Sammlungsbearbeitung in Burgdorf - Ausgewählte Stücke aus Afrika

 

BU-2009AS-3c

Entdeckungen im Depot des Burgdorfer Völkerkundemuseums

AFRIKA

Einige der ältesten Stücke in Burgdorf stammen aus der Sammlung Carl Im Obersteg-Friedlin von Boltigen und Basel.

BU-84.9 (Ibibio Nigeria, Holz-Figur, Im Obersteg, vor 1884)

BU-84.9-1 (Ejagham Cross-River Nigeria und Kamerun), Holz-Figur, Im Obersteg, 1884)
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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

BU-84.12 (Cross-River, Holz-Maske, Im Obersteg, vor 1884)

Wahrscheinlich erwarb Carl Im Obersteg im Jahr 1884 die beiden Masken, die aus dem Grenzgebiet Nigeria und Kamerun (Cross-River Gebiet) kommen.

Qualitätsvolle und kultisch genutzte Masken dieses Types aus dieser Region und dem Sammlungszeitraum, sind kaum in Museumssammlungen vertreten, vergleichbare Stücke bisher nicht bekannt.

BU-84.12-1 (Ejagham Cross-River Nigeria und Kamerun, Holz-Maske, Im Obersteg, 1884)
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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

BU-SIOII41 (Tabwa) Sierra Leone, Axt, Carl Im Obersteg, vor 1926

Ein weiteres hervorragendes Stück der Sammlung Im Obersteg ist diese Zeremonialaxt der Tabwa (Kongo).

Ihr Hersteller war ein ein unbekannter Meisterschnitzer, von dem bisher nur noch zwei größere männliche Figuren im British Museum und New Orleans Museum of Art bekannt sind; weiterhin eine, sehr ähnliche, Axt im Museum L. Pigorini in Rom mit dem Eingangsjahr 1886.

Das Burgdorfer Stück war bisher als Axt des Afrikanischen Landes Sierra Leone inventarisiert.

BU-SIOII41-1a (Tabwa) Sierra Leone, Axt, Carl Im Obersteg, vor 1926
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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

BU-1093 Dahomey (Rebublik Benin), Zepter, Henri Schiffmann, vor 1904

Henri Schiffmann, der Gründer des Burgdorfer Museums, erwarb um 1900 fünf „Zeremonialäxte aus Dahome Westafrika“, der heutigen Republik Benin

Der ausgestellte Zeremonialstab aus Holz mit Silbereinlagen und dem besonders ausdrucksstarken Tierkopf, ist das ästhetisch Interessanteste dieser Stücke. Oberfläche und Patina lassen auf eine lange Nutzung schließen.

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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

BU-7604 (Boki-Ekoi oder Ejagham), Holz-Figur, Arthur Speyer II, vor 1923

Diese Pfahlfigur, laut Inventarbuch ein „Fetisch aus dem Palaverhaus in Assam, beschnitzter Pfahl aus Rotholz mit Kranz von Tierschädeln, Assam-Ossidinge, Kamerun“, gehört zu den wenigen erhaltenen Stücken der Boki, einer Untergruppe der Ekoi oder Ejagham des Cross-River Gebietes.

Der bekannte Ethnografica-Händler Arthur Speyer II hat diese Figur 1923 nach Burgdorf verkauft. Es ist anzunehmen, dass die Figur aus einer Museumssammlung kommt (Berlin, Leipzig, Dresden).

Bisher ist nur ein zweites Stück im Ethnologischen Museum Berlin, mit dem Eingangsjahr 1902, bekannt, gesammelt von dem deutschen Offizier Hans Glauning.

Der Sammler Hermann Frikart arbeitete Anfang der 1920iger Jahre im afrikanischen Land Elfenbeinküste und hat eine kleine Sammlung von Figuren und Masken, überwiegend der Baule, nach Burgdorf geschickt.

Etwa um 1921 im Gebiet von Dabou an der Küste (Lagunen-Region) tätig, befand er sich später im Inland, in der Nähe von Abengourou, im Gebiet der Agni, einer Akan-Gruppe.

