und den zwei Lehrbeauftragten der Universität Göttingen

  • Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin,
  • Dr. Gundolf Krüger.

Gefragt wird unter anderem nach dem Ausbildungs- und Arbeitsweg, Spezialisierung, heutiger Arbeit im Museum und geplanten Projekten.

Ähnliche Fragen werden auch die StudentInnen in dem gemeinsamen Gespräch „Warum gerade Ethnologie?“ beantworten.

Vorträge

Die Vorträge sind Samstag und Sonntag in vier Blöcke zusammengefasst.

Sechs Sammler und fünf StudentInnen werden in ca. 20-minütigen Kurzvorträgen jeweils ein Thema vorstellen. Ziel dieser Kurzvorträge ist nicht die Tiefe, sondern dass wir voneinander wissen, womit sich die anderen beschäftigen und gezielt nachfragen können.

Außerdem gibt es einen Nachtrag zur Himmelheber-Tagung (David Zemanek) und die emeritierte Kunstethnologien Frau Prof. Brigitta Benzing wird am Sonntag einen Vortrag mit der Frage halten: „Welchen Beitrag leisten Sammler und Kuratoren zum Verständnis der Kunst in und aus Afrika?“

Die Tagung endet mit einem kurzen Vortrag zum Südamerikanischen Federschmuck in der Göttinger Sammlung.

Aus gegebenem Anlass entfällt der Vortrag am Sonntag „Sammeln in Afrika und Europa heute“.

Neues Thema ist die Auffindung eines wirklich herausragenden Stückes eines unbekannten Afrikanischen Künstlers, ehemals im Privatbesitz von Carl Einstein, in einem norddeutschen Museum. Es werden mindestens Fotos des Stückes gezeigt, wahrscheinlich auch das Stück selbst.

Ab 12. November 2008 bis zum 16. Februar 2009 findet in Madrid eine Ausstellung zu Carl Einstein statt. Dieses Stück ist den Ausstellungsmachern bisher nicht bekannt und wird daher in Madrid nicht zu sehen sein.

Also exklusiv nur für uns. Das Stück wurde seit dem Erwerb in den 1930iger Jahren nicht ausgestellt, lagerte einige Jahrzehnte auf dem Dachboden und später im Magazin des Museums. Der Zustand ist hervorragend.

Vereinsinternes

wie Ankündigungen, Projekte, neue Bücher etc., ist am Samstag Nachmittag vorgesehen.

Da inzwischen auf der Internet-Seite eine Menge Informationen und Vorträge der vergangenen Tagungen zu finden ist, wird Volkmar Volli Schlothauer, G@HService Berlin, einen ca. 15-minütigen Überblick geben und ist während der Tagung auch für technische Fragen der Internetnutzung ansprechbar.

Ausstellungsführung und Arbeit in Kleingruppen in der Ausstellung

Am Samstag Nachmittag werden wir in zwei Gruppen durch die Ausstellungen Afrika (Prof. Braumarke) bzw. Südsee (Dr. Krüger) geführt. Jeweils eine halbe Stunde, sodass jeder die Möglichkeit hat beide Führungen mitzumachen.

Sonntag morgen werden wir in Kleingruppen die Stücke der Ausstellung intensiver betrachten. Wer will, kann auf einem Formular, die ihm/ihr am Wichtigsten erscheinenden Stücke herausfiltern.

Es wäre begrüßenswert, wenn sich z. B. unsere Waffensammler mit dem vortragenden Studenten Christian Warnke zu einer gemeinsamen Gruppe am Sonntagmorgen zusammentun würden. Mitte Oktober wird in Göttingen eine kleine Sonderausstellung eröffnet. Hier wird eine Auswahl Afrikanischer Kurzwaffen, Masken aus Liberia und Amazonas-Federschmuck zu sehen sein.

Afrika Museumssammlungen im Norden

Die KuratorInnen der Museen Braunschweig, Bremen, Hildesheim und Göttingen (und eventuell Hannover) nehmen an der Tagung teil. Am Samstag Abend wird von ihnen jeweils ein Überblick der Afrika-Sammlungen ihres Museums vorgestellt.

Spontane Beiträge von Mitgliedern sind möglich und erwünscht!

Bücherverkauf

Zufälligerweise erfuhr ich, dass die Afrika-Bibliothek eines Göttinger Sammlers aufgelöst wird. Mehr als 100 Kunstbände werden bei der Tagung von dem Antiquariat ExLibris angeboten.

Sammlungsbesichtigungen

Am Freitag Nachmittag können wir zwei wenig bekannte öffentliche Sammlungen in Witzenhausen und Göttingen besichtigen.

Bitte bei mir anmelden!

Impressionen aus dem Göttinger Magazin

Vorbereitend zur Tagung konnte ich an drei Terminen die Masken, Figuren und Elfenbeinarbeiten im Magazin und in der Ausstellung fotografieren.

1939 verschenkte das Berliner Museum für Völkerkunde über 200 Afrika-Stücke nach Göttingen. Die Tauschakte habe ich in Berlin eingesehen, daher wird es zu den Stücken auch einige bisher nicht bekannte interessante Details und unveröffentlichte Informationen geben.

Aber auch Göttinger Sammlungen sind hochinteressant, z. B. Frekmann, Gabun, vor 1884 und Oberst Umber, Kamerun, gesammelt vor 1914. Die Freunde von Kongo-Figuren können in der Ausstellung vier ausgezeichnete Stücke bewundern. Außergewöhnlich gut ist auch ein ausgestellter, figurativer Löffel der Fang.

Etwa 20 ausgesuchte Stücke des Magazins werden bereits ab der Mittagspause am Samstag zu sehen sein - nur für die Tagung!

Ein kleiner Eigen-Test: Jeder Teilnehmer kann auf einem ausliegenden Formular Ethnie, Region und Alter der Stücke für sich (oder auch gemeinsam mit anderen) notieren. Die Sammlungsinformationen zu den Stücken werden am Nachmittag vorgetragen. Eine gute Möglichkeit den Wissensstand zu testen und selbstkritisch eigene Vorurteile zu erkennen.

Warum das Thema dieser Tagung?

Siehe Vorbereitung und Thema der Tagung

weitere Tagungen in 2009 - 2010

Siehe Vereinskalender VdFAK

Anmeldung

Dr. Andreas Schlothauer (Vereinsvorsitzender)

Westerende 7a

DE-25876 Schwabstedt

Tel. +49 - (0)4884 - 945 - 0

Fax. +49 - (0)4884 - 945 - 2

Download: Anmeldeformular

Vielen Dank an Dr. Andreas Schlothauer.

Autor
Dr. Andreas Schlothauer
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Verpflichtende Zitierweise zum Artikel

Einladung zur Herbsttagung 2008-Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur - GO-2008HT-einladung; Dr. Andreas Schlothauer; 2008; https://www.about-africa.de/vdfak-tagungen/2008-herbsttagung-goettingen/130-einladung-herbsttagung-2008-vdfak

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