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Bericht zur Herbsttagung 2014 der Freunde Afrikanischer Kultur

Herbsttagung der VdFAK in Berg en Dal vom 24. bis 26. 10. 2014

Die diesjährige Herbsttagung der Vereinigung der Freunde Afrikanischer Kultur fand vom 24. bis zum 26. Oktober 2014 in Berg en Dal statt und wurde von 70 Teilnehmern besucht. Höhepunkte der Tagung waren neben der Besichtigung des ganz zu recht wegen der Qualität seiner Exponate berühmten Afrika Museums mehrere Vorträge.

Machinus Hofkamp lieferte einen Überblick über "Transformation in der tribalen Kunst". Anhand von Beispielen tribaler Kunst zeigte er menschliche und tierische Mutationen mit mehreren Köpfen oder Gliedmaßen, Zauberer, die sich in Tiere verwandeln können oder auch Teufel mit Hörnern. Interessant, dass solche Wesen kulturübergreifendend vorkommen und nicht auf bestimmte Regionen beschränkt sind. Es sind universelle Archetypen, die in Afrika genauso nachgewiesen werden können wie in Europa, Asien oder auch Amerika, Ausdruck des magischen Denkens des Menschen. Eine wichtige Transformation scheint aber in Afrika zu fehlen: Darstellungen mit Engeln kommen so gut wie nicht vor.

Marchinus Hofkamp

Frisky Larr betonte bei seinem Vortrag "Religiöse Besessenheit in Afrika: Spätwirkung der kolonialen Vergangenheit?" nachdrücklich, wie weit auch heute noch in Afrika Aberglauben vorhanden ist: der Glaube an Hexenkunst, Götter und Halbgötter oder die Omnipräsenz der Ahnen. Und dieser Glaube, genährt sowohl von animistischen Kreisen als auch von Vertretern der Kirche, u.a. genutzt von der politischen Elite, lähmt die Gesellschaft, verhindert einen Aufbruch in eine Zeit der Aufklärung. Eine Besprechung seines Buches demnächst an dieser Stelle.

Frisky Larr

Hermann Becker gab in "Restaurieren: Warum und Wie?" anhand von Beispielen einen Einblick in die Restaurierung von afrikanischer Kunst - sei es bei altersbedingter Abnutzung oder auch bei frischen Beschädigungen. Dabei gelingen zumeist auf Wunsch des Kunden Restaurationen, die kaum noch bemerkbar sind. Forderungen der wissenschaftlichen Restaurierung nach Reversibilität oder Sichtbarmachung des Eingriffes, wie sie z.B. in Museen angewandt wird, widerspricht der Forderung des Marktes: Je perfekter die Restauration, desto höher der Wert des Stückes.

Hermann Becker

In weiteren Beiträgen erläuterte Dirk Junker seine Idee eines Afrika-Quizes für die Zeitschrift Kunst&Kontext und stellte Walter Grasser Emil Torday vor, "Ein Afrika-Forscher von Bedeutung".

Dirk Junker

Walter Grasser

Autor

  • Ingo Barlovic

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