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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

BU-1432 (Akye oder Ebrie), Holz-Figur, Hermann Frikart, 1921

Diese sitzende, weibliche Figur, von Frikart aus Dabou um 1921 geschickt, wirkt neu und wurde kaum in Afrika religiös genutzt. Die Art der Skulptur ist sehr ungewöhnlich und die künstlerische Qualität sehr hoch. Stilistisch kann sie dem Küstenbereich der Elfenbeinküste zugeordnet werden, wahrscheinlich kommt sie von der Akan-sprachigen Gruppe der Akye. Nur wenige Figuren dieser Gruppe befinden sich in Museumssammlungen.

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BU-7623 (Agni),Holz-Figur, Hermann Frikart, vor 1924

Diese stehende, weibliche Figur kam im Jahr 1924 durch Frikart nach Burgdorf, diesmal aus Abengourou. Diese sehr seltene Figur mit der kronenartigen Frisur ist wahrscheinlich von den Agni und sehr lange von ihren Herstellern religiös genutzt worden. Heute hellbraun, war die Figur ursprünglich tiefschwarz, Reste der Farbe sind noch erkennbar.

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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

BU-7644 (Kissi) Hinterland von Sherbro Sierra Leone, Stein-Figur, Dr. Kordt 1932

Dr. Arnold Kordt, der langjährige Kurator des Museums hat diese kleine Specksteinfigur im Jahr 1932 mit den Angaben „Hinterland von Sherbro, Sierra Leone“ inventarisiert. Derartige Figuren sind etwa 400 bis 500 Jahre alt und werden der historischen Gruppe der Sape zugeschrieben, heute leben in diesem Gebiet die Kissi.

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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

W125 Dahomey(-Benin), HolzFigur, Nell-Walden, vor 1945

Die Schwedin Nell Walden war Malerin und außerdem, gemeinsam mit ihrem Mann Herwarth Walden (Pseudonym für Georg Levin), Herausgeberin der Expressionisten-Zeitschrift ‚Der Sturm‘ (1910-32), sowie Mitinitiatorin der Galerie Walden in Berlin. Einen Teil ihrer Sammlung vermachte sie in den Jahren 1947/48 dem Museum Burgdorf. Diese kleine Schalenträgerin wurde von den Yoruba der heutigen Rebulik Benin (ehemals Dahomey) geschnitzt und für den Verkauf an europäische Reisende in besonders bunten Farben bemalt (‚Port-Art‘). Erste Beispiele sind in Museumssammlungen mindestens seit den 1860iger Jahren nachweisbar und gehören zu den häufigsten afrikanischen Holz-Figuren in Museumssammlungen des Zeitraums 1860 bis 1880.

Wahrscheinlich wurde auch dieses, fein gearbeitete Stück deutlich vor 1900 hergestellt.

BU-W125-1a Dahomey Yoruba, Holz-Schale, (Export-Stück), Nell-Walden, vor 1945
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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

oNr01 Dogon, Holz-Figur, Emil Storrer oder Kegel-Konietzko, vor 1961

Diese Figur einer Dogon-Gruppe, oder ihren Nachbarn den Bamana, befindet sich ohne Nummer im Museum. Es ist nicht der gesuchte Typ der Dogon-Figuren, für die heute sechs- und siebenstellige Beträge gezahlt werden. Bildhauerisch ist diese kantige Figur jedoch sehr reizvoll und erweitert unsere visuelle Wahrnehmung dieser stilistischen Region. Mit Hilfe des Burgdorfer Schuljahresberichtes konnte ich feststellen, daß diese Figur im Schuljahr 1960/61 entweder von dem Züricher Ethnografica-Händler Emil Storrer oder der Hamburger Galerie Kegel-Konitzko erworben wurde.

BU oNr01-1a Dogon, Holz-Figur, Emil Storrer oder Kegel-Konietzko, 1960
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Bildquelle: Dr.Andreas Schlothauer im Museum für Völkerkunde Burgdorf, CH

Afrik. Kunstobjekt aus dem Museums-Magazin. Bildbearbeitung: reLater, Berlin, www.ghsvs.de

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